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Von Whiskyfässern, blinden Spiegeln und Millionären

Stadtmitte Von Whiskyfässern, blinden Spiegeln und Millionären

Selbstständige und potentielle Existenzgründer trafen sich im OZ-Studio

Stadtmitte. Interessante Vorträge von klugen Leuten gab es gestern bei der Vortragsrunde Pitchlab im vollbesetzten Rostocker OZ-Studio. Damit die eigene Firma „in der freien Wildbahn überlebt“, riet Rechtsanwalt und Startup-Experte Thomas Bernarsch zum Beispiel jungen Existenzgründern, die „3K“ stets im Auge zu behalten: „Kalkulation, Kommunikation und Kontrolle“.

Das Rezept höre sich simpel an, werde aber häufig vernachlässigt, erklärte der Rostocker Fachanwalt für Arbeitsrecht.

IT-Fachmann Jörg Sinnig aus Pastow stellte „b.enterprise“ vor: Mit der nagelneuen, nach dem Verkauf der SIV-AG gegründeten GmbH wolle er helfen, „Ideen erfolgreich zu machen, eine Gründerszene in Mecklenburg-Vorpommern zu etablieren und die Wertschöpfung in der Region zu erhöhen“. Dazu böten er und seine Partner unter anderem Hilfe beim Entwickeln von Strategien, bei Finanzierungen und beim Management an. Arbeiten müssten die Firmenchefs jedoch alleine. Und stets das Ziel im Auge behalten: „Mindestens Millionär zu werden.“

Spontan zu einem Vortrag entschloss sich Kerstin Pfletscher aus Kösterbeck. Sie präsentierte ihr Geschäftsmodell „Dancing Hoops“ – Kurse und Workshops mit Hula-Hoop-Reifen. Sie baue die Sportgeräte selbst und überrede bei Partys auch stets die Männer, sich mit den Reifen auszuprobieren. Nach „zwei Bier“ sorge das regelmäßig für sehr viel Spaß.

Ebenfalls kurz entschlossen vor das mehrheitlich junge Publikum trat Stefan Goletzke. Der Rostocker versprach, dass seine Firma „Duschkraft“ das Ende der beschlagenen Badezimmer-Spiegel einläuten werde. Der von seinem Team entwickelte, noch nicht erhältliche Luftentfeuchter verbessere zudem die Energieeffizienz und verhindere die Schimmelbildung im Badezimmer. Erstmals öffentlich präsentiert wird das Gerät übrigens auf der Landesbaumesse RoBau vom 14. bis 16. Oktober in Rostock.

Und schließlich lud Tischlermeister und Präsident des Rostocker FC Nils Greese aus Laage, der über den Fußball zum Whisky kam und unter anderem aus ausgedienten Whiskyfässern exklusive Möbel baut, zu einem Exkurs in die Welt des Whiskys ein – inklusive Verkostung. Und er verriet, was ihm zu einem dringend nötigen Kredit verholfen hatte: „Ein Whisky mit dem Bankberater.“

Thomas Luczak

OZ

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