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Trotz Erhöhung: Studenten sind zufrieden mit Semesterticket

Südstadt Trotz Erhöhung: Studenten sind zufrieden mit Semesterticket

Preis und Leistung stimmen überein / Wunsch nach größerem Geltungsbereich

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Laura Hofmann (21) und Kimberly Hein (21) nutzen häufig ihr Semesterticket. Die Lehramtsstudentinnen bezeichnen den Preis als günstig.

Quelle: Fotos: Pauline Rabe

Südstadt. 107 Euro zahlen Studenten der Universität Rostock derzeit für ihr Semesterticket. Auch wenn der Preis jährlich steigt, ist ein Großteil mit den Leistungen zufrieden. „Für sechs Monate ist das Verhältnis absolut in Ordnung“, sagt Lehramtsstudent Karl Neubauer. Der 20-Jährige wohnt in Evershagen und nutzt das Ticket für seine alltäglichen Wege zur Uni, zum Sport oder zum Einkaufen.

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Preis und Leistung stimmen überein / Wunsch nach größerem Geltungsbereich

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Beitrag für ein halbes Jahr

176 Euro zahlen Studenten der Uni Rostock für den Semesterbeitrag im Sommersemester 2017.

107 Euro davon sind für das Semesterticket. Das Ticket gilt im Gesamtnetz Rostock und berechtigt zur Mitnahme eines Fahrrades. Im derzeit noch laufenden Wintersemester kostete das Ticket 103 Euro.

Kimberly Hein und Laura Hofmann schätzen den Preis für das Semesterticket sogar als sehr günstig ein. „Wir wohnen beide in Lichtenhagen und nutzen es täglich“, sagt Kimberly Hein. Meist nehmen die Lehramtsstudentinnen dann ihr Fahrrad mit in die S-Bahn und fahren von Haltestellen wie Holbeinplatz oder Parkstraße weiter. „Das ist schon praktisch.“

Raphael Lüdin würde sich wünschen, dass das Ticket noch weiträumiger gelte. „Ich komme aus Güstrow.“ Um dort ebenfalls mit dem Semesterticket hinzugelangen, würde der 20-Jährige auch draufzahlen.

Laura Hofmann sieht das genauso. „Während des Lehramtsstudiums müssen wir schulpraktische Übungen absolvieren“, erzählt die 21-Jährige. Da kann es passieren, dass die Studentin in Schulen im Umland eingesetzt wird. „Ohne Auto gestaltet sich das schwierig und wird auf Dauer teuer“, ergänzt Kimberly Hein.

Solche Probleme kennt Martin Bremer nicht. Der 25-Jährige hat gerade seinen Master in Dienstleistungsmanagement abgeschlossen. „Ich hatte während meines Studiums immer ein Auto.“ Außerdem wohnt Bremer in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt. „Da musste ich das Ticket nur selten nutzen.“ Sein Kumpel Moritz Tillmann wohnt auch in der Innenstadt. „Wenn es nicht gerade regnet und ich mein Auto nutze, nehme ich lieber das Fahrrad als die Bahn“, sagt der Lehramtsstudent. Trotz geringer Nutzung sind sich Bremer und Tillmann einig, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Diese Meinung teilt jedoch nicht jeder: „107 Euro sind total überzogen“, sagt Matthias Körber. Schaue man sich andere Städte wie Berlin an, wo man bis nach Potsdam fahren kann, sei das Rostocker Ticket total eingeschränkt.„Dort muss man aber auch die Preise betrachten“, lenkt Bremer ein. Das Semesterticket in Rostock sei im Gegensatz dazu extrem billig.

Wirtschaftspädagogikstudent Hendrik Welsch findet es schade, dass die Preise jährlich steigen, aber die Leistungen sich kaum verbessern. „Außerdem finde ich die Fahrradmitnahme nicht so sinnvoll“, sagt der 29-Jährige. Sein Kommilitone sieht das ähnlich: „Viele fahren nur ein bis zwei Stationen und nehmen damit Platz für Kinderwagen weg“, erzählt Matthias Körber. Solche kurzen Wege sollten ebenfalls mit dem Fahrrad bestritten werden.

Vivien Bartz vermisst ihr Ticket schon jetzt. Die 21-Jährige hat ihren Bachelor in Rostock absolviert, macht ihren Master aber an der Fachhochschule in Wismar. „Ich wohne trotzdem weiterhin hier und muss nun jedes Mal zahlen, wenn ich Bahn fahren möchte.“ Die Betriebswirtschaftsstudentin wünscht sich eine bezahlbare Alternative für Studenten in ihrer Situation. „Die Monatsfahrkarte kann ich mir nicht leisten. Momentan bleibt mir also nur das Rad.“

Pauline Rabe

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