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Ferienwohnungen bleiben

Warnemünde Ferienwohnungen bleiben

Rückumwandlungen von bestehenden Quartieren nur vereinzelt und „langfristig“

Warnemünde. Wer jetzt eine Ferienwohnung in einem reinen Wohnquartier in Warnemünde betreibt, hat beinahe ebenso Glück, wie alle anderen Ferienwohnungsbetreiber und -vermieter am Alten Strom oder an der Promenade: Vorausgesetzt, die Bürgerschaft stimmt zu, bleibt vorerst praktisch alles, wie es ist. Niemand wird die Privatvermietung einer umgewandelten Wohnung – etwa wie in Kühlungsborn geschehen – sofort untersagen. Darüber informierte Stadtplaner Lars Fricke auf der Ortsbeiratssitzung am letzten Dienstag in Warnemünde. Veränderung im Bestand solle es – wenn überhaupt – nur „langfristig“ in den reinen Warnemünder Wohnquartieren geben, die über keine besondere touristische Infrastruktur verfügen.

Das ist das Fazit einer Information zum Bebauungsplan (Nr.01.WA183) „Schutz des Wohnens vor Umwandlung in Ferienwohnungen“, der jetzt im Entwurf vorliegt. Dieser Plan soll verhindern, dass weitere Wohnungen im Seebad Warnemünde in Ferienwohnungen umgewandelt werden – mit allen bekannten, negativen Folgen: reguläre Mietwohnungen werden knapp, Mieten steigen, besonders junge Familien haben keine Chance, in Warnemünde zu wohnen. Auch die Rückumwandlung von Ferienwohnungen „dort, wo sie nicht hingehören“, sei Ziel des Planes, sagte Fricke.

Seit 2013 – und bis zum Bürgerschaftsbeschluss über den Bebauungsplan – galt und gilt deshalb in Warnemünde eine „Veränderungssperre“. Danach dürfen seither keine neuen Ferienwohnungen mehr zulasten des regulären Wohnraums entstehen. „Trotzdem geschah dies“, wie Warnemündes Ortsbeiratschef Alexander Prechtel informierte. Danach hat es 2013 bei Erlass der Sperre in Warnemünde 996 Ferienwohnungen gegeben. Wenig später waren es bereits 1044, nach der letzten Nachfrage in der Sache bereits 1079.

Die Verhinderung der Umwandlung von Privatwohnungen in Ferienwohnungen sei das, „was planungsrechtlich schwer zu machen sei“, sagte Stadtplaner Fricke. Eine mögliche Lösung sei es, die Nutzung der Wohnungen künftig im Bebauungsplan exakter zu unterscheiden: und zwar zwischen vorübergehendem und Dauerwohnen.

Ferienwohnungen soll es aber nach wie vor in Warnemünde geben, etwa im historischen Ortskern oder als sogenanntes „eigentümerbegleitetes Ferienwohnen“ – gemeint sind Einliegerwohnungen für Urlauber in den Eigenheimen, wie südlich der Parkstraße. Als „städtebauliche Fehlentwicklung“ sehen die Stadtplaner allerdings die Ferienwohnungen in reinen Wohnquartieren, im Blockwohnungsbau an. Deshalb sollen dort insgesamt 135 Ferienquartiere wieder zu regulären Wohnungen werden. „Aber nicht ad hoc“, sagte Fricke, „sondern langfristig, damit sich die Eigentümer darauf einstellen können.“

kw

OZ

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