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Am Strand stehen erste Umkleidekabinen

Warnemünde Am Strand stehen erste Umkleidekabinen

Badevergnügen und Strandkultur ändern sich / Kabinen werden gut angenommen / Neue Angebote erlauben Menschen im Rollstuhl das Baden in der Ostsee

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Matthias Treichel hat am Strand von Warnemünde zwei Umkleidekabinen aufgestellt. Sie werden gut angenommen.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Wer an der Ostsee groß geworden ist, steht etwas fassungslos vor den ersten Umkleidekabinen am Warnemünder Strand. Doch es gibt sie. Sie stehen bei der „Strandoase“ – jeweils eine für Frauen und eine für Männer.

Körbe stehen überall

1850 Strandkörbe stehen am Warnemünder Strand, davon 1300 für die Vermietung. 550 Körbe gehören Einzelnen oder Hotels.

12 Strandkorbverleiher gibt es insgesamt im Ostseebad. Man findet sie überall, verteilt an 18 Strandaufgängen.

„Sie sind ein Muss, es geht nicht mehr ohne“, sagt Matthias Treichel (50), Betreiber der „Standoase“ und Verleiher von 300 Strandkörben. Marktführer eben. Damit das so bleibt, hat er zwei Kabinen gekauft. Sie kommen aus Bulgarien und kosten 1500 Euro das Stück.

Treichel hat schon vor Jahren in eine eigene Toilette am Strand investiert. „An Badetagen war sie zunehmend über längere Zeit von Großfamilien blockiert, die sich dort umgezogen haben“, erzählt Treichel. Andere, die förmlich hinein gemusst haben, kamen so nicht auf die Toilette. Vom Verlust der Einnahmen ganz zu schweigen. Darum hat er jetzt Umkleidekabinen gekauft. „Sie werden gut angenommen“, berichtet er. Badegäste aus dem arabischen Raum, ältere Strandbesucher und Jugendliche auf der Schwelle zum Erwachsenwerden nutzen sie.

Dafür wurden die Kabinen angeschafft und nur dafür, denn es gab schon „Missverständnisse“ als sie zu Toiletten umfunktioniert wurden. Darum stehen sie jetzt dicht an der „Strandoase“. So habe das Personal die Kabinen im Blick und könne auch helfen, wenn es notwendig ist.

Die Hilfsbereitschaft ist bei Franziska und Matthias Treichel ohnehin ausgeprägt. Als erster Anbieter hat die Familie auf eigene Kosten einen rollstuhlgerechten Weg bis zum Wasser verlegt. Seit 2004 gibt es diesen festen Weg. Seitdem müssen Rollstuhlfahrer nicht mehr hinter den Dünen umdrehen.

Für Menschen mit Behinderungen stehen zudem spezielle Strandkörbe, ein Strand- sowie ein Baderollstuhl zur Verfügung. Sie sind kostenfrei. Häufig kämen Anfragen aus den Hotels, ob es bei uns den Baderollstuhl gebe, erzählt Treichel. Die Rollstuhlfahrer kämen im Regelfall mit einem Angehörigen oder einem Pfleger. „Kommen sie allein, helfen wir“, sagt Matthias Treichel.

Seit 2000 vermieten Treichels Strandkörbe in Warnemünde. Sie träumen davon, in einem winterfesten Haus das ganze Jahr über Gastronomie am Strand anbieten zu können. Dazu muss es erst den Bebauungsplan (B-Plan) „Strand“ geben. Er lässt auf sich warten. „Ich bin wohl der Einzige, der noch daran glaubt“, so Treichel. Seit Anfang des Jahres gibt es einen neuen Versuch, ihn zu erarbeiten.

Thomas Sternberg

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