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Unwetter zieht über MV: Feuerwehr im Dauereinsatz

Rostock/Schwerin/Lubmin Unwetter zieht über MV: Feuerwehr im Dauereinsatz

Eine Unwetterfront hat am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen.

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Gegen 2 Uhr zogen heftige Gewitter über Rostock. Durch den kurzen Starkregen liefen besonders in der Südstadt Unterführungen und Tunnel voll.

Quelle: Stefan Tretropp

Rostock/Schwerin/Lubmin. Eine Unwetterfront hat am Donnerstagabend in Mecklenburg-Vorpommern mehrere Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst.

DCX-Bild

Eine Unwetterfront hat am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag in Mecklenburg-Vorpommern zahlreiche Einsätze von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen.

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Gegen 2 Uhr zogen heftige Gewitter über Rostock . Durch den kurzen Starkregen liefen besonders in der Südstadt Unterführungen und Tunnel voll. Der Auto- und Straßenbahnverkehr war zwischenzeitlich eingeschränkt. Einige Fahrer verloren mit ihren Fahrzeugen die Bodenhaftung beim Versuch, große Wasseransammlungen zu durchqueren. Ihnen blieb nichts weiter übrig, als auf das Dach zu klettern und auf die Feuerwehr zu warten.

22 Einsätze in drei Stunden

Zwischen 2 und 5 Uhr rückten Berufs- und Freiwillige Feuerwehr zu insgesamt 22 Einsätzen innerhalb des Stadtgebiets aus. Überflutungen wurden in der Kopernikusstraße, dem Holbeinplatz, der Satower Straße, Am Warnowufer, der Parkstraße, dem Goetheplatz und dem Südring gemeldet. Zudem liefen viele Keller mit Wasser voll.

Im Seebad Lubmin schlug am Donnerstagabend ein Blitz in die Tischlerei im alten Dorf ein. Die Eigentümer hatten bei einer durchgeführten Kontrolle zunächst nichts festgestellt. Als der Eigentümer am Morgen gegen 5 Uhr mit seinem Hund spazieren ging, stellte er dann doch Brandgeruch und Rauch am Dach fest und alarmierte umgehend die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren von Lubmin, Wustenhusen, Kemnitz und Wolgast stellten einen Schwelbrand im Rohrsystem zwischen Tischlerei und Spänelager fest. Er konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Die Rettungskräfte waren in Schwerin in den Stadtteilen Neumühle und in der Gartenstadt im Einsatz, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Grund hierfür waren blockierte Straßen durch umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste. Zeitweise war laut Polizei die Kreuzung am Schweriner Zoo überflutet.

Am Grünen Tal musste die Feuerwehr nicht nur einen Baum von der Straße räumen, hier stand das Wasser zum Teil bis zu 30 Zentimetern hoch auf der Fahrbahn. Die Wassermengen in der Kanalisation drückten einen Gullideckel aus der Halterung. Ein Pkw wurde dadurch beschädigt. Verletzt wurde niemand.

Blitz schlägt in Mehrfamilienhaus ein

In Wittenburg schlug der Blitz in ein Mehrfamilienhaus ein. Zeugen informierten wegen der Rauchentwicklung Polizei und Feuerwehr. Die Bewohner des Hauses hatten jedoch Glück: Trotz der enormen Hitze des Einschlages entstand kein Feuer.

Ein heftiger Sturm und starke Regenfälle hatten zuvor am Donnerstag in Nord- und Ostdeutschland gewütet. Mindestens zwei Menschen starben durch umstürzenden Bäume. Ein Mann (50) wurde in Holdenstedt (Niedersachsen) im Auto von einem umstürzenden Baum erschlagen. Im Kreis Gifhorn starb eine 83-Jährige, nachdem sie mit ihrem Auto durch das Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren war.

Der Zugverkehr kam teils zum Erliegen, in Magdeburg gab es Stromausfälle. Am Abend sichteten Meteorologen der Luftfahrtberatung in Hamburg den „Luftschlauch“ eines Tornados. In Fliegenberg südlich Hamburgs begruben umgestürzte Bäume eine Schafherde, viele Tiere verendeten.

Weitere Gewitter im Norden erwartet

Die Orkanböen, der heftige Regen und Hagel ließen zeitweise auch den Zugverkehr im Norden stillstehen. Am Bremer Hauptbahnhof strandeten nach Angaben der Feuerwehr rund 600 Reisende, darunter vier Schulklassen aus Hamburg.

Während der Fernverkehr am Abend wieder rollte, halten die Behinderungen im Nahverkehr teilweise auch am Freitag noch an. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete auch am Abend und in der Nacht weiterhin mit schweren Gewittern im Norden.

Oz und Dpa

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