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Tüftler-Trio druckt Rathaus für die Sinne

Stadtmitte Tüftler-Trio druckt Rathaus für die Sinne

Rostocker Gymnasiasten kämpfen mit 3D-Modell für Barrierefreiheit und um Bundespreis der Blindenmission

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Erfindergeist trifft Feingefühl: Timur Aliyev, Hannes Steinhagen und Samuel Schöpa mit ihrem tastbaren Rathaus

Quelle: CBM/Schönstein

Stadtmitte. Dass die Drei was auf der Pfanne haben, spürt buchstäblich ein Blinder. Aliyev Timur (19), Samuel Schöpa (18) und Hannes Steinhagen (19) haben eine tastbare Version des Rostocker Rathauses entwickelt. Der Grundriss aus dem 3D-Drucker soll Behinderten helfen und könnte seinen Erfindern den Bundespreis der Christoffel-Blindenmission (CBM) einbringen.

Wo ist der Aufzug, wo der Empfang? Und wie komme ich schnell aus dem Haus, wenn’s mal brennt? Wer das wissen will, aber nicht oder nur schlecht sehen kann, ist im Rathaus auf fremde Hilfe angewiesen.

Richtig barrierefrei ist das nicht, finden Aliyev Timur, Samuel Schöpa und Hannes Steinhagen. Deshalb haben die drei Schüler des Innerstädtischen Gymnasiums etwas ausgetüftelt: Mit Hilfe ihres Rathaus-Reliefs sollen sich Sehbehinderte und Blinde allein im Gebäude zurechtfinden können. Ja-Sager zum Beispiel müssen nach Noppen tasten. Die Hügelchen stehen auf dem Grundriss für das Standesamt. Das Archiv hingegen verbirgt sich hinter einem Gitter. Das Modell spricht auch den Hörsinn an: Öffnungszeiten und Zimmernummern aller Abteilungen verrät eine Stimme auf Knopfdruck. Damit Sehschwache den Durchblick haben, leuchtet jeder Fachbereich in einer anderen Knallfarbe. Alle Infos können zudem als erhabene Schriftzüge und in Brailleschrift ertastet werden.

Noch ist das Rathaus-Relief ein Prototyp. Die Christoffel-Blindenmission hält den 3D-Plan aus Rostock aber für äußerst sinnvoll und hat seine Erfinder deshalb beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“

mit dem Sonderpreis „Innovationen für Menschen mit Behinderungen“ und 150 Euro Preisgeld belohnt. Jetzt tritt das Trio gegen Tüftler aus ganz Deutschland an. Ihre Siegchancen? „Gering“, gibt sich Samuel Schöpa bescheiden. Ob die Rostocker im CBM-Bundesfinale das Rennen machen, entscheidet die Jury nächste Woche. Verliehen werden Preis und 300-Euro-Prämie dann am 9. Juli, sagt CBM-Sprecherin Marion Muhalia.

Antje Bernstein

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