Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Tschüss Baustelle: Kinder freuen sich über ergrünte Kita

Toitenwinkel Tschüss Baustelle: Kinder freuen sich über ergrünte Kita

Nach 16 Monaten Umbau sind in der Kita „Am Wäldchen“ alle Makel beseitigt

Voriger Artikel
Unter Drogen: Rostocker greift Frau (27) und Polizeibeamte an
Nächster Artikel
Maritimes Zentrum nach Schmarl

Lange haben sie wegen der Umbauarbeiten zurückstecken müssen, jetzt freuen sich Finn Luca (4, vorn v. l.), Charleen (8), Anton (8), Husan (9) sowie Leean (7, hinten v. l.), Nick (8), Nurchan (10) und Andy (10) über ihre frisch ergrünte und sanierte Kita.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Toitenwinkel. Endlich wieder mit den Kumpels toben, ohne das Baustaub oder Handwerker dabei stören würden: Andy (10) freut sich, dass die Kita „Am Wäldchen“, in der er Hortkind ist, endlich fertig ist. „Mir gefällt’s hier jetzt viel besser.“

OZ-Bild

Nach 16 Monaten Umbau sind in der Kita „Am Wäldchen“ alle Makel beseitigt

Zur Bildergalerie

Rund 16 Monate lang ist der Dreigeschosser in Toitenwinkel einer Verjüngungskur unterzogen worden: Die einst graue Betonfassade trägt nun Pastellgrün. Waldmotive schmücken die Platte, Baujahr 1989, draußen wie drinnen. Die Gruppenräume sind einladend und barrierefrei, die Bäder makellos, Schall- und Brandschutz generalüberholt. Rings ums Gebäude, wo vor einem Jahr noch Pflastersteine lagen, sprießt Rasen. „Ich übernehme ein wunderschönes, neues Haus“, schwärmt Annett Linde, die Grit Zarmsdorf als Kita-Leiterin abgelöst hat.

Der Umbau sei ein Kraftakt gewesen, denn „er fand bei laufendem Betrieb statt und hat allen Beteiligten viel Flexibilität abverlangt“, sagt Sigrid Hecht, Betriebsleiterin des städtischen Eigenbetriebs Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE). Der hat mit diesem Projekt den großen Sanierungsstau bei Rostocks Kitas ein weiteres Stückchen abgebaut.

3,4 Millionen Euro – 1,5 Millionen Euro davon Fördermittel – sind in die Erneuerung der Kita „Am Wäldchen“ geflossen. Nicht nur die Summe, auch die neugestalteten Außenanlagen würden beweisen, „dass unsere Kinder uns viel wert sind“, betont Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke). Dass eine relativ zentrumsnahe Kita von so viel Grün umgeben ist, sei nicht selbstverständlich. Er versprach, künftig noch mehr in die soziale Infrastruktur im Rostocker Nordosten zu investieren.

Gerade bei Kindergärten sei jeder Euro gut angelegt, sagt Vera Blum-Pürckhauer, Vorstand der Stadtmission, die die Kita „Am Wäldchen“ betreibt. „Hier wird der Grundstein für Lebensbiografien gelegt.“

Das Fundament für gute Bildungsarbeit sei in Toitenwinkel nun vorhanden. Nichts erinnere mehr an die Zustände, mit denen Kinder und Erzieher noch vor gut eineinhalb Jahren auskommen mussten. „Die Bäder waren schon fast historisch“, erinnert sich Blum-Pürckhauer.

Viele Kitas im Nordosten Rostocks warten darauf, dass auch sie in Schuss gebracht werden. „Sie haben leider das Pech, in vergleichsweise jungen Stadtteilen zu stehen“, sagt KOE-Leiterin Sigrid Hecht.

„Aber auch sie werden in den Genuss unseres Sanierungsprogramms kommen.“ Rund 48 Millionen will der KOE in den kommenden fünf Jahren ausgeben, um Horte und Kitas zu bauen oder auszubessern.

Für die Kita „Am Wäldchen“ hat sich die Millionenspritze doppelt bezahlt gemacht. Sie wurde nicht nur rundum erneuert, sondern durch eine veränderte Raumaufteilung auch vergrößert. 261 Krippen-, Hort- und Kita-Kinder können hier jetzt betreut werden. Aktuell kümmern sich die 31 Erzieher um gut 200 Mädchen und Jungen. „Wir haben also noch Plätze frei“, sagt Annett Linde. Dabei dürfte es wohl nicht lange bleiben. Ein Spieleparadies im Grünen ist schließlich begehrt. Bei Eltern. Und bei Kindern umso mehr.

Millionen für Kitas und Horte

88 Kindertageseinrichtungen gibt es aktuell in Rostock. Mehr als 30 Kitas bewirtschaftet der städtische Eigenbetrieb KOE.

40,9 Millionen Euro hat der KOE seit 2012 in Kitas und Horte investiert, 10,45 Millionen Euro davon allein in diesem Jahr.

Rechnet man Schul- und Sportstätten hinzu, steigt die Summe, die der KOE in den vergangenen fünf Jahren für Kindereinrichtungen ausgegeben hat, auf 147 Millionen Euro.

In den Jahren 2018 bis 2022 sollen weitere 48 Millionen Euro in die Erneuerung und den Neubau von Kitas fließen.

Antje Bernstein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Stralsund
Die historische Leichenhalle der Hansestadt Stralsund am Frankenwall. Erbaut vermutlich Anfang der 80er-Jahre des 19. Jahrhunderts.

Besitzer der Immobilie in Stralsund ist der Landkreis. Der denkt derzeit weder an eine Nutzung noch an einen Verkauf.

mehr
Mehr aus Rostock

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Benjamin Barz ? Ostsee-Zeitung Hilfe Aktion Wohltaetigkeit Teaser der den User auf die Seite "Helfen bringt Freude" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Helfen bringt Freude“ 2015-11-30 de Aktion Helfen bringt Freude Seit 27 Jahren engagieren sich unsere Leser zusammen mit der OZ für sozial schwache Familien, Kinder sowie gemeinnützige Projekte in Mecklenburg-Vorpommern. Wie Sie in diesem Jahr helfen können, erfahren Sie hier.
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

DCX-Bild
Rostocker Rockband träumt von China

SOAB sind schon durch Russland getourt / Jetzt peilen die Rocker China als Ziel an / Ein Konzert am 23. Dezember in Rostock soll die Flüge finanzieren