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Treffpunkt in den Wallanlagen muss weichen

Stadtmitte Treffpunkt in den Wallanlagen muss weichen

Der bei Jugendlichen beliebte Pavillon blockiert Sichtachse / Plätze wichtig

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Der Pavillon in den Wallanlagen dient als Treffpunkt für Jugendliche. Derzeit wird über einen neuen Standort diskutiert. FOTO: OVE ARSCHOLL

Stadtmitte. Ein undichtes Dach, beschmierte Wände und kaum Sitzgelegenheiten – der Pavillon an der Teufelskuhle in den Wallanlagen, an dem sich insbesondere Jugendliche verabreden, ist in die Jahre gekommen. Da er zudem eine Sichtachse blockiert und oft von anderen Zielgruppen zweckentfremdet wird, soll er zeitnah weichen.

„Das konnten wir zunächst verhindern“, sagt Streetworkerin Lisa Waschkewitsch. „Es wird leider oft abgerissen, ohne über Alternativen nachzudenken. Und ein solcher Treffpunkt für Jugendliche in der Abgrenzungsphase ist unabdingbar – hier können sie auch mal gemeinsam laut Musik hören.“

Stefan Patzer vom Amt für Stadtgrün verspricht, den Platz zu erhalten, bis ein neuer gefunden ist. „Wir haben uns für die Verlagerung entschieden, um einen Konflikt zu vermeiden. Das ist ein brisantes Thema“, sagt Patzer. „Wir müssen gemeinsam überlegen, wie ein neuer Standort bewirtschaftet und betreut werden kann.“

Laut Lisa Waschkewitsch seien die jungen Erwachsenen motiviert, an der Gestaltung eines neuen Unterstandes mitzuwirken. „So ein Engagement sollte nicht vernachlässigt werden“, sagt die 26-Jährige.

„Viele haben Lust, kleine Hilfsarbeiten durchzuführen.“ Auch bei der Erscheinungsform gebe es bereits Ideen. So seien etwa Outdoor-Sportaktivitäten sinnvoll sowie Sitzbänke wünschenswert.

Trotz der erfolgten Einigung mit dem Grünamt, den Pavillon zu verlagern, kritisiert Waschkewitsch den Mangel an Plätzen für Jugendliche. „Die Stadt ist verpflichtet, Flächen bereitzustellen“, sagt sie. „Doch die Haushaltslage ist eng – allein im Innenstadtbereich haben wir einen Rückstand von 2150 Quadratmetern. Katharina Ahlers

OZ

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