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Ein Klassentreffen abseits des Wettkampfs

Warnemünde Ein Klassentreffen abseits des Wettkampfs

Fast 1000 Menschen übernachten jährlich während der Warnemünder Woche im Seglercamp auf der Mittelmole

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Lars Anderson und sein Sohn Rasmus wickeln das Segel für ihr 505er-Segelboot zusammen.

Quelle: Fotos: Johanna Hegermann

Warnemünde. Rund 1800 Sportler aus mehr als 30 Nationen segeln in dieser Woche vor Warnemünde. Doch was machen diese Segler eigentlich, wenn sie nicht gerade um den Sieg kämpfen? Ein Großteil von ihnen macht es sich im Seglercamp auf der Mittelmole gemütlich. Im vergangenen Jahr haben hier 927 Menschen übernachtet. Rund 500 kamen mit Zelt, der Rest mit Wohnmobil. „In diesem Jahr werden die Zahlen ähnlich hoch sein“, sagt Gesine Schuer vom Pressebüro der Warnemünder Woche.

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Fast 1000 Menschen übernachten jährlich während der Warnemünder Woche im Seglercamp auf der Mittelmole

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Auch Uwe Kinast sitzt auf der Mittelmole vor seinem Zelt und schrubbt einen Topf. Auch das gehört zum Zeltleben dazu. „Ich bin ein passionierter Camper. Schon als Student habe ich einen Kleinbus zum Zelten umgebaut“, erklärt der 62-Jährige aus Emden. In den 1990er Jahren kam er das erste Mal zur Warnemünder Woche. Seit einigen Jahren ist er regelmäßig hier. „Das Revier ist toll und anspruchsvoll.“ Hier würde er häufig neue Leute kennenlernen und sich mit alten Freunden treffen. „Es ist im wahrsten Sinne des Wortes ein großes Klassentreffen – viele Sportler aus den Bootsklassen kennen sich“, erzählt Kinast. Die Stimmung sei sehr gut und angenehm ruhig. Große Partys seien eher die Ausnahme. „Auf dem Wasser ist man Konkurrent und an Land ist alles harmonisch und nett.“

Diesen Eindruck kann der Leiter des Organisationsteams fürs Parken und Campen nur bestätigen. „Es läuft eigentlich ziemlich harmonisch“, erklärt Steffen Oestreich. Dass die Segler sich kennen, sei Fluch und Segen zugleich. Da sie oft auch nebeneinanderstehen wollen – das geht jedoch nicht immer. „Das größte Problem ist, die Leute dazu zu bringen, sich enger aneinander zu stellen. Damit für alle Platz ist.“ Auch bei der An- und Abfahrt komme es schon mal zu Unruhe und Stau. „Gerade bei der Abreise sind die Leute ungeduldig und wollen alle gleichzeitig los.“

Zwischen einigen Wohnmobilen sitzt auch Felix Brockerhoff mit der Familie Hofmann bei einem gemütlichen Frühstück. Seit etwa zehn Jahren fahren die Mitglieder des Düsseldorfer Yachtclubs zur großen Festwoche nach Warnemünde. „Wir haben ja keine andere Wahl, die Segelreviere in Deutschland sind beschränkt“, erzählt der 24-Jährige. Lachend fügt er hinzu, dass es hier aber auch besonders schön sei. „Die Stimmung ist gut, aber das kann sich auch ändern“, sagt Felix Brockerhoff mit einem Augenzwinkern. Die Lage im Seglercamp hänge von den Ergebnissen im Wasser ab.

„Ich finde es hier sehr schön, es macht viel Spaß“, sagt hingegen Lars Anderson auf Englisch. Der Däne und sein Sohn Rasmus sind zum ersten Mal bei den Wettkämpfen in Warnemünde dabei. Man könne hier schnell mit Sportlern aus anderen Nationen Kontakte knüpfen. „Wir haben schon mit Deutschen, Schweden und anderen Dänen gesprochen.“ Das Campen ist für sie aber eher ein Mittel zum Zweck. „Wir freuen uns vor allem auf die Wettkämpfe.“

Johanna Hegermann

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