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Alltagshilfe für Senioren

Warnemünde Alltagshilfe für Senioren

Firma bietet Unterstützung und Betreuung für die ältere Generation an

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Katharina Finck hilft Gertrud Knaack.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. Gertraud Knaack (83) hatte sich lange auf den Spaziergang in Warnemünde gefreut, doch allein wäre sie nie losgegangen. Jetzt hat sie Hilfe: Katharina Finck von der Firma SFH begleitet sie. „Das hätte ich mal eher machen sollen“, sagt Gertraud Knaack. Sie ist sich sicher: Es wird nicht das letzte Mal sein, dass sie die Firma um Hilfe bittet. Spätestens zum Gardinen abnehmen zu Hause. Und auch für den Umzug im Herbst. „Und wer weiß“, sagt sie. „Spazierengehen werde ich bestimmt noch öfter.“

Hilfe steht vielen zu

Die Landesverordnung über niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote, ehrenamtliche Strukturen und Selbsthilfe wurde 2015 geändert und ermöglich nun viel mehr Menschen die Nutzung der Angebote (kurz: „BetrAngLVO M-V“).

SFH steht für „Service für Firma und Haushalt“, Katharina Finck (37) ist die Geschäftsführerin des Unternehmens, das seit 24 Jahren am Markt ist. Bislang konzentrierten sich die 17 Mitarbeiterinnen auf die sogenannten „haushaltsnahen Dienstleistungen“, wie die Chefin erzählt: Einkäufe, Hilfe bei der Hausarbeit, putzen. „Doch seit einem Jahr bieten wir auch die ,niedrigschwelligen Betreuungs- und Entlastungsangebote’ an“, erläutert Katharina Finck. „Hilfe im Alltag. Überall, wo sie sinnvoll ist.“

Möglich geworden ist der Service auf Grundlage der Landesverordnung zur „Erprobung neuer Versorgungskonzepte“. Mitarbeiter regulärer Pflegedienste – nur sie durften bislang Betreuungsleistungen anbieten – haben dafür nur selten Zeit. Durchschnittlich nur sieben Minuten stehen pro Patient zur Verfügung. Zeit für ein Gespräch, die Begleitung zum Arzt, für Besorgungen rund um den Haushalt haben die Pflegekräfte kaum.

Vor einem Jahr hat die Firma SFH den Anerkennungsbescheid vom Landesamt für Gesundheit und Soziales bekommen. Seitdem darf sie für Pflegebedürftige ab der sogenannten Pflegestufe „0“ haushaltsnahe Dienstleistungen und Alltagsbegleitung anbieten und mit den Kostenträgern abrechnen. Für die Senioren praktisch zum Nulltarif: Zwar stehen jedem Pflegebedürftigen seit Änderung der Pflegegesetze ab Pflegestufe Null monatlich 104 Euro für solche Hilfen zu, doch das Geld fließt nur, wenn diese Leistungen in Anspruch genommen werden. „Vier- bis fünf Stunden Hilfe, die wir geben können“, sagt Finck.

Die Anerkennung vom Sozialamt gab es für die SFH nicht „einfach so“. „Wir müssen viele Auflagen erfüllen, haben Nachweis- und Kontrollpflichten und müssen uns und unsere Mitarbeiter ständig qualifizieren“, sagt die SFH-Chefin. „Aber das machen wir gern.“ Überhaupt definiere sie SFH anders: seriös, freundlich, herzlich.

Problematisch sei, dass viele Senioren ihre Rechte nicht kennen oder nicht wissen, wie sie ihnen zustehende Leistungen abrufen können. Manchmal sei es auch Schamgefühl, nicht jeder gebe gerne zu, eine „Pflegestufe“ zu haben. „Aber auch hier helfen wir“, sagt Katharina Finck. „Einfach anrufen und ein Gespräch vereinbaren.“

Kontakt: ☎ 0381/66630545

OZ

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