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Denkmal für Markgraf

Markgrafenheide Denkmal für Markgraf

Bildhauer Wroost arbeitet an Woldemar-Skulptur

Markgrafenheide. Die Witwe des Markgrafen von Brandenburg Waldemar erfüllte seinen Wunsch, dass er nach seinem Tode in der Rostocker Heide beerdigt werden möge. Dies geschah nach einem Jagdunfall am 14. August 1319. Sein Grab wurde nie gefunden. So weit die Sage, der der Holzbildhauer Harald Wroost für seine fast fertige Skulptur des Waldemar, auch Woldemar genannt, nachging.

Gegenüber dem Forsthaus Markgrafenheide ist Geschichte gegenwärtig. Überlebensgroß steht Borwin III. am Rande der Rostocker Heide. Auf dem Gelände der Warnow-Personenschifffahrt Kammel entstand 2014 der hölzerne Schnatermann. „Er ist ein Blickfang für die Gäste, die mit dem Mississippi- Raddampfer ankommen“, sagt Reeder Reinhard Kammel. Seine Anregung, den Markgrafen, Namensgeber des Heidefleckens und des späteren Ortes, mit einer Skulptur lebendig werden zu lassen, fiel bei Wroost auf fruchtbaren Boden.

Kammel erwarb den 150 Jahre alten Eichenstamm vom Stadtforstamt, Wroost ließ 2014 die ersten Späne fliegen. „Es gab keine authentischen Darstellungen des Kurfürsten“, sagt Wroost. „Klein von Person, von feiner Gestalt, als junger Edelmann mit Federkopfputz. Er war prunksüchtig und mit Ritterrüstung war er ein kämpferischer Mensch: So habe ich ihn dargestellt.“ Schwert und Schild, dazu das brandenburgische Wappen vervollständigen die Skulptur.

Jetzt ist Wroost erneut auf Spurensuche gegangen. „In den kriegerischen Zeiten des 14. Jahrhunderts prallten immer wieder dänische, schwedische, mecklenburg- herzögliche und markgräflich- brandenburgische Truppen aufeinander“, sagt er. 1311 war Markgraf Waldemar der Große, seit 1308 Alleinherrscher von Brandenburg, Oberlehnsherr Rostocks.

Um die Rostocker zu demütigen, lud er zu einem Turnier zu Pfingsten 1311 nach Rostock ein. Die Stadtoberen machten die Tore zu. Das Turnier fand östlich Rostocks statt. „Sechstausend Ritter und unzählige Gaffer, auch geistliche Fürsten erlebten sechs Tage lang Ritterspiele, Gelage und Gauklerspiele“, hat Wroost ermittelt. Ein solch glänzendes Turnier, das sich bis in die Rostocker Heide erstreckte, hatte es in Europa noch nicht gegeben. „Dem Anführer einer der beiden Turnierparteien, dem Markgraf Waldemar, der der Örtlichkeit den Namen gab, werden wir nun ein Erinnerungsdenkmal setzen“, so Wroost.

Jürgen Falkenberg

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