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Tiefkühlpizza oder Simulator: Mit MAR läuft’s automatisch

Barnstorfer Wald Tiefkühlpizza oder Simulator: Mit MAR läuft’s automatisch

Die Firma ist auf Marine- und Automatisierungstechnik spezialisiert / 30 Mitarbeiter kümmern sich weltweit um Pfanni, Dr. Oetker und Konsolen auf Schiffen

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Rainer Schau (v. l.), Professor Matthias Markert und Dietmar Schedler begrüßen Pinguin Ekki und Pflegerin Petra Reemer. Die Firma MAR hat eine Tierpatenschaft für die Humboldtpinguine übernommen.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl, Claudia Tupeit (2)

Barnstorfer Wald. Eine Maschine in Mexiko wird von Rostock aus bedient? Die Mitarbeiter der Firma MAR Marine- und Automatisierungstechnik machen’s möglich. „Natürlich so streng geheim, dass keiner sonst Zugriff auf diese sensiblen Daten haben kann“, versichert Rainer Schau. Er ist einer der drei Chefs des Mittelstandbetriebs, der seit 20 Jahren Hard- und Software liefert und so unter anderem dafür sorgt, dass Lernwillige und solche, die etwas auffrischen müssen, an Schiffssimulatoren den Ernst auf hoher See durchlaufen können.

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Die Firma ist auf Marine- und Automatisierungstechnik spezialisiert / 30 Mitarbeiter kümmern sich weltweit um Pfanni, Dr. Oetker und Konsolen auf Schiffen

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Im Darwineum haben Schau und seine Mitgesellschafter Dietmar Schedler und Matthias Markert – von allen nur liebevoll-anerkennend „der Professor“ genannt – gestern ihre Porzellanhochzeit gefeiert.

„Und die habt ihr ganz ohne Bruch über die Bühne gebracht“, sagt Stefan Vogelsang würdigend-poetisch in einer Danksagung. Er gehört mit Rheinmetall aus Bremen zu den Kunden von MAR. Zufällig seien sie bereits Mitte der 90er aufeinander gestoßen. „Im Zuge einer Entwicklungspartnerschaft“, sagt Vogelsang, der bei Rheinmetall dafür zuständig ist, dass Systeme überhaupt in Betrieb genommen werden können. Im Klartext heißt das für die Kooperation: „Sie statten Schiffskonsolen für die zivile Marine aus“, sagt Vogelsang. „Wir liefern also Konsolen, Steuerrad, Bedienelemente“, erklärt MAR-Mitarbeiter Matthias Werner. Er ist bereits Werksstudent im Unternehmen gewesen, hat dann seine Diplomarbeit dort geschrieben und scheinbar so überzeugt, dass er seither ohne Unterbrechung für die Firma tätig ist. „Ich arbeite in einer sehr familiären Atmosphäre, mit einer flachen Hierarchie“, lobt er.

Rainer Schau hört das natürlich gern. „So wollten wir es auch immer. Jeder Einzelne spürt die Wirkung von Erfolg, aber auch von Misserfolgen.“ Das sei gewährleistet, weil sie mit 30 Leuten einen überschaubaren Mitarbeiterstamm haben. Maximal auf 40 würde er noch hochgehen, wenn die Arbeit noch mehr werde, kündigt Schau an.

Und damit ist zu rechnen: MAR strebt eine langfristige Kooperation mit Nestlé an. „Ein Traum ist das natürlich, wenn man es schafft, bei einem so großen Konzern mitzuwirken.“ Beim Kaffeekapselwerk in Schwerin seien sie bereits mit ihrem Wissen und ihrer Technik am Start. Außerdem wolle er mit Stefan Vogelsang über die Entwicklung neuer Bedienmöglichkeiten für die Marineschule in Flensburg sprechen, so Schau.

Dass bei Dr. Oetker in Wittenburg die Kühlkette nie abbricht, ist auch das Verdienst von MAR: Dir Firma ist für die Datenaufzeichnung zuständig, also die Speicherung der Messwerte für die Produkte im Tiefkühlbereich. Konkret: Die Pizzen, die im Supermarkt gekauft werden, entstehen nicht nur in Wittenburg, sondern werden dort auch gelagert. „Seit 2008 arbeiten wir zusammen“, sagt René Liehr, der für den frostigen Bereich verantwortlich ist. MAR-Mitarbeiter Matthias Buse hofft, dass er Wissen und Technik auch in den neuen Bereichen einsetzen kann – wenn Dr. Oetker mit der Expansion fertig ist.

Dass die Mannschaft im Zoo gefeiert hat, kommt nicht von ungefähr. Einer der ersten wichtigen Aufträge in Rostock nach Firmengründung kam vom Zoo. Um Besuchern an der Seevogelvoliere zu zeigen, wie viel Energie die angebrachte Solaranlage spart, wurden die Werte auf einem Display ständig aktualisiert gezeigt.

MAR und der Pinguin

„Ekki“ ist der neue tierische Pate des Mittelstandsunternehmens MAR Marine- und Automatisierungstechnik. Gestern haben die drei Chefs Rainer Schau, Matthias Markert und Dietmar Schedler die Patenschaft für ihn übernommen. Und gleichzeitig auch ein Guthaben über 50 Arbeitsstunden bereitgestellt, damit am Polarium gearbeitet werden kann. „Ekki“ sei nun also das Firmenmaskottchen, die Patenschaft umfasse im übertragenen Sinne das gesamte Polarium.

China wird eines der nächsten Länder sein, in dem ein Teil der Mitarbeiter zur Inbetriebnahme bei einem Autokabelproduzenten tätig wird.

Claudia Tupeit

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