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Uni Rostock schließt Seniorenakademie

Rostock Uni Rostock schließt Seniorenakademie

Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz macht das Aus der Weiterbildungsreihe unumgänglich, erklärt die Uni-Leitung. Viele der „Alt-Studenten“ wollen dies nicht hinnehmen.

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Blick auf das Hauptgebäude der Universität Rostock.

Quelle: Norbert Fellechner

Rostock. Nach 22 Jahren wird das Weiterbildungsangebot der Rostocker Seniorenakademie an der Universität Rostock eingestellt. Die Organisatorin ist entlassen worden. 660 Frauen und Männer im Rentenalter verlieren damit eine anregende Gemeinschaft. Auf der letzten Veranstaltung des Sommersemesters am 13. Juli ist ihnen das Ende mitgeteilt worden. Darüber sind viele der „Alt-Studenten“ entsetzt.

DCX-Bild

Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz macht das Aus der Weiterbildungsreihe unumgänglich, erklärt die Uni-Leitung. Viele der „Alt-Studenten“ wollen dies nicht hinnehmen.

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Kein Wunder: Denn das Weiterbildungsprogramm für Senioren an der Uni Rostock ist mit seinem wissenschaftlichem Anspruch einzigartig in Mecklenburg-Vorpommern. Die Universität Rostock müsse die Seniorenakademie schließen, heißt es aus der Uni-Leitung. Das neue Wissenschaftszeitvertragsgesetz mache dies unumgänglich. Wolfgang Schareck, Rektor der Universität Rostock, will die Seniorenakademie möglichst erhalten. Sie könnte unter dem Dach eines Vereins angesiedelt werden.

Auch einige andere Hochschulen in MV laden Senioren in ihre Hörsäle ein – jedoch in einem deutlich geringerem Ausmaß. „Die Hochschule Neubrandenburg bietet seit 2011 jedes Wintersemester eine wissenschaftliche Vortragsreihe für interessierte Senioren an“, erklärt Judith Petitjean vom Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung. Jeweils etwa 80 bis 100 Interessierte würden die Vorlesungen besuchen. 

Die Universität Greifswald hat kein spezielles Studienangebot für Senioren. „Wir bezeichnen die Zielgruppe lieber positiv als 50+“, erklärt Uni-Sprecher Jan Meßerschmidt. Jeder, der an regulären Vorlesungen interessiert sei, kann als Gasthörer teilnehmen. Im Sommersemester 2016 hat die Uni 117 Gasthörer, davon 27 über 50 Jahre.

Bernhard Schmidtbauer

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