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Vorträge zur Industriegeschichte

Stadtmitte Vorträge zur Industriegeschichte

Arbeitskreis Hochseefischerei würdigt den Standort Marienehe

Stadtmitte. Der Standort Marienehe hat eine wechselvolle Geschichte und für die Rostocker Industriehistorie eine besondere Bedeutung. Daran will der Arbeitskreis Hochseefischerei mit einer vierteiligen Vortragsreihe in der Societät Maritim, dem ehemaligen Schifffahrtsmuseum in der August-Bebel-Straße, erinnern. Vor Kurzem fand der Auftakt statt.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Arbeitskreises, Helmut Jeske (74), eröffnete Dieter Lehmann (75), stellvertretender Vorstandsvorsitzender, die Reihe und sprach über das Karthäuser-Kloster Marienehe.

Gast am Abend war auch Volker Koos. Der Physiker referierte über den Flugzeugbau in Marienehe und den Industriestandort der Heinkel-Werke. „Ich wollte immer Flugzeugbau studieren, seitdem ich 14 Jahre alt bin, ist das mein großes Hobby“, sagte der 68-Jährige. Koos hat über die Jahre ein umfassendes Archiv erstellt, das er als Mitglied des Förderkreises für Luft- und Raumfahrt MV pflegt und erweitert.

Im Publikum saß der studierte Schiffsingenieur Ulrich Hagemann. Der 77-Jährige ist Mitglied des Vereins der Schiffsingenieure zu Rostock und froh über das große Netzwerk der Liebhaber für Schiffe und Seefahrt. „Die beruflichen Techniker untereinander freuen sich über derartige Veranstaltungen“, so Hagemann.

Ein ganz besonderes Anliegen hatte Ortschronist Helmut Aude. Der 74-Jährige setzt sich für Aufklärungsarbeit und die Würdigung der technischen Errungenschaften in der Flugzeugindustrie ein. „Ohne die Pionierleistungen des Erfinders Hans von Ohain wäre die gesamte moderne Flugtechnik nicht möglich“, appellierte Aude. Er erinnerte an die Benennung des Flughafenterminals Rostock-Laage zu Ehren Ohains.

Dieter Lehmann freute sich über die rege Teilnahme. „Die Werftarbeiter, Hochseefischer und Schiffselektroniker sind eine spezielle Truppe mit großem Zusammenhalt.“ Nur der Altersdurchschnitt sei zu beklagen. „Uns fehlt der Nachwuchs, wir würden uns sehr über jüngere Schiffsbegeisterte freuen“, sagt Lehmann, der selbst zur See gefahren ist.

Der zweite Teil der Vortragsreihe ist für das kommende Jahr geplant.Lea-Marie Kenzler

OZ

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