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Falsche Schilder sorgen für Knöllchenflut

Warnemünde Falsche Schilder sorgen für Knöllchenflut

Gewerbetreibende im Mittelweg waren besonders betroffen / Erstes Verkehrszeichen ist wieder abgebaut

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Das illegal aufgestellte Parkverbotsschild hinter dem weißen Rolltor im Mittelweg ist wieder verschwunden.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Die Aufregung im Warnemünder Mittelweg ist groß, denn seit März bekommen dort abgestellte Fahrzeuge ein Knöllchen. Zeitweise ist es in der kleinen Wirtschaftsstraße parallel zur Mühlenstraße zu einer regelrechten Knöllchenflut gekommen.

Straße zum Flanieren

Ursprünglich bestand Warnemünde aus den beiden Straßen Am Strom und Alexandrinenstraße. Erst 1920 wurde die Wohnbebauung der Mühlenstraße abgeschlossen. Viele Geschäfte entstanden. Um den Flanierbereich zu betonen, wurden die in den Ostseebädern typischen Kopflinden gepflanzt.

Anwohnerin Helga Lewerenz aus der Mühlenstraße spricht von einem „Schildbürgerstreich“, der zuerst die Gewerbetreibenden treffe. Sie hat in ihrem Haus auch einen Gewerbebereich vermietet.

„Seit 25 Jahren stehen dort Fahrzeuge, die be- und entladen werden, die Gasse ist für die Gewerbetreibenden der Mühlenstraße lebensnotwendig“, sagt Ortsbeiratsmitglied Mathias Ehlers (Grüne). Der Mittelweg sei einst als Arbeitsstraße angelegt worden. Er informierte seine Beirats-Kollegen über den aktuellen Stand, denn auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung war der Mittelweg ein Thema.

Als Begründung für die dort verteilten Strafzettel vermerken die Politessen sowohl das Stehen im Parkverbot als auch das Behindern anderer im öffentlichen Verkehrsraum.

Ausgelöst haben den plötzlichen Kontrolldruck wohl Beschwerden von Anwohnern, die eben nicht mehr problemfrei ihre Grundstücke auf der Seite zur Wachtlerstraße verlassen beziehungsweise befahren konnten. Sie riefen den Ordnungsdienst in die Straße.

Die Nachfrage durch Mitglieder des Ortsbeirates bei der städtischen Verkehrsbehörde ergab eine Kontrolle durch Mitarbeiter des Stadtamtes und das Ergebnis, dass tatsächlich ein dort aufgestelltes Parkverbotsschild illegal an den Straßenrand gebracht wurde. Es wurde bereits wieder entfernt.

Die zweite Begründung für die Knöllchen, im Mittelweg sei es bei parkenden Autos zu eng für den Durchgangsverkehr, steht nach wie vor. „Es gibt eine Restbreite von 3,05 Metern, das reicht“, findet hingegen Mathias Ehlers. Er habe gesehen und fotografiert, dass selbst an einem stehenden Krankenwagen andere Personenfahrzeuge mühelos vorbeifahren konnten. Doch der kommunale Ordnungsdienst sehe das offenbar anders als die städtische Verkehrsbehörde, so Ehlers.

Um für Klarheit vor allem unter den Anwohnern und Gewerbetreibenden zu sorgen, werde man über das Ortsamt „eine formelle Anfrage“ an den Ordnungssenator Chris Müller (SPD) stellen, sagte Alexander Prechtel (CDU), Vorsitzender des Ortsbeirates, auf der Beiratssitzung. Er wolle wissen, warum es die Kontrollen jetzt gebe und was der verkehrsrechtliche Hintergrund sei.

Senator Müller hatte bereits über das Tief- und Hafenbauamt den Schilder-Originalzustand im Mittelweg herstellen lassen.

Von Thomas Sternberg

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