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Fähren trotzen jedem Wetter: Und im Notfall kommt der Bus

Hohe Düne Fähren trotzen jedem Wetter: Und im Notfall kommt der Bus

Nur Eisgang, Sturmflut oder ein Unglück lassen Schiffe am Ufer / In 25 Jahren gab es nur zweimal zwei Stunden lang keine Verbindung / Bei Ausfall greifen Ersatzlösungen

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Seit 25 Jahren fahren die Fähren fast ohne Unterbrechungen über den Seekanal.

Quelle: Thomas Sternberg

Hohe Düne. Mit der Regelmäßigkeit, die der Fahrplan vorgibt, queren die beiden Fähren „Warnow“ und „Breitling“ den Seekanal zwischen Warnemünde und Hohe Düne. Mit Blick auf die derzeit längeren Wege zum Warnemünder Werft-Bahnhof ist es für viele Nutzer eine schlimme Vorstellung, wenn die Fähren einmal nicht fahren können. „Gibt es für eine solche Situation einen Notfallplan?“, will Jürgen Dudek (Rostocker Bund), Vorsitzender des Ortsbeirates Markgrafenheide, wissen.

Drei Fahrzeugspuren

Die beiden Fähren „Breitling“ und „Warnow“ wurden 1994 und 1995 auf der Neuen Oderwerft Eisenhüttenstadt gebaut. Sie sind 38 Meter lang und haben drei Fahrzeugspuren.

Ein nahezu unvorstellbares Szenario ist das für Christina Kleinert, Prokuristin der Weißen Flotte, die die Fährlinie betreibt. „In den vergangenen 25 Jahren ist es zu keinen Ausfällen auf der Fährverbindung gekommen, es gab in dieser ganzen Zeit lediglich zwei Unterbrechungen von jeweils zwei Stunden“, sagt Christina Kleinert.

Die Fähren befördern unter der Flagge der Weißen Flotte seit 1977 an 365 Tagen im Jahr und 24 Stunden am Tag Fahrgäste und Fahrzeuge. Dies sei, so die Prokuristin, genau wie die Fahrplantreue, mit der Vergabe der Linienkonzession so festgeschrieben worden. Dadurch, dass die Linie mit zwei Fähren betrieben werde, könne auch ein technisch bedingter Ausfall der Fährverbindung nahezu ausgeschlossen werden, erläutert die Prokuristin. Sollte es dennoch durch eine Havarie im Seekanal, die Jahrhundertsturmflut oder extremen Eisgang einmal dazu kommen, dass die Fähren am Ufer bleiben müssen, gebe es unter dem Dach des Verkehrsverbundes Warnow (VVW) immer eine Lösung, versichert Christina Kleinert.

„Für einen solchen Fall können wir kurzfristig eine Lösung anbieten“, sagt Nico Falke vom VVW. In schneller und enger Abstimmung mit der Rostocker Straßenbahn könnten Alternativen angeboten werden.

Tagsüber könnte ein Fähr-Ausfall durch den Einsatz von Bussen abgefangen werden und nachts seien auch Linientaxen denkbar. Es komme immer auf die Anzahl der Menschen an, die dann von ihrem Wohn- oder Arbeitsort abgeschnitten wären.

Doch in den vergangenen Wintern habe selbst normaler Eisgang auf dem Seekanal die Fährfahrten nicht beeinträchtigt, beruhigt Christina Kleinert. Die Schiffe seien entsprechend gebaut worden.

„Es ist gut zu wissen, dass selbst für den kaum möglichen Fall der Verkehrsverbund schnell reagieren kann“, sagt Jürgen Dudek. Das werde auch viele ältere Bürger beruhigen, die auf regelmäßige Arztbesuche in Warnemünde angewiesen seien.

Zu Ostern werden auch wieder beide Fähren in ständigen Einsatz sein, informiert die Weiße Flotte. Im Winterhalbjahr fahren nur in den Spitzenzeiten zwei Fähren.

Von Thomas Sternberg

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