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Verkehrschaos vor Schule: Verein präsentiert Lösung

Brinckmansdorf Verkehrschaos vor Schule: Verein präsentiert Lösung

Das ILL will in Kassebohm mehr Stellplätze und eine Umfahrung schaffen

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Vor dem Neubau (rote Fläche) entstehen Parkplätze senkrecht zum Kösterbecker Weg. Mitarbeiter parken auf dem Grundstück darunter. Grafik: ILL

Brinckmansdorf. Schon vor Baubeginn der neuen Grundschule in Kassebohm hat es viele Diskussionen gegeben: Anwohner schimpften über den Lärm, der durch den Schulalltag entstehen könnte. Andere befürchteten ein Verkehrschaos, wenn nun noch mehr Eltern ihre Kinder im Kösterbecker Weg absetzen und wieder abholen wollen. 528 Schüler sollen künftig an dem Standort unterrichtet werden. Doch das Institut Lernen und Leben e. V. (ILL) hat reagiert. Ein Lärmschutz soll gebaut werden. Und um das Verkehrsproblem in den Griff zu bekommen, hat das ILL nun ein Konzept erarbeitet.

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Das ILL will in Kassebohm mehr Stellplätze und eine Umfahrung schaffen

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Ergebnis: Statt bisher 43 Stellplätze soll es spätestens zur Eröffnung der neuen Grundschule im Sommer am gesamten Standort 66 Parkmöglichkeiten geben.

120000 Euro hat das Institut nach eigenen Angaben dafür in die Hand genommen und auch ein neues Grundstück auf der anderen Seite des Kösterbecker Weges gekauft. „Das wird sich positiv und nachhaltig auswirken. Wir sind überzeugt, dass es nicht zu einem Verkehrschaos kommt“, sagt ILL-Geschäftsführer Sergio Achilles. Karl Scheube (SPD), Chef des Ortsbeirates Brinckmansdorf, ist positiv gestimmt: „Das ist eine gute Lösung, mit der wir leben können. Wir müssen am Ende aber schauen, wie sich die Eltern darauf einstellen.“ Wichtig sei, dass der Hol- und Bringeverkehr von der Schule wieder in den Vicke-Schorler-Ring zurückgeführt werde und nicht über den Erich-Venzmer-Weg durch den Ort gehe, betont Scheube. Dafür werde gesorgt, versichert Achilles.

Das ILL-Konzept verfolge mehrere Ziele. Erstens: „Die Eltern sollen nicht durch das Wohngebiet fahren. Und wir werden sie dazu bringen.“ Mitarbeiter sollen die Autofahrer zu Beginn des Schuljahres 2017/18 einweisen. Das neue Grundstück soll zudem eine Umfahrt ermöglichen, sodass Eltern ihre Kinder kurz rauslassen und dann in die entgegengesetzte Richtung wieder wegfahren können.

Zweitens: Die Stellplätze für Mitarbeiter und Eltern sollen deutlich erhöht werden. 66 Parkmöglichkeiten gingen deutlich über die Stellplatzsatzung hinaus. Erreicht wird die Erhöhung durch das neue Grundstück. „Hier sollen die Mitarbeiter ihre Autos parken“, sagt Achilles. Die Stellflächen mit den kürzeren Wegen zur Schule sollen den Eltern vorbehalten bleiben. Um auch hier mehr Plätze zu schaffen, sollen die im Moment parallel zur Fahrbahn liegenden Stellplätze senkrecht angeordnet werden. Das betreffe die Fläche vor der Grundschule. Und hier sei das auch besonders notwendig, sagt Achilles. „Schließlich wird die Grundschule mehr frequentiert als die weiterführende Schule.“

Das ILL habe mit einem ähnlichen Konzept bereits positive Erfahrungen in Gehlsdorf gesammelt. „Dort klappt es mit unserer Umfahrung und den Stellplätzen wunderbar. Wir haben überhaupt keine Probleme mehr beim Hol- und Bringeverkehr“, sagt Achilles. Auch gebe es dort keine Beschwerden von Anwohnern. Er sei überzeugt, dass sich auch in Kassebohm die Lage deutlich entspannen werde.

Im März 2016 haben die Bauarbeiten zur Schulerweiterung in Kassebohm begonnen. Rund drei Millionen Euro investiert das Institut Lernen und Leben hier. Bis zum Juni 2017 soll der Neubau für eine zweizügige Grundschule mit integriertem Hort für die Klassen eins bis vier fertig sein. Die Klassenstärke liegt bei circa 22 Schülern pro Klasse; künftig werden also 176 von insgesamt 528 Schülern am Schulcampus im Erweiterungsbau unterrichtet. Rund 1749 Quadratmeter Nutzfläche verteilen sich auf zwei Etagen. Neben acht Klassenzimmern soll es einen Musikraum, ein Atelier und einen Werkraum geben sowie einen Mensaraum.

André Wornowski

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