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Der nächste Schritt auf dem langen Weg zum Stellplatz

Warnemünde Der nächste Schritt auf dem langen Weg zum Stellplatz

Ob mit oder ohne Investor: Ortsbeirat und Bürgerschaft wollen die Voraussetzungen für den Bau eines regulären Wohnmobilplatzes in Warnemünde schaffen

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Caravaning mit Schiffegucken: Bei Wohnmobilisten sehr begehrt ist der Wiro-Parkplatz auf der Mittelmole.

Quelle: Klaus Walter

Warnemünde. Heute ist er wieder Thema im Ortsbeirat: der Wohnmobil-Stellplatz im Warnemünder Weidenweg. Eigentlich sind die Planungen dafür längst durch. Im März 2012 war der „Bebauungsplan Nr. 01.SO.151 für das Sondergebiet Wohnmobilplatz Warnemünde“ in Kraft getreten. Doch ein Jahr später erklärte das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald den Plan aufgrund eines „Bekanntmachungsmangels“ für unwirksam — und machte auf „potenzielle Mängel“ in der Bewertung der Bürgerhinweise im Zuge des Auslegungsverfahrens aufmerksam. Jetzt liegt der Bebauungsplan in einer Neufassung vor, im Juni will die Bürgerschaft entscheiden.

Lange herrschte Stillstand in Sachen Wohnmobil-Stellplatz. Die Planungen auf dem Gelände der ehemaligen Mülldeponie im Weidenweg lagen auf Eis. Noch im September schickte der Warnemünder Ortsbeirat deshalb deutliche Worte in Richtung Rostocker Rathaus. „Wir sind höchst verärgert“, sagte Ortsbeiratsvorsitzender Alexander Prechtel damals. Das Fehlen eines Wohnmobilstellplatzes sei ein massives Manko für das Ostseebad. Prechtel: „Die Stadt muss endlich handeln.“

Das hat sie nun offenbar getan. Heute Abend ist der Warnemünder Ortsbeirat das erste Gremium, das sich mit der Neufassung des Bebauungsplanes auseinandersetzen wird. Die Verwaltung versichert in der neuen Beschlussvorlage, „die vorgebrachten Anregungen von den Bürgern sowie die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange erneut geprüft“ zu haben. Die Abwägungsregelung der Anregungen der Bürger sei nun „ausführlicher begründet“ worden. Die Abwägungsentscheidung vom Februar 2012 bleibe jedoch „inhaltlich unberührt“, heißt es.

Tatsächlich geht die Verwaltung in der Anlage zur Beschlussvorlage auf 29 Seiten Papier auf annähernd jeden einzelnen Einwand ein, den die Bürger im Zuge des Auslegungsverfahren 2010 gemacht hatten.

Damals wurde Sorge um den wachsenden Verkehr laut. Alle Alternativen seinen geprüft und neu bewertet worden, heißt es nun. Auch der Garagenkomplex im Weidenweg bleibe erhalten. Der grenze zwar an den Wohnmobil-Stellplatz an, sei jedoch nicht überplant worden. Zudem wurde die Nutzung der Garagen bis Ende 2020 zugesichert, danach solle dort ein Gewerbegebiet entstehen. Auch die Entscheidung gegen den Alternativstandort Rohrmannsche Koppel ist klarer begründet. Im Kern: keine Standortvorteile, außerdem gingen Pkw-Parkplätze verloren.

„Die Mängel sind in der Neufassung geheilt“, sagt Ortsbeiratschef Prechtel und hofft auf eine baldige Entscheidung. „Es gibt keinen vernünftigen Grund, ihn nicht zuzulassen.“ Bleibt das Problem, dass ein Investor fehlt. Prechtel: „Ob mit oder ohne Investor: Wir müssen die Voraussetzungen schaffen, damit ein Stellplatz gebaut werden kann.“

Wohnmobilisten nutzen den Parkplatz Mittelmole

Der Parkplatz Mittelmole ist bei Wohnmobilisten auf Grund seiner sehr Lage direkt am Seekanal sehr begehrt. In einschlägigen Internetforen kritisiert wird jedoch der hohe Stellplatzpreis (aktuell 17,50 € pro Tag) bei gleichzeitigem Fehlen von Sanitäranlagen, Strom- und Wasserversorgung. Laut Wiro-Sprecherin Dagmar Horning ist der Platz aber „kein ausgewiesener Caravan-Platz, sondern ein reiner Stellplatz“. Das zeigt sich jetzt auch auf der Preistafel. Dort wird nicht zwischen Pkw und Wohnmobilen, sondern nur zwischen Fahrzeugen „bis“ und „über 1,90 Metern Höhe“ unterschieden.

Von Klaus Walter

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