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Tunnel oder Brücke verbindet Landesmuseum in zwei Häusern

Stadtmitte Tunnel oder Brücke verbindet Landesmuseum in zwei Häusern

Gutachten sieht archäologische Schätze im ehemaligen Schifffahrtsmuseum gut aufgehoben / Neubau am Rosengarten geplant / Kosten auf 21 Millionen Euro geschätzt

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Prof. Hans-Jörg Nüsse und Landesarchäologe Dr. Detlef Jantzen sehen sich die Museumsräume an. Fotos (2): Ove Arscholl

Stadtmitte. Die Weichen für ein Landesarchäologisches Museum in Rostock sind gestellt. Die Hansestadt hat gepunktet im Standortwettbewerb und Schwerin, Stralsund, Greifswald sowie fünf weitere Orte im Land ganz klar hinter sich gelassen. Ein vom Kultusministerium in Auftrag gegebenes Gutachten bescheinigt Rostock ideale Voraussetzungen.

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Gutachten sieht archäologische Schätze im ehemaligen Schifffahrtsmuseum gut aufgehoben / Neubau am Rosengarten geplant / Kosten auf 21 Millionen Euro geschätzt

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Keine ständige Ausstellung

Das Archäologische Landesmuseum Mecklenburg-Vorpommern, vormals Museum für Ur- und Frühgeschichte Schwerin, präsentiert die Geschichte, sowie archäologische Funde des Bundeslandes und besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen zur Bronzezeit im nördlichen Mitteleuropa. Am 1. Januar 2006 wurde das Museum ins Landesamt für Kultur und Denkmalpflege eingegliedert und besitzt seitdem keine ständige Ausstellung mehr.

Einziehen könnte das Landesarchäologische Museum, das inzwischen 25 Jahre ohne Heimstatt ist, ins ehemalige Schifffahrtsmuseum in der August-Bebel-Straße 1. Auch dieses Gebäude haben Gutachter der Beratungsagentur MuseoConsult aus Stuttgart genau unter die Lupe genommen. Mit Innenstadtlage, direkten Nahverkehrsanbindungen und nahen Parkmöglichkeiten konnte das Haus, in dem sich jetzt die Societät maritim befindet, überzeugen. „Schwächen sind die mehrspurige Kreuzung, der fehlende Außenbereich vor dem Gebäude und der enge Durchfahrtsbereich zum Innenhof“, erläutert Ursula Dworák von MuseoConsult das Gutachten. Doch für die Kreuzung habe die Stadt ja schon eine Lösung in Aussicht gestellt.

Fazit: Das Gebäude kann als Museum genutzt werden, 1330 Quadratmeter Ausstellungsfläche stünden in den ersten beiden Etagen zur Verfügung. Im zur Zeit aus Brandschutzgründen gesperrten zweiten Obergeschoss könnten gut 400 Quadratmeter für museums- pädagogische Angebote und Tagungen genutzt werden. Die Instandsetzungs- und Sanierungskosten des Objektes werden auf rund 15 Millionen Euro geschätzt.

„Das Museum funktioniert aber nur mit einem Erweiterungsbau“, betont die Gutachterin. Für weitere sechs Millionen Euro könnte genau gegenüber des Altbaus am Rosengarten ein Neubau entstehen. „Ein Kubus vielleicht, in dem auf 500 Quadratmetern Sonderausstellungen untergebracht werden, ein Café und ein Shop dazu“, erklärt Dworák. Brücke oder Tunnel könnten beide Museumsgebäude verbinden, schwebt Kultusminister Mathias Brodkorb (SPD) vor. Hans-Jörg Nüsse, Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Uni Rostock, favorisiert den Tunnel. „Da können Ausgrabungsschätze viel authentischer ausgestellt werden“, sagt Nüsse, der das künftige Landesmuseum leiten soll.

Der Neubau am Rosengarten soll zuerst gebaut werden und könnte laut Brodkorb noch „in diesem Jahrzehnt“ eröffnen. Parallel sollte schon der Altbau hergerichtet werden. „Um die Finanzierung mache ich mir keine Sorgen“, so Brodkorb, der auf eine Grundsatzentscheidung nach der Landtagswahl hofft und in den Gutachten international renommierter Museumsexperten eine gute Entscheidungsgrundlage sieht.

Oberbürgermeister Roland Methling (UFR), der dem Land das Gebäude angedient hatte, ist jedenfalls hoch erfreut über die Botschaft: „Ich bin davon überzeugt, dass das künftige Museum hier ein sehr interessiertes Publikum aus nah und fern finden wird. Gleichzeitig wäre dies natürlich ein tolles Geschenk an die Stadt und die Universität zu unserem Doppeljubiläum", so Methling. Jochen Pfeiffer von der Societät indes bleibt skeptisch und sieht die Ankündigungen als politische Wahlkampfversprechen.

Doris Kesselring

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