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Unterricht am Ostseestrand

OZ-Schulnavigator Teil 6: Ecolea Internationale Schule Unterricht am Ostseestrand

Die private Schule in Warnemünde steht für ein weltoffenes Konzept und zweisprachigen Unterricht

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„„Wir führen Gespräche mit allen Interessenten. Zeugnisse bringen nicht immer zum Ausdruck, wie das Kind wirklich ist.“Katja Dudeck, Schulleiterin

Warnemünde. Die sechste Runde des OZ-Schulnavigators führt an den Ostseestrand. In Warnemünde befindet sich die Internationale Schule Ecolea – an einem der beliebtesten Urlaubsorte in Mecklenburg-Vorpommern. Sie beweist, dass Schule auch zwischen Kreuzfahrtschiffen, Fischkuttern und Ferienwohnungen funktionieren kann. 535 Schüler besuchen derzeit die private Schule. Für den zweisprachigen Unterricht und auch mal das Kugelstoßen am Strand nehmen viele von ihnen längere Schulwege in Kauf.

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Die private Schule in Warnemünde steht für ein weltoffenes Konzept und zweisprachigen Unterricht

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Lehrer: enge Zusammenarbeit

Die 65 Lehrer arbeiten mit verbindlichen Regeln. Viele von ihnen sprechen Englisch. Unterrichtsinhalte und Klassenarbeiten werden gemeinsam vorbereitet. In einem siebenköpfigen Schulleitungsteam werden neue Ideen entwickelt, aber auch Probleme diskutiert und gelöst. Zum pädagogischen Personal gehören auch ein männlicher Sozialarbeiter und eine Sozialarbeiterin.

Förderangebot: Bläser-Klasse

Eine Bläser-Klasse wird zur musikalischen Förderung in der fünften Jahrgangsstufe gebildet. Dabei ist Voraussetzung, dass die Schüler das Blasinstrument neu erlernen. Im Ensemble sollen Teamgeist, Konzentration und das soziale Miteinander gefördert werden. Auch verschiedene AG wie „Kreatives Schreiben“ oder Nachhilfe von Schülern für Schüler bieten zusätzliche Angebote.

Ausstattung: flexible Systeme

Flexible Tisch- und Tafelsysteme gehören zur besonderen Ausstattung der Schule. Die Tafeln können für verschiedene Unterrichtssituationen von der Wand genommen werden. Für die Gruppen- und Stationsarbeit sind Tische und Stühle mit Rollen versehen. In einem Lernzentrum können Präsentationen vorbereitet werden. Beamer und Whiteboards befinden sich in den Klassenräumen.

Die Ausrichtung der Warnemünder Schule ist eindeutig: Fremdsprachenförderung und Internationalität. Neben dem sprachlichen Profil vertritt die Ecolea Toleranz und Weltoffenheit, möchte mit dem Austauschprogramm „Erasmus“ ihre Schüler für andere Orte, Sprachen und Kulturen begeistern. Partnerschulen in Dänemark, den Niederlanden oder Schweden, sowie Sprachreisen nach Paris, Barcelona und Rom richten den Blick über den Tellerrand. „Wir bieten viele Sprachzertifikate an, darunter Delf, Cambridge und Swedex. Mit dem Abitur erhalten die Schüler den Nachweis. Es erleichtert ihnen den Zugang zu vielen Universitäten“, sagt Schulleiterin Katja Dudeck. Besonders der Englischunterricht ist an der Internationalen Schule verstärkt. So wird auch Geografie und Geschichte auf Englisch unterrichtet. Französisch, Russisch, Spanisch, Latein und Schwedisch erweitern das Angebot.

Die Eltern zahlen 200 Euro im Monat für den Besuch ihrer Kinder an der öffentlichen Schule in freier Trägerschaft. Manchmal wird ihr deshalb unterstellt, nicht für jeden zugänglich zu sein. „Wir führen Auswahlgespräche mit allen Interessenten und geben jedem Kind die Chance, unsere Schule zu besuchen. Zeugnisse bringen nicht immer zum Ausdruck, wie ein Kind wirklich ist. Außerdem gibt es Stipendien und Schulgeld-Ermäßigungen“, so Schulleiterin Dudeck.

Um an der Begabtenförderung der Schule teilzunehmen, müssen die Schüler keine diagnostizierte Hochbegabung haben. Es reicht aus, wenn sie großes Interesse oder überdurchschnittliches Engagement im Unterricht zeigen. „Wir möchten die Potenziale erkennen und Kreativität fördern, den Schüler bei seinen Stärken packen und ihm helfen, diese zu entfalten“, erzählt Silke Regenthal, die für die Öffentlichkeitsarbeit an der Ecolea verantwortlich ist. Regelmäßig trifft sich das Kollegium, um auch darüber zu beraten.

Der Unterricht findet in einer Kombination aus frontalen und offenen Arbeitsformen statt. Dazu ist die Ausstattung der Räume an die verschiedenen Unterrichtssituationen angepasst. Flexible Tafel- und Tischsysteme sorgen für den richtigen Rahmen bei Gruppen- oder Stationsarbeit. „Unsere Schüler lernen sehr gut, wie sie sich und verschiedene Inhalte vor einer Zuhörerschaft präsentieren. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein“, sagt Lehrerin Kathrin Thoms.

Im Sommer wird der Unterricht gern aus dem Klassenraum an den Strand verlegt. Sport im Ostseesand oder Kunst an der Küste bieten den Schülern ein vielfältiges und authentisches Lernumfeld. „In Physik erkläre ich gern die Wellen und lasse die Schüler beobachten“, erzählt Lehrerin Thoms. In der Reisezeit werden auch die vielen Kreuzfahrttouristen für Fremdsprachen-Projekte einbezogen.

Kontakt: Fritz-Reuter-Straße 10,

Mail: gymnasium.hro@ecolea.de,

Weitere Infos: www.ecolea.de

Freizeitangebot: Ferienbetreuung

Ferienausflüge in den Sommer- und Winterferien sind bei den Schülern beliebt. Im Sommer werden Ferien auf einem Bauernhof gemacht. Im Winter fahren jährlich 40 Schüler in ein Skigebiet. Die Anfrage ist so hoch, dass längst nicht jeder mitkommen kann. Mittlerweile leisten die Sportlehrer den Unterricht auf der Piste. Töpfern, Gitarre und Tennis sind weitere Freizeitangebote.

Zahlen & Fakten

200 Euro beträgt der monatliche Beitrag für den Besuch der privaten Schule Ecolea.

2 Klassenlehrer stehen für jede Klasse zur Verfügung. Der Untericht erfolgt in der alten Fritz-Reuter-Schule, die komplett saniert ist.

3 Fremdsprachen werden ab der 9. Klasse unterrichtet. Segeln ist ab der 5. Klasse Teil des Sportunterrichts. Die Schüler müssen ihr Handy im Unterricht ausschalten.

Verpflegung: eigene Küche

Das tägliche Mittagsangebot wird von zwei Köchen und Assistenten in der schuleigenen Küche zubereitet. Zwei Essen, ein vegetarisches Angebot und eine Salatbar werden evaluiert und jeden Tag frisch zubereitet. Als „Gesunde Schule“ ist das Essen immer frisch und auf die Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung abgestimmt. Eltern und Schüler haben Mitspracherecht.

Lea-Marie Kenzler

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