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Talente liefern Ideen für die Wirtschaft

Stadtmitte Talente liefern Ideen für die Wirtschaft

Die besten Teams im landesweiten Wettbewerb „Inspired“ wurden gestern in der Uni Rostock prämiert

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Sie haben den Wettbewerb „Inspired“ gewonnen: Die Studenten Stephan Loewe (li.) und Niklas Läsche (3.v.l.) sowie die Forscher Bulazs Baranyai und Jenny Schultz.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Stadtmitte. Ganz am Anfang steht immer eine Idee – und eine Portion Erfindergeist. Viel Arbeit haben Studenten und Absolventen in ihre Projekte investiert. In der Uni Rostock haben die Hochschulen Stralsund, Neubrandenburg, Wismar, Schwerin, Greifswald und Rostock gestern gemeinsam junge Unternehmer für ihre innovativen Ideen ausgezeichnet. „Inspired“ heißt der landesweite Ideenwettbewerb.

 

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Jörg Sinnig erzählt, wie es ist, erfolgreicher Unternehmer zu sein.

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Preise für die Gewinner

1000 Euro bekommen die Erstplatzierten, plus Weiterbildungsgutscheine, eine Teilnahme an einer „Berlin Valley Tour“, einem Coachingpaket und Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit.

500 Euro bekommen die Zweitplatzierten, 250 Euro der dritte Platz. Auch die Zweiten und Dritten bekommen Weiterbildung, Tour und Hilfe bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Jedes Jahr haben die Hochschulen im Land junge Talente ausgezeichnet. In diesem Jahr aber wurden zum ersten Mal gemeinsam Studenten, Absolventen und Forscher für ihre spannenden Ideen geehrt. Für die Auslobung gibt es Geld von der EU.

„Wir sind aus allen Wolken gefallen“, sagt Stephan Loewe. Er und Niklas Läsche studieren in Wismar und haben den Preis für Studenten abgeräumt. Als Gitarristen – und mit Inspiration der Band „Muse“ – entwickeln sie einen Midi–Controller für Gitarren, der das Schlagbrett ersetzt. An ihm können die Musiker Effekte wie Hall und Echo steuern. Das Schlagbrett sei das einzige Bauteil an dem Instrument, das nicht zur Akustik beitrage, erklären die beiden Studenten. Es werde einfach mit acht Schrauben durch den Midi-Controller ersetzt, und schon kann der Musiker überall auf der Bühne die Effekte steuern.

Die Kriterien der Jury waren streng: Einerseits müssen die Ideen neu und besonders sein, aber sie sollten auch eine „Verwertungsperspektive“ haben, sagt Udo Kragl, Prorektor für Forschung und Forschungsausbildung.

Auch Balazs Baranyai und Jenny Schulz aus Greifswald haben einen Preis überreicht bekommen – den für Forscher und Absolventen. In ihrem Projekt „Sotamed“ geht es um den nachhaltigen Anbau des rundblättrigen Sonnentaus, der als Arzneipflanze bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden kann. Der werde bisher noch im „unkontrollierten Raubbau“ geerntet, berichtet Jenny Schulz. Beide wollen die Pflanze in Mooren in MV anbauen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir hier etwas finden“, sagt Schulz.

Jörg Sinnig, Gründer und Aufsichtsratsmitglied der SIV AG mit Sitz in Roggentin, stimmte die angehenden Unternehmer auf ihre Zukunft ein. Er berichtete aus seinem Leben als Unternehmer: „Am Anfang steht immer eine Idee – oder eine Vision oder ein Glaube“, sagt er. Auch wenn es letztlich darum gehe, Werte zu schaffen und reich mit der Idee zu werden, sagt er, würden nur die wenigsten auch Unternehmer. „Aber so viele haben es verdient“, sagt Sinnig.

Den zweiten Platz unter den Studenten haben Markus Bönnig, Julia Siefert-Winter, Luis Blanke und Paul Richter mit ihrem „Fishticket“, einem bundesweiten Portal für Angler, belegt. Sie haben auch den Sonderpreis von Antenne MV bekommen. Zweitbeste Innovation aus den Reihen der Forscher haben Benjamin Wagner, Jan Skodzik und Vlado Altmann mit „GetVise“, einem Netzwerk, um Leuten zu begegnen, erreicht.

Der Sonderpreis Gesundheitswirtschaft für die Idee einer interdisziplinären Praxis ging an Claudia Bluß und Luise Pohland. „Arudevo“ von Fabien Schultz und Inken Drowak bekam den Sonderpreis für soziales Engagement, einem Projekt zur „Hilfe zur Selbsthilfe“, wie sie sagen.

Philip Schülermann

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