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Bürger sammeln Ideen für ein attraktives Markgrafenheide

Markgrafenheide Bürger sammeln Ideen für ein attraktives Markgrafenheide

Bürgerforum gut besucht / Ortsbeirat will Bolzplatz und Kleingärten sichern

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Volker (64) und Birgit (63) Lippold aus Weimar genießen die gute touristische Infrastruktur, die die Rostocker Heide bietet.

Quelle: Foto: Ove Arscholl

Markgrafenheide. Es ging um die Fortschreibung des Rahmenplanes für das Seebad Markgrafenheide – „und dazu war der Raum der Freiwilligen Feuerwehr proppevoll“, sagte gestern Wolfgang Oehler vom Büro für Stadt- und Regionalplanung, der im Auftrag der Hansestadt die Fortschreibung gemeinsam mit dem Amt für Stadtplanung umsetzt.

 

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„„Die drei Kleingarten- anlagen in Markgrafenheide müssen komplett zu Dauer- kleingärten erklärt werden. Sie sind für unseren Ort strukturbestimmend und für die Menschen wichtig.“Jürgen Dudek, Ortsbeiratsvorsitzender

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„Dieses Bürgerforum war der Auftakt dazu“, fügte Oehler hinzu. Man habe bei der Zusammenkunft deutlich gemacht, „dass es sich bei dem Rahmenplan um ein Bindeglied zwischen dem Flächennutzungsplan und dem Bebauungsplan handelt.“ Ein solcher Rahmenplan sei erstmals im Jahr 2002 erarbeitet worden.

Für die nun anstehende Aktualisierung „hatte der Ortsbeirat bereits vorgearbeitet“, sagte der Stadtplaner. Ihm seien rund 40 Vorschläge für die Gestaltung des Ortes gemacht worden. „Das geht natürlich auch um Müllbehälter und um Strandzugänge, aber auch um die Gestaltung der Ortsmitte.“ Man wolle mit allen Gespräche führen. Das Angebot gelte auch für die Ortsteile Wiethagen, Torfbrücke und Hohe Düne. Hohe Düne sei zwar bereits in das Strukturkonzept für Warnemünde eingearbeitet, „ist originär jedoch in Markgrafenheide angesiedelt.“ Bei diesem ersten Schritt der Bürgerbeteiligung habe man junge und alte Bürger ebenso ansprechen wollen wie die dort angesiedelten touristischen Unternehmen.

„Wir wollten kein fertiges Konzept vorlegen, gerade um den Anwohnern zu signalisieren, dass sie sich mit ihren Wünschen und Ideen beteiligen können“, sagte Oehler, der darauf hinweist, dass „wir mit der Verwaltung schon im Vorfeld des Bürgerforums Gespräche geführt haben“. Dies habe dann auch zu einer „konstruktiven Diskussion geführt“.

„Die Vorschläge werden nun zunächst einmal sortiert“, sagte gestern Jürgen Dudek, Vorsitzender des Ortsbeirates in Markgrafenheide. „Die Veranstaltung hat Maßstäbe für die Bürgerbeteiligung gesetzt“, fügte er hinzu.

Der Ortsbeiratsvorsitzende hatte aus Sicht seines Gremiums einiges an Vorschlägen beizusteuern. „Die drei Kleingartenanlagen müssen komplett erhalten bleiben“, sagte Dudek, „und sie müssen als Dauerkleingartenanlagen ausgewiesen werden.“ Aus seiner Sicht „sind die Gärten in Markgrafenheide strukturbestimmend“.

Wichtig ist Dudek außerdem, dass kommunales Gelände für den Stadtteil Markgrafenheide dauerhaft gesichert wird. „Wir hatten in der Ortsmitte in der Nähe des Netto-Marktes ein solches Grundstück für den Gemeinbedarf“, so Dudek. Dieses Grundstück sei jedoch verkauft worden und soll demnächst bebaut werden. Die kommunale Fläche sei jedoch für den Bau eines Veranstaltungsplatzes vorgesehen gewesen – außerdem für den Bau einer Schule. „Wenn sie denn wieder wichtig wird“, sagte der Ortsbeiratsvorsitzende, der gleichzeitig darauf hinwies, „dass die Zahl der Kinder im Ort in den vergangenen Jahren wieder stark zugenommen hat.“

Um sich den Wunsch nach einem Festplatz und eventuell einer Schule erfüllen zu können, setzt sich Dudek dafür ein, das unbebaute Grundstück hinter dem Feuerwehrgebäude zu sichern und vorerst als Bolzplatz zu nutzen: „Es ist das letzte Grundstück in Markgrafenheide, das noch im Besitz der Stadt ist.“

So geht es mit dem Rahmenplan weiter

Der Rahmenplan geht nun auf seinen weiteren Weg. Stadtplaner Wolfgang Oehler will nun all die Vorschläge, die an ihn und das Stadtplanungsamt herangetragen wurden, in ein Konzept einarbeiten. Das wird in verschiedenen Rubriken geschehen. So wird das Konzept einmal „Wohnungsbau und Stadtgestaltung“ umfassen. Außerdem wird ein Punkt der touristischen Entwicklung gewidmet werden, ebenso dem ruhenden und dem rollenden Verkehr in Markgrafenheide. Als vierte Rubrik wird es um „Natur, Umwelt und Umweltschutz“ gehen. Dieses Papier geht dann im Mai in den Ortsbeirat, anschließend wird es noch einmal im Juni im Bürgerforum diskutiert und kommt im September auf die Tagesordnung der Bürgerschaft.

Michael Schißler

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