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Markgrafenheide Bald kostenlos über den Neuen Strom?

Stadtplaner stellen Visionen für Hohe Düne und Markgrafenheide vor

Markgrafenheide. /Hohe Düne. Auf der Düne mit Seeblick vom Fähranleger bis nach Markgrafenheide wandern? Ein neues Parkhaus oder Wohnhäuser zwischen Ostsee und Breitling?

Ein Fußweg mit Bänken am Ostufer des Neuen Stroms, Schiffe gucken inklusive? Mit gleich zwei Planungsdokumenten für die künftige Gestaltung von Hohe Düne und Markgrafenheide setzte sich der Ortsbeirat „Heide“ auf seiner jüngsten Sitzung auseinander. Anja Epper, Sachgebietsleiterin im Rostocker Amt für Stadtplanung, und Manfred Oehler, Planer im Büro für Stadt- und Regionalentwicklung (BSR), stellten die bisherige Arbeit am Strukturkonzept für Warnemünde und am Rahmenplan für Markgrafenheide vor.

Dass das Strukturkonzept für Warnemünde, das derzeit aktualisiert wird, durchaus Auswirkungen auf Hohe Düne hat, machte Manfred Oehler klar. „Planerisch hängen beide Orte rechts und links des Neuen Stroms eng zusammen“, sagte der Stadtplaner. Das sei schon immer so gewesen. Bei den gegenwärtigen Planungen für Warnemünde ginge es auch darum, die Ortseingänge zu gestalten. „Damit ist Hohe Düne als Zugang von Osten mit im Boot“, sagte Ohler. „Auch in Sachen Wohnungsbau kommt Hohe Düne mit ins Spiel.“ Spätestens dann käme aber die Überquerung des Seekanals ins Blickfeld. „Man wird endlich über die Kosten für die Fähre für die Anwohner nachdenken müssen“, sagte Oehler.

„Das müsste normalerweise kostenlos sein“, betonte Beiratsmitglied Dieter Mergelkuhl. Eine alte Forderung, die der Ortsbeirat seit Jahren immer wieder aufmache. Unverständlich für ihn, in einer Stadt, die fahrradfreundlich sein wolle und auf Alternativen zum Auto setze: „Die Überfahrt für zwei Personen im Auto ist billiger, als für zwei Radfahrer.“

Parallel zum Strukturkonzept für Warnemünde arbeiten die Stadtplaner am Rahmenplan für Markgrafenheide. Der Leitfaden für die Ortsentwicklung ist fast 20 Jahre alt und sollte bereits mehrfach fortgeschrieben werden. Anläufe 2012 und 2014 verliefen im Sande. Jetzt aber ist der planerische Ehrgeiz da. „Zeitgleich mit dem Warnemünder Konzept sollen die Unterlagen im kommenden Jahr in die Bürgerschaft“, sagte Stadtentwicklerin Anja Epper. Schwerpunkte werden Wohnen, Ferienwohnungen und Verkehr sein, und dazu die touristische Infrastruktur: Strandzugänge, Radwege, Parkplätze.

„Das wollen wir alles mit enger Beteiligung der Bürger tun“, versicherte Stadtplaner Wolfgang Oehler. Dazu werde es im November oder Dezember ein Bürgerforum geben, anschließen werde sich eine Analysephase. „Da wollen wir erarbeiten, wohin die Reise gehen soll“, sagte der Stadtplaner. Ab Januar seien Bürgerwerkstätten geplant, alle Termine würden rechtzeitig veröffentlicht.

Rahmenplan für Markgrafenheide entsteht neu

Ein erster Rahmenplan für Markgrafenheide entstand bereits 1997. Das Dokument wurde erstmals 2002 aktualisiert und sollte bereits mehrfach fortgeschrieben werden. Anläufe dazu gab es 2012 und 2014.

Schwerpunkte der jetzt geplanten Fortschreibung sind die Entwicklung und Aufwertung des Ortskerns, der Umgang mit den sogenannten Potenzialflächen für den Wohnungsbau und die eventuelle Ausweisung neuer Wohnstandorte, der Schutz der Naturräume, die Tourismusentwicklung einschließlich der Strandzugänge, Ferienwohnungen und Toiletten, sowie die Entwicklung von Parkplätzen, Radwegen, Freiflächen und Grünanlagen.

Fertig sein soll der Plan im Sommer. Noch dieses Jahr findet eine Ortsbegehung und ein Bürgerforum statt, im Januar sind Bürgerwerkstätten geplant.

Klaus Walter

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