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Die Wilhelmshöhe geht an die nächste Generation

Die Wilhelmshöhe geht an die nächste Generation

Barbara und Wolfgang Soyk übergeben das traditionsreiche Ausflugslokal an ihre Tochter / Großes Sommerfest zur Übergabe am 28. Juli / Foto- und Gedichte-Wettbewerb

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Barbara (65) und Wolfgang (73) Soyk übergeben ihr Haus Wilhelmshöhe an Tochter Katharina (36).

Quelle: Klaus Walter

Diedrichshagen. Seit 1890 gibt es Gastronomie auf der Wilhelmshöhe westlich von Warnemünde. Die vergangenen 20 Jahre davon im neuen Haus und dank des Engagements von Barbara (65) und Wolfgang (73) Soyk. Sie haben 1996 ihr Hotel und Restaurant „Wilhelmshöhe“ eröffnet und die Gastronomiegeschichte, die jeder Rostocker kennt, fortgeschrieben. „Nun wird es Zeit für uns, loszulassen“, sagt Wolfgang Soyk. Die Übergabe des Hauses an Tochter Katharina im Juli soll groß gefeiert werden – mit allen Warnemündern, Rostockern und den Stammgästen, ob jung oder schon älter geworden.

 

OZ-Bild

Die Wilhelmshöhe um 1890 noch vor Aufforstung des Küstenwalds.

Quelle:

Das mit den 20 Jahren stimmt nicht ganz: Für Barbara Soyk zählen die Jahre länger. Sie, Gastronomin von der Pike auf mit Lehr- und Arbeitsjahren im Hotel „Neptun“ und auf dem DDR-Urlauberschiff „Völkerfreundschaft“, hatte bereits 1990 den Imbiss im alten Ausflugslokal auf der Wilhelmshöhe wiedereröffnet, den die Konsumgenossenschaft 1987 geschlossen hatte. Deshalb fiele ihr das Loslassen wohl auch ein bisschen schwerer, sagt Wolfgang Soyk.

Aber auch er weiß, dass er nach der Übergabe der Geschäfte im Juli noch immer gerne im Haus sein und helfen werde. „So ist das nun mal in einem Familienbetrieb“, sagt er. Und so ist es all die Jahre gewesen: Von Montag bis Montag, 12 Stunden pro Tag. Dabei immer bemüht, sozial und familiär gegenüber den Mitarbeitern zu sein, allen ganzjährig Arbeit zu bieten. „Viele sind gerne geblieben“, sagt Barbara Soyk. Und gewachsen ist der Mitarbeiterstamm auch: 10 waren es beim Start vor 20 Jahren, 26 sind es jetzt. „Das ist unsere Familie“, sagt sie.

Auch wenn die offizielle Eröffnung im November 1996 war, soll das 20. Jubiläum am 28. Juli gefeiert werden. Das hat seinen Grund: Noch mitten im Baugeschehen hatten die Soyks einer Reisegruppe zugesagt, eine Ferienwoche im dann neuen Hotel zu verbringen. Nicht ahnend, wie hart der 1995er, 1996er Winter sein würde. Trotzdem empfingen sie ihre Gäste im Juli, die Verständnis für manch Provisorium hatten. „Aber dann haben wir schnell wieder zugemacht, bis alles fertig war“, erinnert sich Wolfgang Soyk. Trotzdem: Die Episode liefert genug Gründe, das 20. Jubiläum im Sommer zu feiern, an einem möglichst sonnigen Sommertag, wie es sich alle Ausflügler, Urlauber und Gäste aus dem Rostocker Hinterland wünschen. Und es soll ein besonderes Fest werden, das vor allem die lange Geschichte des Hauses lebendig werden lässt, die jetzt in den Erinnerungen der vielen Gäste schlummert.

„Zum Beispiel die Vogelvoliere auf der Terrasse“, sagt Katharina Soyk. „Die gab es lange vor dem Krieg, wurde sogar einmal vom Zoo betrieben, mit Affen und Waschbären.“ Vielen Ausflüglern sei die Voliere ans Herz gewachsen. Wie sehr, hat Wolfgang Soyk 2014 erfahren: Als der Sturm „Xaver“ die Voliere hinweg fegte, versäumte es kein Gast, danach zu fragen. „Ich habe richtig gelitten, es dauert ja doch ein bisschen, so etwas wieder aufzubauen“, erinnert er sich. Jetzt pfeift und zwitschert es wieder, manch Sittich wurde gekauft, viele haben Gäste gebracht.

All diese Geschichten rund um die Wilhelmshöhe wollen die Soyks zusammentragen und haben einen großen Foto- und Gedichte-Wettbewerb ausgeschrieben: „Gedichte zur Geschichte“ und „Mein Bild von der Wilhelmshöhe“ (siehe Kasten).

Foto- und Gedichte-Wettbewerb zur Wilhelmshöhe

Wohl jeder Rostocker kennt die Wilhelmshöhe. Ausflugslokal, Terrasse und Pension spielen in vielen Familien eine Rolle, sei es zu Ostern, Pfingsten oder zum Herrentag, zum Sonntagnachmittagskaffee oder zum Sonnenunterganggucken.

Familie Soyk bittet alle Gäste des Hauses, Fotos mit Bezug zum Haus, historisch oder aktuell, zuzuschicken. Sie sollen zum Sommerfest am 28. Juli ausgestellt werden. Ebenso sehr wünschen sich die Gastronomen kleine Gedichte mit Episoden rund um die Wilhelmshöhe. Ziel ist es, ein Buch zur Geschichte des Hauses zu erarbeiten.

Einsendeschluss ist der 20. Juli. Fotos bitte im jpg-Format, Texte als Textdatei an wettbewerb@ostseehotel-wilhelmshoehe.de oder per Post an:

Hotel Wilhelmshöhe, Wilhelmshöhe 1, 18119 Diedrichshagen.

Klaus Walter

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