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Unicef plant Neuanfang in Rostock

Stadtmitte Unicef plant Neuanfang in Rostock

Mindestens acht interessierte Rostocker bräuchte es, um die Arbeitsgruppe des Hilfswerks wieder aufzubauen

Stadtmitte. Sie sammeln Spenden, verkaufen Grußkarten und machen mit Aktionen auf die Nöte von Kindern aufmerksam — einen großen Teil dieser Arbeit beim Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef) leisten Ehrenamtliche. Weil es an denen in der Rostocker Unicef-Arbeitsgruppe aber mangelte, löste sich der Verein Ende des vergangenen Jahres auf. Für eine Neugründung ist die Unicef auf der Suche nach engagierten Mitstreitern, erklärt Wolfram Pfeiffer, Chef des Regionalbüros Ost.

Mindestens einen interessierten Rostocker gibt es schon: Der 26-jährige Thomas Götz will sich für den Neuaufbau der Gruppe einsetzen. „Meine Motivation ist, dass ich Kindern wirklich helfen möchte, da sie immer noch unsere und die Zukunft der Erde sind.“ Ein Aktiver allein reicht aber längst nicht aus. „An einen Neuanfang der Gruppe in Rostock kann erst wieder ernsthaft gedacht werden, wenn gut acht bis zehn Rostocker ihr Interesse bekunden würden“, gibt Wolfram Pfeiffer zu bedenken. Er selbst würde dann die Gruppe aufbauen, sie begleiten und entwickeln. „Dafür bräuchte es allerdings mindestens sechs Monate“, schätzt Pfeiffer.

Mehr als ein Jahr lang hat Pfeiffer die kommissarische Leitung der Rostocker Gruppe übernommen, nachdem sich für diese Position kein Freiwilliger gefunden hatte. „Wir haben in diesen 1,5 Jahren wirklich alle Register gezogen. Leider war die Auflösung zum Jahresende aber nicht mehr aufzuhalten“, bedauert der Regionalchef. Nur noch vier Mitstreiter hätten sich am Ende in der Gruppe engagiert — drei davon seien bereits um die 70 Jahre alt gewesen.

Eine von ihnen war die gelernte Familien- und Lebensberaterin Ingrid Model. „Die Auflösung war für mich schon sehr traurig. Ich würde es mir wirklich wünschen, dass die Gruppe wieder aufgebaut wird“, erzählt die 76-Jährige. Auch wenn sie inzwischen neue ehrenamtliche Aufgaben gefunden hat, denkt sie gerne an die Zeit in der Arbeitsgruppe zurück. „Ich bin ja recht spät dazugestoßen und wollte in meinem Alter auch nicht zu große und schwere Aufgaben übernehmen“, erzählt sie. Am meisten Spaß hätten ihr die Aktionen in Schulen gemacht, wie beispielsweise Spendenläufe. „Da hatte man den Kontakt mit den Kindern und konnte ihnen anschaulich erklären, wie schwer es Kinder in anderen Ländern haben.“

Vor zu viel Arbeit bräuchten sich Interessierte nicht fürchten. „Meiner Erfahrung nach ist das nicht so viel. Jeder spezialisiert sich ja auf bestimmte Sachen“, erklärt Model. Dabei habe ihr besonders gefallen, dass jeder seine eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Kontakte hätte einbringen können. „Wir haben sogar Benefizkonzerte organisiert.“

Neben dem Sammeln von Spenden für Kinder in Dritte-Welt-Ländern standen in der Rostocker Unicef-Gruppe aber auch Aktionen für die Kinder im eigenen Land und in der eigenen Stadt auf dem Plan. Dabei habe die Zusammenarbeit mit der Stadt, vor allem mit dem Jugendamt, immer super funktioniert, lobt Model. „Als wir prüfen wollten, ob die Einrichtungen in der Stadt tatsächlich kindergerecht sind, hat man uns sofort acht Firmen vermittelt, die uns dabei geholfen haben“, erzählt sie von einer Aktion der Arbeitsgruppe.

Von Nele Reiber

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