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Theaterfreunde kritisieren Entlassung von Latchinian

Kröpeliner-Tor-Vorstadt Theaterfreunde kritisieren Entlassung von Latchinian

Die Freunde und Förderer des Rostocker Volkstheaters kritisieren die fristlose Entlassung des Intendanten Sewan Latchinian (55) scharf.

Kröpeliner-Tor-Vorstadt. Die Freunde und Förderer des Rostocker Volkstheaters kritisieren die fristlose Entlassung des Intendanten Sewan Latchinian (55) scharf. „Wir sind bestürzt, auf welchem Niveau in Rostock Kulturpolitik und Kommunikation mit dem Bürger betrieben wird“, sagt die Vorsitzende des Theaterfördervereins, Antje Jonas.

Latchinian habe neuen Schwung in das von vielen als lethargisch wahrgenommene Vier- Sparten-Theater gebracht. „Zwei und oftmals drei Vorstellungen täglich sorgten dafür, dass das Theater vom Stadtvolk wieder wahrgenommen wurde“, sagt Jonas. Die wirkliche Krise habe dann jedoch mit der wankelmütigen Kulturpolitik der Bürgerschaft eingesetzt, die dem Druck von Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) und Landeskultusminister Mathias Brodkorb (SPD) nicht standgehalten habe. Dass sich Latchinian dagegen wehrte, könne man ihm nicht zum Vorwurf machen, so die Theaterfreunde.

„Für den politisch gewollten, organisierten Kulturabbau brauchte es keinen Intendanten, sondern einen Insolvenzverwalter.“

Rostock verspiele mit dem Abbruch einer vielversprechenden Theaterentwicklung ein weiteres Mal die Chance, seine kulturelle Identität jenseits großer Volksfeste auszuprägen. „Eine Stadt, die ihre Kultur nicht schätzt, die Intendant um Intendant verschleißt, die mit ihrer eigenen Geschichte kulturell nur wenig anzufangen weiß, ist keine Großstadt“, so Jonas weiter.

Latchinians Nachfolger soll für zwei Jahre der scheidende Generalintendant des Mecklenburgischen Staatstheaters Schwerin, Joachim Kümmritz (66), werden.

OZ

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