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Ein Tag für die Senioren im Seebad

Warnemünde Ein Tag für die Senioren im Seebad

Generation 60 plus ist zum Feiern und Austausch zusammengekommen / Werbung für Begegnungszentrum

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Einer von vielen Programmpunkten beim ersten Seniorentag im Kleingartenverein „Am Moor“: Die Warnemünder Trachtengruppe sorgte für gute Stimmung im gut besuchten Vereinsheim.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Warnemünde. Das Vereinsheim der Kleingärtner „Am Moor“ ist voll. Komplett voll. Es ist laut und die Musik auch. Moderator Christian Seifert hat Mühe, sich stimmlich unter all den älteren Herrschaften durchzusetzen. Gestern hatten Gesundheitsamt, Seniorenbeirat und Gartenfreunde zum ersten Seniorentag geladen. „Älter werden in Warnemünde und Diedrichshagen“ lautete das Thema.

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Generation 60 plus ist zum Feiern und Austausch zusammengekommen / Werbung für Begegnungszentrum

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„Wir wollen hier nicht nur über Leiden und Gesundheit reden“, sagt Horst Döring, Vorsitzender des Seniorenbeirats im Stadtteil. Rund um den Gastraum des Vereinsheims stehen Stände: Ob Malkurs, Verbraucherzentrale oder Verband der Gartenfreunde. Ein straffes Programm wartet auf die Senioren. Nach der Begrüßung ist aber erst mal Pause, damit sie sich mit Kaffee und Kuchen versorgen können.

„Das Problem ist, dass wir in Warnemünde und Diedrichshagen zu wenig Angebote haben, die altersgerecht sind“, sagt Horst Döring. Das habe auch damit zu tun, dass es kein Begegnungszentrum für Senioren gebe. Mit dem Seniorentag wollten sie für eines werben. Dass dieser im Kleingartenverein stattfindet, ist nicht ganz zufällig: Unter den Senioren seien viele ihrer Pächter, sagt Christian Seifert, Vorsitzender des Verbandes der Gartenfreunde und Hausherr. „Wir haben festgestellt, dass Handlungsbedarf besteht.“ Außerdem sei ein Kleingarten ein sinnvolles Freizeitangebot. „Deshalb bringen wir uns mit ein“, so Christian Seifert, der durch den Nachmittag führt.

Zwar haben noch nicht alle zu ihren Plätzen zurückgefunden, aber die meisten haben Kuchen. Nächster Programmpunkt: Die Warnemünder Trachtengruppe. Kinderchor, Line-Dance und Kinderakrobatik sollen noch folgen. Aber es geht auch um die Aussteller, die ihre Angebote präsentieren. Sabine Preiß zum Beispiel bietet Malkurse für Senioren an – ganz in der Nähe der Kleingärten. Da habe auf der Hand gelegen, dass sie hier einen Stand aufstelle, sagt sie.

„Alt werden ist keine Schande – ganz im Gegenteil“, sagt der Ortsbeiratsvorsitzende Alexander Prechtel. Dass es einen Seniorenbeirat gebe, begrüße er ausdrücklich und „dass die Belange älterer Mitbürger gewahrt werden“. Das zahlreiche Erscheinen zeige, wie groß die Nachfrage im Seebad sei.

Helga Weitz (76) ist erstaunt. Dass so viele Gäste kommen würden, hätte sie nicht gedacht. Sie sagt aber auch: „Veranstaltungen wie diese gibt es nicht oft hier.“

Sich den Weg durch die Stuhlreihen zu erahnen, ist nicht leicht. Schon am Eingang zum Gastraum staut es sich ein wenig. Bei besserem Wetter hätten sie einen Teil nach draußen verlegt, sagt Döring.

Der Stimmung im Vereinsheim tut das keinen Abbuch. Bis in den frühen Abend sitzen die Senioren zusammen – und setzen so auch ein Zeichen für ein eigenes Begnungszentrum im Seebad.

Alternder Stadtteil

7800 Menschen wohnen im Stadtteil Warnemünde und in der Eigenheimsiedlung Diedrichshagen. Mehr als 3000 von ihnen sind älter als 65 Jahre.

Zusammen mit den Einwohnern über 50 Jahren machen die älteren Menschen in dem nördlichsten Teil der Stadt zwei Drittel der Gesamtbevölkerung aus. Weniger als 600 Einwohner sind jünger als 15 Jahre.

Philip Schülermann

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