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Voll im Trend: Kräuter vom Gärtner

SANITZ Voll im Trend: Kräuter vom Gärtner

Kochshows sorgen für großen Zulauf in den Gartenbaubetrieben / Tag der offenen Tür am Sonnabend

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Anja und Thomas Ortmann führen den traditionsreichen Gärtnereibetrieb in Sanitz.

Quelle: Michael Schißler

Sanitz. Die Gartenfreunde auf dem Lande werden unruhig, es zieht sie in den Garten, aber das Wetter bietet sich für die Bestellung noch nicht an. Was liegt also näher, als erst einmal einen Blick in eine Gärtnerei zu werfen? „Dazu öffnen wir am 30. April von 8 bis 17 Uhr unseren Betrieb“, sagt Thomas Ortmann, Gärtnereibesitzer in Sanitz.

Premium-Titel verlangt Sorgfalt und Beweglichkeit

Den Titel Premium-Gärtnerei führt Thomas Ortmann seit dem Jahr 1996. Verliehen wird er vom Gartenbauverband Nord. Bewertet werden die Betriebe nach Kriterien wie Pflanzenqualität, Angebotsvielfalt und Sauberkeit. Wichtig ist auch, dass sich die Gärtnerbetriebe stets weiterentwickeln. Das will Ortmann nun mit der Investition in ein neues Gewächshaus.

„Wir wollen mit diesem Tag der offenen Tür das Frühjahr einläuten“, so Ortmann. Das Angebot ist schon in der Vergangenheit gut angenommen worden — zumal Ortmann zu diesem Anlass stets mit der Pflanze des Jahres im Norden aufwartet. „Diesmal ist es Käpt‘n Brise“, sagt er. „Das ist ein Ziersalbei, der meeresblau blüht, pflegeleicht ist und sich auch für den Balkon und die Terrasse eignet. Wer sie pflanzt, tut auch noch etwas Gutes für die Beine“, sagt der Gärtner.

Für all jene, die lieber etwas für sich tun wollen, hat der Gartenbauverband Nord in diesem Jahr auch ein Gemüse des Jahres gekürt. „Das ist das Cocktailtomaten-Duo Black Cherry und Sungold“, sagt Ortmann, und damit dürfte der Verband völlig richtig liegen.

„Es ist der absolute Trend, Gemüse selbst anzubauen“, sagt Ortmann, der in diesem Bereich eine zunehmende Nachfrage beobachtet hat. „Wir haben derzeit 20 Tomatensorten im Angebot und alle gehen gut.“

Der Anbau von Gemüse und Kräutern sei wieder modern geworden. „Die Leute haben einfach Freude daran, wenn sie sehen, wie die Pflanzen wachsen und wenn sie selbst ernten können.“ Das alles sei ja schließlich auch „kein Hexenwerk“, habe der Kunde erkannt, andererseits aber auch erfahren, „dass die Tomaten aus dem eigenen Anbau besser schmecken“, sagt Ortmann. „Sie können ja im Garten, auf dem Balkon und auf der Terrasse viel besser ausreifen.“ Diese neue Entwicklung „hat auf jeden Fall auch etwas damit zu tun, dass heute kaum noch ein Fernsehsender ohne Kochshow auskommt“, sagt der Gärtner, „und beim Kochen macht es Spaß, seine selbst gezogenen Kräuter zu verwenden. Auch Anja Ortmann bestätigt, „dass wir selten so viel Schnittlauch, Petersilie und andere Gewürze verkauft haben.“

Zu neuer Nachfrage in der Gärtnerei Ortmann führt nun auch verstärkt der Zuzug in die neuen Sanitzer Wohngebiete: „Viele legen sich ein Hochbeet an oder auch eine kleine Beetfläche mit Gemüse zum Naschen“, sagt Thomas Ortmann.

Die neue Nachfrage kann er auf jeden Fall decken. „Wir haben 3000 Quadratmeter in acht Gewächshäusern unter Glas“, sagt er, „in diesem Jahr kommt noch ein weiteres mit 280 Quadratmeter dazu.“

Entstehen wird es in der unmittelbaren Nähe des Verkaufsbereiches. „Dort werden die Pflanzen bis zum Verkauf stehen. Wir wollen damit die Produktion näher an die Kunden bringen“, so Ortmann: „Dabei legen wir den Schwerpunkt vor allem auf die Pflanzen, die wir hier selbst gezogen haben.“

Darauf dürfte die Kundschaft auch einen besonderen Wert legen, denn Thomas Ortmann hat 1992 den Traditionsbetrieb seines Großvaters, der ihn 1928 gegründet hatte, wieder belebt. Während der DDR-Zeit waren der Betrieb und die Flächen an die Gärtnerische Produktionsgenossenschaft verpachtet. „Grund und Boden allerdings war immer in Privatbesitz“, sagt Thomas Ortmann, der nach und nach alle Gewächshäuser neu aufgebaut und kräftig modernisiert hat. Das Unternehmen beschäftigt heute vier Mitarbeiter unter der Leitung von Thomas Ortmann in der Gärtnerei und sieben im Verkauf, der von seiner Frau Anja geleitet wird. Die Gärtnerei hat noch eine Außenstelle im Sanitzer Edeka-Markt.

Von Michael Schißler

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