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Von einem Kochtopf zum anderen hüpfen

Stadtmitte Von einem Kochtopf zum anderen hüpfen

Das „Jumping-Dinner“ wurde 2004 ins Leben gerufen und findet am 11. Juni erstmals in Rostock statt / Anmeldungen noch möglich

Stadtmitte. Ein Abend — drei Gänge — 18 Teilnehmer. So präsentiert sich das sogenannte „Jumping-Dinner“. Ein Format, bei dem man von einem Gang zum nächsten und von einer Wohnung zur nächsten hüpft. Am 11. Juni findet es nun erstmals in Rostock statt. Mit dabei ist auch Katharina Müller.

Die 33-Jährige lebt erst seit zwei Jahren in der Hansestadt. „Wenn man in keinem Verein ist, keine Kinder und keine Hunde hat, ist es schwer, Leute kennenzulernen.“ Gerade solche Aktionen würden sich dafür ihrer Meinung nach anbieten. „Ich bin ein offener Mensch und möchte gern nette Leute dabei kennenlernen.“

Organisiert wird die Veranstaltung von Doreen Seifert. Die Rostockerin kennt das Format noch aus Berlin. „Ich habe dort eine Zeit lang gewohnt und war gleich zwei Mal dabei“, erklärt die 38-Jährige.

In der Hauptstadt wurde im Juni 2004 das „Jumping-Dinner“ auch ins Leben gerufen. Von dort breitete es sich in ganz Deutschland aus. „Ich dachte einfach, dass es genau das Richtige für Rostock ist“, erklärt Seifert.

Gekocht wird in Teams. „Man kann sich zu zweit anmelden oder sich einen Kochpartner zuteilen lassen“, sagt die Organisatorin. Diesen Weg will Katharina Müller gehen. Ob es ein Mann oder eine Frau ist, sei ihr egal. „Man kann immer Glück oder Pech haben“, sagt sie. Mit dem Überraschungs-Partner wird sie dann auch den Abend verbringen.

Und so geht‘s: Jedes Team bereitet entweder Vorspeise, Hauptspeise oder Dessert zu. Für einen Gang spielt man den Gastgeber für vier weitere Teilnehmer. Im Anschluss zieht man jeweils zu zweit zur nächsten Wohnung, wo schon vier neue Leute warten. Nach dem Hauptgang wieder ein Wechsel zum Dessert. Hier trifft das Team erneut vier weitere Rostocker. „Zum Schluss gibt es ein großes Zusammentreffen aller Teilnehmer im Besitos“, sagt Doreen Seifert.

Zwei Tage vor der Veranstaltung bekommen die Teilnehmer dann Bescheid, für welchen Gang sie verantwortlich sind. Dann seien der Fantasie keine Grenzen gesetzt. „Man kann gerade jetzt im Sommer auch einfach grillen“, schlägt Doreen Seifert vor.

Katharina Müller geht da ganz offen heran. Ihr ist es egal, für welchen Gang sie bestimmt wird. Noch sammelt sie Ideen. „Wenn ich die Hauptspeise bekomme, koche ich vielleicht grüne Soße aus Nordhessen. Das kennen bestimmt einige nicht“, sagt sie lachend. Für die gebürtige Kasslerin wäre es auch kein Problem, wenn jemand auf Fleisch verzichten möchte. „Ich habe selbst lang vegetarisch gelebt und würde eine Alternative bieten.“ Sie fände es schade, wenn jemand nicht mitessen könnte. „Wir fragen im Vorfeld, ob Vegetarier dabei sind und vermitteln das auch den Gastgebern“, sagt die Organisatorin. Teilnehmer sollten schon bei der Anmeldung Bescheid sagen, ob sie vielleicht sogar vegan leben oder Lebensmittelunverträglichkeiten haben. „Die Köche werden dann darauf vorbereitet.“

Auch wenn es noch eine Weile hin ist, ist Katharina Müller schon ein wenig aufgeregt. „Das ist ganz natürlich beim ersten Mal“, beruhigt Doreen Seifert. Sie weiß aus Erfahrung: Bei solchen Abenden wird Kochen schnell zur Nebensache. „Es ist einfach eine nette Möglichkeit, um ins Gespräch zu kommen“, sagt die Organisatorin.

2004 erstmals in Berlin

Das „Jumping-Dinner“ wurde 2004 erstmals in Berlin veranstaltet. Am 11. Juni kommt die Reihe nach Rostock. Weitere Termine: 6. August, 15. Oktober und 10. Dezember.

Angesprochen sind vor allem Rostocker zwischen 25 und 45 Jahren.

Die Teilnahmegebühr beträgt 26 Euro. Das große Abschlusstreffen findet im Besitos am Stadthafen statt. Hier ist ein Begrüßungsdrink inklusive. Anmeldung: www.jumpingdinner.de.

Von Johanna Hegermann

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