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Universität und Industrie setzen weiter voll auf Windkraft

Stadtmitte Universität und Industrie setzen weiter voll auf Windkraft

Die Uni Rostock kooperiert mit Unternehmen aus der Energie-Branche / Studenten und Wirtschaft sollen profitieren / Minister loben das Engagement

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Unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung im Konzilzimmer: Karsten Seul (v. l.) und János Zierath von W2E, Rektor Wolfgang Schareck und Christoph Woernle von der Universität Rostock und Tilman Schubert von EUnion.

Quelle: Fotos: Ove Arscholl

Stadtmitte. Die Universität Rostock und die Industrie wollen in Sachen Windkraft noch enger zusammenarbeiten. Dazu haben sie gestern eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die das bisherige gemeinsame Engagement festschreiben soll. Die Minister Mathias Brodkorb (SPD) und Christian Pegel (SPD) waren auch zur Unterzeichnung gekommen und lobten die Zusammenarbeit – Kritik an solchen Vereinbarungen seien unberechtigt, so Brodkorb.

Seit 2012 arbeitet die Universität mit Wind to Energy (W2E) aus Rostock und ihrem Tochterunternehmen EUnion zusammen. Gemeinsam werkeln sie an der Lebensdauer von Windanlagen. Sie seien hohen dynamischen Belastungen ausgesetzt – zum Beispiel durch Wind an den Rotoren. Hinzu komme eine „extrem hohe Dauerbeanspruchung“, sagt Christoph Woernle vom Lehrstuhl für Technische Dynamik an der Rostocker Uni. An den Anlagen von W2E und EUnion können Forscher und Studenten Messungen vornehmen. 20 Jahre lang soll eine Windkraftanlage funktionieren.

Dass die Industrie die Forschung beeinflusse, diese Kritik könne Mathias Brodkorb nicht nachvollziehen. Vielmehr profitierten beide davon – und die Umwelt ebenso. „Ein nahezu buddhistisches Projekt“, sagt der Wissenschaftsminister. Das Ministerium stelle einmalig 25000 Euro zur Verfügung, um mehr Gastdozenten aus der Wirtschaft an die Uni zu holen.

Windenergie sei sehr wichtig für MV, betont Energieminister Pegel. „Es arbeiten 15000 Fachkräfte in diesem Bereich.“ 60 Prozent des gewonnenen Stroms stammen laut Pegel heute aus regenerativen Energien. Die Industrie soll Themen und Problemfelder an die Uni tragen und Studenten aus der Praxis lernen. János Zierath ist Absolvent der Uni und nach eigenen Angaben ist es sein Part, „das Band zur Uni aufrechtzuerhalten“. Außerdem ist er Gastdozent an der Uni und hält Vorlesungen zu Windenergie. „Die Kooperation wird bereits aktiv gelebt und trägt zur Ausbildung bei“, sagt er. Mehr Projekte seien in Planung: Eines befasse sich damit, wie Windenergie für die Netzstabilität genutzt werden kann. Zu weiteren geplanten Projekten möchte der Wissenschaftler, der bei der W2E arbeitet, noch keine Details verraten.

EUnion übernehme den „Hersteller-Part“, so Tilman Schubert. Im kommenden Jahr wollen sie mindestens eine weitere Anlage aufbauen. Vier sind es dann insgesamt, an denen – in einem Windpark – geforscht werden kann. Nicht jedes Problem ließe sich simulieren, einige aber schon. Und für die Algorithmen, die zur deren Berechnung nötig sind, brauchen sie Forscher-Daten. Auch die sollen laut Uni-Rektor Wolfgang Scharek an den Anlagen gesammelt werden. Ähnliche Vereinbarungen mit Firmen „gibt es auch in anderen Fakultäten“, sagt er.

Für ein Projekt hätte eine Kooperationsvereinbarung nicht gelohnt, sagt Zierath. Christian Pegel: „Es muss schon eine Folge erkennbar sein.“ Außerdem habe das Besiegeln der Zusammenarbeit auch eine menschliche Komponente.

Um weitere Projekte anzuschieben, bedürfe es an Personal, sagt János Zierath – und viele Gespräche für ein fundiertes Projekt. Sein Anspruch: „Nicht nur Fördermittel einzustreichen.“ Die Projekte sollten immer einen methodischen und einen anwendungsorientierten Anteil haben.

Nutzbare Windenergie

Schon im Altertum wurde Windkraft genutzt, um die Energie der Luftmassen für technische Zwecke einzusetzen. Früher nutzten Menschen Windmühlen, um Mehl mahlen zu können. Sie nutzten den Wind aber auch auf dem Wasser beim Segeln. Heute wird das Prinzip der Windmühlen vor allem verwendet, um Strom aus der Windenergie zu erzeugen.

Ein Rotor wird dabei vom Wind angetrieben. Der treibt wiederum einen Generator an, der die kinetische Energie (Bewegung) in elektrische umwandelt. Diese wird in das Netz eingespeist. Es gibt Windkraftanlagen an Land (onshore) und auf See (offshore).

Philip Schülermann

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