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Blick auf den Windpark – bevor er steht

Warnemünde Blick auf den Windpark – bevor er steht

Forscher wollen wissen, wie Anwohner und Urlauber über Anlage vor der Küste denken

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Friedrich Thyssen (v.l.), Marcello Marini, Alexander Fischer, Gundula Hübner, Mira Groos und Johannes Pohl haben gestern den Visualisierungsdom und das Informationszelt eingerichtet.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Wer wissen will, wie ein Windpark vor der Warnemünder Küste aussieht, wie er sich im Landschaftsbild darstellt, kann dies jetzt sehr anschaulich erfahren. Vor dem Hotel am Leuchtturm an der Promenade steht ein geräumiges Zelt. Dort wird heute, Sonnabend und Sonntag eine weltweit einmalige Visualisierung von küstennahen Offshore-Windparks präsentiert.

Premiere in Deutschland

Das Zelt vor dem Hotel am Leuchtturm ist ein Visualisierungsdom. Er ermöglicht Besuchern den Blick auf ein 180-Grad-Landschaftspanorama. In Deutschland wurde er jetzt erstmals in Warnemünde aufgebaut.

In dem Visualisierungsdom wird die Küste mit dem möglichen Windpark vor Warnemünde gezeigt, vergleichbar mit einem 180-Grad-Kino. Der Blick auf die See erfolgt zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten – auch ein virtueller Ballonflug über den Park ist möglich.

„Die Grundidee ist, wie man die Bevölkerung in Großprojekte einbeziehen kann“, sagt Professorin Gundula Hübner von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Sie leitet das Projekt. Anwohner und Urlauber wollen jedoch nicht nur wissen, wie sieht der Park aus, wenn er im Wasser steht, kann ich das akzeptieren oder nicht. Sie wollen auch wissen, wie sinnvoll tatsächlich so ein Windpark ist, so Gundula Hübner. Was sie davon halten, können sie dann sofort den Studenten im Zelt in den Fragebogen diktieren.

Erstmals in Deutschland wird die von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich entwickelte Visualisierung gezeigt. Das Dom-Projekt und die begleitende Befragung ist Teil eines großen Forschungsvorhabens. Gemeinsam wollen die Universitäten Halle und Zürich sowie die Technische Universität München wissen, ob es eine soziale Akzeptanz von küstennahen Windparks gibt. Am Beispiel der Offshore-Windparks will man letztlich sehen, wie es generell bei technischen Großprojekten um den Zuspruch bestellt sei.

„Wir sind sehr gespannt, welche Wirkung die Darstellung auf die Besucher hat“, sagt Antje Hansch vom Tourismusverband des Landes. Der Tourismusverband, das Wind-Energy Network und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung sind Partner des Projektes.

Gundula Hübner hat gestern in Warnemünde ausdrücklich betont, dass es allein darum gehe, empirisch verlässliche Daten zu sammeln. „Wir sind niemandem verpflichtet, wir sind nicht Bestandteil eines Planungsprozesses, alle unsere Ergebnisse werden veröffentlicht“, sagt die Professorin.

Die Forschung wird gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung in Schwerin. Vom 11. bis 13. August wird der Visualisierungsdom in Zingst aufgebaut.

Öffnungszeiten: heute von 9 bis 18 Uhr und am 6. und 7. August von 9 bis 20 Uhr.

Thomas Sternberg

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