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Markgrafenheide Auf Krötenfang in der Rostocker Heide

Bundesfreiwillige helfen im Stadtforst / Viele Aufgaben für junge Leute

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Bei Torfbrücke sammeln Leonard Masermann, Jakob Najmi und Richard Lehmann (v. l.) regelmäßig Kröten ein, um sie dann zu ihren Laichgewässern zu bringen.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Markgrafenheide. In diesen Tagen sind sie früh unterwegs, die Bundesfreiwilligen, die im Forstamt der Hansestadt Rostock ihren Dienst versehen. „Sie sind jetzt mit dem Krötenschutz beschäftigt“, sagt Harald Fehring, der Forstwirt leitet die jungen Männer an. „Es geht jetzt darum, die Kröten sicher zu ihren Laichgewässern zu bringen. Deswegen hat das Stadtforstamt in Torfbrücke, in Hinrichshagen und in Wiethagen an den dortigen Straßen Krötenschutzzäune aufgestellt, damit die Tiere nicht überfahren werden. Täglich leeren die jungen Männer im Bundesfreiwilligen Dienst, kurz Bufdis genannt, die Fangeimer hinter den Krötenschutzzäunen. Bei Torfbrücke sind es immerhin 24 davon. Allein mit dem Fangen ist es aber nicht getan, „wir bestimmen das Geschlecht und Alter der Tiere und registrieren ihre Anzahl, bevor wir sie in ihren Laichgewässern wieder aussetzen“.

OZ-Bild

Bundesfreiwillige helfen im Stadtforst / Viele Aufgaben für junge Leute

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Über die Mitarbeit der jungen Männer – das Stadtforstamt hat vier Stellen für Bufdis – freut sich auch Roger Kähler, Förster im Revier Schnatermann. Sie sind ihm zugeordnet. „Sie sind unsere schnelle Eingreiftruppe“, sagt der Förster. Mit Harald Fehring (25) lässt er einen junge Mitarbeiter die Bufdis betreuen, „damit es vom Alter her auch hinkommt“. Die Bundesfreiwilligen kümmern sich aber nicht nur um die Kröten. „Sie sind auch da, wenn es um Unfallwild geht“, sagt Kähler, „wir setzen sie bei Transportarbeiten ein, und sie sind da, wenn mal ein Baum über der Straße liegt.“ Außerdem kümmern sie sich um wilde Camper und um Autofahrer, die unberechtigt im Wald unterwegs sind. Auch ein Mädchen gehört zu den Bundesfreiwilligen des Stadtforstes. „Sie arbeiten dann häufig am Computer und erstellen beispielsweise Statistiken“, sagt Kähler, „aber draußen sind sie natürlich auch.

Kähler freut sich über die Mitarbeit der jungen Leute – und sucht schon für 2017/2018 Bufdis für seinen Bereich. Jungen Leuten, die zwischen Schule und Ausbildung oder Studium eine Pause machen wollen und sich in einem anderen Bereich umsehen möchte, rät er, sich möglichst schnell zu bewerben: „Dann gibt es auch mit Sicherheit eine Stelle.“

Ein Job im Grünen

Einen Bufdi sucht das Stadtforstamt Rostock ab 1. Juli, drei weitere Stellen sind ab dem 1. August zu besetzen. Wer sind für die Aufgaben im Stadtforstamt interessiert, kann sich an Revierförster Roger Kähler wenden, er ist unter roger.kaehler@rostock.de oder unter der Telefonnummer 038208/29024 zu erreichen. Für die freiwillige Arbeit im Wald gibt es 330 Euro Taschengeld, die Hansestadt zahlt noch zusätzlich eine Sachpauschale in Höhe von 200 Euro. Die Arbeitsbekleidung wird den Bundesfreiwilligen komplett vom Forstamt gestellt.

Michael Schißler

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