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Trotz guter Noten: Jedes zweite Pflegeheim hat Mängel

Rostock/Schwerin Trotz guter Noten: Jedes zweite Pflegeheim hat Mängel

In vielen Seniorenresidenzen des Landes MV werden Bewohner offenbar nicht gut genug versorgt. Der Seniorenbeirat fordert unabhängige Tester und Transparenz.

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Gut aufgehoben oder allein gelassen? Wie gut Senioren in Altenheimen tatsächlich versorgt werden, darüber sagen Pflegenoten kaum etwas aus.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Rostock/Schwerin. Wer im Alter Pflege braucht, ist in Mecklenburg-Vorpommern offenbar schlecht dran: Jedes zweite der 405 Seniorenheime im Land hat Mängel. Das hat das Recherchezentrum „Correctiv“ herausgefunden. Dessen Mitarbeiter haben dafür Daten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) ausgewertet und sich bislang geheime Unterlagen besorgt.

Verwahrloste Rentner und ruppige Pfleger: Immer wieder werden skandalöse Missstände in Deutschlands Heimen öffentlich. Dabei bewertet der MDK die meisten Häuser mit „Sehr gut“. Auch die in MV: Hier vergeben die Prüfer im Schnitt eine „1,4“. Darüber, wie es in den Einrichtungen wirklich zugeht, sage diese Pflegenote aber nichts aus, bemängelt Daniel Drepper von „Correctiv“. Bei den Inspektionen fielen bürokratische Kriterien viel mehr ins Gewicht, als die Pflege selbst.

Bernd Rosenheinrich vom Seniorenbeirat MV kritisiert, dass Heime mit den Durchschnittsnoten verstecken können, dass sie dort versagen, wo’s zählt. Pflegebedürftige und deren Angehörige hätten so kaum eine Chance, herauszufinden, welches Heim wirklich gut ist. Er fordert mehr Transparenz und unabhängige Tester.

 

Correctiv-Checkliste: 10 Punkte, an denen Du ein schlechtes Heim erkennst

1) Das Gebäude ist in einem schlechten Zustand.

2) Die Einrichtung wirkt kalt, mehr Krankenhaus als Zuhause.

3) Das Heim sieht dreckig aus. Es riecht nach Urin oder Kot.

4) Die Betten oder Stühle sind ständig nass.

5) Das Essen schmeckt nicht und ist nicht ausgewogen. Es riecht trotz Essenszeit nicht nach Essen.

6) Das Essen steht kalt auf dem Tisch oder Nachttisch und wurde nicht angereicht.

7) Das Personal ist unfreundlich. Sie haben den Eindruck, dass die Pfleger unmotiviert oder gestresst sind. Und Sie haben keinen verbindlichen Ansprechpartner.

8) Bewohner müssen sehr lange warten, wenn sie Hilfe benötigen – zum Beispiel beim auf die Toilette gehen.

9) Es gibt kaum Beschäftigung für die Bewohner, die nicht aus ihren Zimmern kommen oder lustlos herumsitzen.

10) Es gibt keine oder nur wenige Betreuungskräfte oder ehrenamtliche Helfer.

Antje Bernstein

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