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Wald-Erlebnis: Lehrpfad nimmt Gestalt an

RÖVERSHAGEN Wald-Erlebnis: Lehrpfad nimmt Gestalt an

An 15 Stationen sollen Gäste Heide, Wald, Moor und Meer auf engstem Raum entdecken können

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Kreative Köpfe: Spielzeuggestalterin Katrin Kuhr (l.) und Forstamtsmitarbeiterin Angelika Stoll gestalten die Stationen des Pfades.

Quelle: Fotos: Mathias Otto

Rövershagen. 15 Stationen, verteilt auf zwei Strecken durch die Rostocker Heide: Zwischen Rövershagen und Graal-Müritz entsteht ein barrierearmer Entdeckerpfad. Das Motto „Da ist was los – Vielfalt im Wald“ verrät schon, was auf die Waldbesucher zukommen wird. Der erste Bauabschnitt ist fast fertig. Ende 2017 sollen alle Elemente an ihrem dafür vorgesehen Platz stehen. Stadtforstamtsleiter Jörg Harmuth geht sogar noch einen Schritt weiter und plant einen zusätzlichen Bahn-Haltepunkt.

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An 15 Stationen sollen Gäste Heide, Wald, Moor und Meer auf engstem Raum entdecken können

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Der Pfad ist aus dem Bundesprogramm „Hotspots der biologischen Vielfalt“ entstanden, rund 360 000 Euro Fördermittel gab es dafür. Einen Ideenwettbewerb dazu hat die Spielzeuggestalterin Katrin Kuhr aus Gotha gewonnen. Zusammen mit Angelika Stoll, die im Forstamt für den Naturschutz verantwortlich ist, bastelt sie seit einem Jahr an Ideen, wie der Wald erlebbarer gemacht werden kann. „Es wird an einem Halt ein Netz gespannt. Darauf können Kinder zum einen klettern, und andererseits bildlich erfahren, welches Netzwerk die Natur spinnt“, so die Planerin. An anderen Stationen soll der Tastsinn geschult werden. Ein Stück weiter steht die Waldapotheke mit wertvollen Hinweisen, welche Heilwirkung etwa Waldkräuter haben.

„Überall werden Informationstafeln aufgestellt sein. Dazu Sitzgelegenheiten. Und wir achten darauf, dass das Spielerische nicht zu kurz kommt. Wir wollen einen Erlebnispfad schaffen, der vom Kleinkind bis zu den Großeltern alle gleichermaßen beeindruckt“, so Katrin Kuhr. Knapp drei Kilometer lang ist dieser Abschnitt, der als Fußweg gedacht ist. „Einen Großteil der Stationen werden hier zu finden sein“, berichtet Angelika Stoll. Die zweite Tour ist knapp elf Kilometer lang und führt von Rövershagen bis an die Ostseeküste. „Heide, Wiese, Wald, Moor, Wasser, Küste und Meer kann auf engsten Raum erlebt werden. Dies ist ein Privileg, das nicht alle Waldgebiete haben“, sagt sie.

Ein paar Stationen stehen schon kurz vor der Vollendung, etwa die am ehemaligen Schießplatz. Wenn Besucher dort durch Röhren gucken, sollen sie die Macht der Natur entdecken. Auf einem Foto taucht der ehemalige Schießplatz auf. „Zieht man das Foto aus der Röhre, ist die Heide zu sehen, wie sie aktuell wächst. Man kann also beobachten, wie schnell sich die Natur ihre Gebiete zurückholt“, ergänzt Angelika Stoll. Stück für Stück sollen alle Stationen entstehen. Ende 2017, spätestens aber zum Stadtjubiläum, soll der Pfad fertig sein. „Es ist ein laufender Prozess. Während einige Sachen schon in Benutzung sind, werden andere noch gebaut“, so Jörg Harmuth. Für ihn ist dieses Projekt damit aber noch nicht beendet. Derzeit steht er in Verbindung mit der Deutschen Bahn. Er möchte eine Haltestelle direkt vor dem Erlebnispfad haben, wie es sie schon zu DDR-Zeiten gab. „Somit wäre die Chance da, direkt in die Natur zu fahren, ohne im Stau zu stehen“, meint er.

Zu Fuß oder auf dem Rad

Der Erlebnispfad ist zu Fuß (Drei-Kilometer-Strecke) oder mit dem Fahrrad (Elf-Kilometer-Strecke) erkundbar. Ein zentraler Rundgang im Wald wird mit Außenstationen um Themenaspekte wie Moor und Küste ergänzt. Ende 2017, spätestens zum Stadtjubiläum, soll der gesamte Pfad fertig sein.

Die biologische Vielfalt des Waldes soll ergänzend auf dem Handy zu erleben sein. Wenn die Arbeiten an den Stationen beendet sind, sollen sich die Besucher zusätzlich eine App auf ihrem Handy herunterladen können.

Mathias Otto

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