Volltextsuche über das Angebot:

26 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Dorschquote überschattet Treffen der Meeresangler

Warnemünde Dorschquote überschattet Treffen der Meeresangler

Wettbewerb der Petrijünger / Einnahmen bekommen die Seenotretter

Voriger Artikel
Weihnachten unter Wasser
Nächster Artikel
Flaniermeile nach langem Baustress

Rüdiger Ott (l.) und Horst Stark gehören beide zum Warnemünder Angelverein. Vom Anglertreffen soll auch die DGzRS profitieren. FOTO: THOMAS STERNBERG

Warnemünde. . Einige Angler haben ihre Boote im Winter ins Trockene geholt, andere sind jetzt besonders aktiv. Gleich ein ganzer Schwarm von Booten wird sich am 16. und 17.

Dezember vor Warnemünde tummeln. Rund 30 Angler wollen dann auf der Ostsee von ihren Booten aus auf die Jagd nach Meerforelle, Dorsch und Plattfisch gehen. Sie sind Teilnehmer des „Bootsangeltreffens Warnemünde“.

„Die Angler kommen aus dem ganzen Bundesland nach Warnemünde und auch unsere Freunde aus Franken und aus Österreich sind dabei“, berichtet Horst Stark (62). Er organisiert das Bootstreffen, an denen auch Mitglieder aus verschiedenen Rostocker Angel-Vereinen teilnehmen.

Verärgert sind die Angler über die Dorschquote. Nur noch fünf Dorsche pro Tag dürfen Angler ab 1. Januar ins Boot ziehen. Dieses Limit geht Horst Stark über die Angelschnur. „Ein Fanglimit einzuführen, mag ja richtig sein, doch nicht so drastisch, denn die Bestände haben sich eigentlich nicht verändert“, verweist er auf seine jahrelangen Erfahrungswerte. Doch es hilft nichts, die Angler werden mit der Quote leben müssen.

Es ist die zweite Sanktion gegen sie. Vor zwei Jahren hat eine Verordnung des Landes zur Küstenfischerei das Schleppangeln begrenzt, bei dem größere Köder von Booten aus in die Tiefe gebracht werden.

Die Verordnung erlaubt das Schleppangeln nur noch bis zu einer Küstenentfernung von 1000 Metern. Vor dieser Verordnung war diese Angelform im äußeren Küstenbereich unbegrenzt möglich gewesen. Auch hier war die Begründung, dass das Schleppangeln in den vergangenen zehn Jahren erheblich zugenommen habe. Die Meerforelle, das bevorzugte Ziel der Schleppangler, solle durch diese Verordnung besser geschützt, vor allem der Zug der Meerforelle in die Binnengewässer erleichtert werden, so die Argumentation des Landesamtes.

Die Angler sehen sich jetzt doppelt von der Bürokratie gegängelt. Trotzdem wollen sie das Bootsangeltreffen genießen, Spaß haben. Nach dem Angeln wird derjenige gekürt, der den jeweils größten Fisch aus dem Wasser gezogen hat. Und es wird Geld für einen guten Zweck gesammelt. Das bekommt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Rund 800 Euro sind bereits im vergangenen Jahr als Spende an die DGzRS gegangen.

„Wir freuen uns über die Unterstützung, ich werde das Geld für die Gesellschaft entgegennehmen“, sagt Rüdiger Ott (62). Er ist Seenotretter auf dem Kreuzer „Arkona“, selbst ein passionierter Angler und genau wie Horst Stark Mitglied im Warnemünder Angelverein. Beim Bootsangeln kann er allerdings nicht teilnehmen. Er hat Dienst auf der „Arkona“.

Information und Anmeldung per E-Mail: anmeldung@hls-bentwisch.de

Angler fangen gleiche Dorschmenge wie Berufsfischer

Die Europäische Union hat für 2017 die Fangquote für Dorsch für Fischer um 56 Prozent reduziert. Und Angler dürfen nur noch fünf Dorsche pro Tag angeln.

Zur Laichsaison im Februar und März sind nur noch drei Dorsche erlaubt. Das Limit gibt es, weil Angler ebenso viele Dorsche fangen wie Berufsfischer.

Laut Thünen-Institut für Ostseefischerei haben Angler in der deutschen Ostsee im vergangenen Jahr 2962 Tonnen, die Fischer 2915 Tonnen gefangen.

Thomas Sternberg

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Klockenhagen

Museumsgaststätte Klockenhagen veranstaltete vierten Martinsmarkt

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Warnemünde
Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

OZ-Bild
Parkplatznot: Hansaviertel stellt sich gegen Biomedicum

Neues Forschungszentrum hat zu wenig Stellflächen, kritisiert Ortsbeirat