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Vogelpest in der Nähe von Kröpelin ausgebrochen

Kröpelin Vogelpest in der Nähe von Kröpelin ausgebrochen

Auf einem privaten Hof sind 46 Hühner, Enten und Gänse betroffen / Drei-Kilometer-Sperrzone rund um den Ortsteil Groß Siemen

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Seit gestern gibt es im Landkreis Rostock eine Drei-Kilometer-Sperrzone rund um den Kröpeliner Ortsteil Groß Siemen.

Quelle: Foto: Thomas Hoppe

Kröpelin. Seit gestern gibt es im Landkreis Rostock eine Drei-Kilometer-Sperrzone rund um den Kröpeliner Ortsteil Groß Siemen. Dort ist nämlich auf einem privaten Hof die Vogelgrippe ausgebrochen.

Am Sonntag hatten in dem betroffenen Hausgeflügelbestand mit insgesamt 46 Hühnern, Enten und Gänsen erste Tiere geschwächelt und das Futter verweigert. „Wir haben uns dabei zunächst gar nichts gedacht“, schilderte der junge Besitzer und berichtete, dass am Montagabend dann die Hälfte seines Geflügels verendet gewesen wäre. Der Mann wandte sich an seine Tierärztin, die umgehend den Landkreis Rostock informierte.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hatte am Mittwochabend bestätigt, dass es sich um die hochansteckende Geflügelpest handelt. Daraufhin ordnete das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises um den Ausbruchsbestand in Groß Siemen einen Schutzkreis von sechs Kilometern Durchmesser an. Alle Tiere des Groß Siemener Geflügelbestandes wurden gestern abgeholt und gekeult, ihr Stall wurde desinfiziert.

Wie das Landwirtschaftsministerium mitteilte, sei auch bei vier Wildvögeln im Land das H5N8-Virus nachgewiesen worden. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim wurde demnach bei Dömitz ein verendeter Graureiher gefunden, in Boizenburg ein toter Schwan. An der Mecklenburgischen Seenplatte fiel ein Seeadler aus der Feldberger Seenlandschaft dem Virus zum Opfer, in Ribnitz-Damgarten eine Silbermöwe.

Damit sollen in MV bis gestern 87 infizierte Wildvögel festgestellt worden sein.

Vom neuen Sperrbezirk des Landkreises Rostock sind die Kröpeliner Ortsteile Groß Siemen, Klein Siemen, Schmadebeck, Altenhagen und Einhusen betroffen sowie in der Gemeinde Satow die Ortsteile Lüningshagen und Rederank. Zudem liegt Retschow in diesem Sperrbezirk, in dem ab sofort – wie auch im gestern bekanntgebenen Beobachtungsgebiet – bis auf Widerruf unter anderem Geflügelfleisch und Eier weder in noch aus einem Bestand verbracht werden dürfen. Das hat beispielsweise zur Folge, dass im Groß Siemener Nachbarort Schmadebeck auf dem Dreiseithof Heinz mindestens die nächsten drei Wochen keine Eier mehr verkauft werden dürfen. Der Hofbesitzer Sigurd Heinz hatte bislang täglich von seinen 135 Hühnern etwa 100 Eier zur Verfügung.

Zum sogenannten Beobachtungsgebiet im Umkreis von zehn Kilometern um Groß Siemen herum gehören mehrere Ortsteile Bad Doberans und der Gemeinden Kröpelin, Satow, Carinerland, Biendorf, Hohenfelde, Reddelich, Retschow, Steffenshagen, Bartenshagen-Parkentin und Jürgenshagen.

Der Geflügelpest-Virus war bereits Mitte November 2016 im Landkreis Rostock aufgetaucht. Seitdem hatte der Landkreis zwei Sperrbezirke sowie fünf Beobachtungsgebiete verfügt, um die Tierseuche einzudämmen. Alle diese Zonen waren bis Mitte Januar wieder aufgehoben worden, weil die Region ohne weitere Geflügelpestbefunde geblieben war. Weiter Bestand haben im gesamten Kreisgebiet die Stallpflicht und die verschärften Hygiene- und Haltungsvorschriften. Thomas Hoppe

OZ

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