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Telemedizin: Uniklinik betreut Flüchtlinge

Hansaviertel Telemedizin: Uniklinik betreut Flüchtlinge

Mit mobilen Geräten führen die Radiologen im Aufnahmelager in Horst Untersuchungen durch

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Chefradiologe Prof. Dr. Karlheinz Hauenstein (M.) und seine Kollegen bestreiten 4000 Untersuchungen aus der Ferne.

Quelle: Unimedizin

Hansaviertel. Auch wenn der Flüchtlingsstrom nach MV abgeebbt ist — die Universitatsmedizin betreut weiterhin intensiv die Flüchtlingseinrichtung Horst. „Wir sind mit mobilen Geräten im Einsatz, die über das Mobilfunknetz angebunden sind“, sagt Prof. Dr. Karlheinz Hauenstein, Direktor des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Neuankömmlinge werden nach ihren langen Reisen allesamt auf Infektionskrankheiten untersucht, wie Tuberkulose. Dazu wird ihr Brustkorb geröntgt. „Zeigen die Bilder Auffälligkeiten, wird bei uns gezielt nachuntersucht „, sagt Hauenstein. Im Sommer vergangenen Jahres, zum Höhepunkt des Flüchtlingsaufkommens, hatten die Mitarbeiter der Unimedizin täglich mehr als 100 Lungenaufnahmen aus Horst sowie den anderen Unterkünften in Stern-Buchholz und Mühlengeez angefertigt und ausgewertet. Nun schwankt die Zahl zwischen vier und 30 Untersuchungen pro Tag. Das schnelle Prozedere ist der Teleradiologie zu verdanken — der Befundung von Bildern aus der Ferne durch Spezialisten der Universitätsmedizin.

Die Unimedizin rief nach eigenen Angaben 1998 die erste genehmigte Teleradiologie Deutschlands ins Leben. Zunächst ging es dabei um die Versorgung des Bad Doberaner Kreiskrankenhauses, das einen Computertomografen (CT) neu angeschafft hatte, aber niemanden, der sowohl die Untersuchung durchführen als auch die Bilder beurteilen konnte. Bald waren auch Ribnitz-Damgarten, Waldeck und andere Häuser dazugekommen, die über das mittlerweile gegründete landesweite Netz „Telerad MV“ anfragen. Hirninfarkte, Querschnittslähmungen, orthopädische Fälle — die Experten der Unimedizin Rostock übernehmen am anderen Ende der Datenstrecke die fachkundige Befundung. Macht insgesamt 4000 betreute Untersuchungen pro Jahr. Manchmal ist auch nur eine Zweitmeinung angefordert.

„Telemedizin ist die Zukunft“, sagt Prof. Dr. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand der Unimedizin. Er ist gerade dabei, die Region stärker mit seinem Haus zu vernetzen, um im Flächenland MV medizinische Versorgung auch in die entlegensten Flecken zu bringen. „Sonst drohen die ländlichen Bereiche abgehängt zu werden. Jetzt schon sind einige Gegenden fatal unterversorgt“, sagt Schmidt.

OZ

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