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Uni bildet „Junior Teacher“ aus

Hansaviertel Uni bildet „Junior Teacher“ aus

Weiterbildungsprogramme von Schülern für Schüler

Hansaviertel. Mit dem Start in das zweite Schulhalbjahr nimmt der Alltag vieler Schüler und Lehrer wieder Fahrt auf. Für Bewegung in den Klassenräumen sorgen auch neue Projekte und Vorhaben. Am CJD beginnt in Kooperation mit der Universität Rostock ein in Mecklenburg-Vorpommern bisher einzigartiges Schülernachhilfe-Projekt. In einer „Lernbörse“ wird Wissen schulintern weitergegeben.

 

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Am CJD beginnt in Kooperation mit der Universität Rostock ein Schülernachhilfe-Projekt.

Das Besondere an der „Lernbörse“ ist, dass nicht Lehrer, sondern Schüler die Nachhilfestunden geben. „Das ist ein spannender Rollenwechsel, der das kreative Denken fördert und die Perspektiven der Schüler auf Unterrichtsinhalte verändert“, sagt Steffen Kästner, Schulleiter des CJD. Die Initiative für dieses Vorhaben hat die Koordinatorin der Hochbegabtenförderung Dr. Regine Schütt ergriffen.

Die Ausbildung der Schüler zu sogenannten „Junior Teachern“ (dt. junge Lehrer) übernimmt das Institut für Schulpädagogik und Bildungsforschung der Universität Rostock. Institutsdirektor Prof. Falk Radisch und wissenschaftliche Mitarbeiterin Susanne Kortas stellen das professionelle Know-How für die Schüler-Seminare bereit. „In Zusammenarbeit mit Eltern und Lehrkräften entwickeln wir ein integriertes System, das sich rückwirkend auf den Unterricht ausübt“, so Prof. Radisch. Die von Schülern selbst gestaltete Nachhilfe komme so auf Dauer dem gesamten Unterrichtsgeschehen zugute. Aber nicht nur Schüler, Eltern und Lehrer profitieren von dem Angebot. „Studierende der Universität führen die individuellen Lernbegleitungen durch und können so Theorie und Praxis ideal verknüpfen“, sagt der Direktor des Instituts. Anne Hakenberg (15) und Jakob Liebich (14) sind Schüler einer Hochbegabtenklasse am CJD und als potenzielle „Junior Teacher“ Teil des Projekts. „Das Vorbereitungsseminar gibt mir Sicherheit und zeigt verschiedene Lehrmethoden“, sagt die 15-jährige Schülerin. Dabei sei besonders interessant, wie Lernen eigentlich funktioniere und was effektives Lernen ausmache. Für Jakob Liebich ist das Projekt gleichzeitig eine Maßnahme zur Berufsorientierung. „Ich kann mir dadurch gut vorstellen, einmal Lehrer zu werden“, so der 14-Jährige. Für die Schule sei das Projekt eine Gewinnsituation für alle Seiten. „Nicht selten geben Eltern für eine Nachhilfestunde 20 Euro aus. Wir haben diese Leistung nun im Schulgeld inbegriffen“, betont Schulleiter Kästner. Der Nutzen ist vielseitig: Ob praktische Ausgestaltung des Lehramtsstudiums oder Ausbildung kleiner Lehrer, die einmal große Profis werden.

OZ

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