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Feuerwehr probt Ernstfall am Leuchtturm

Warnemünde Feuerwehr probt Ernstfall am Leuchtturm

Um Gäste des Wahrzeichens von der Plattform retten zu können, rücken die Einsatzkräfte mit der Drehleiter an

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So könnte eine Rettung am Leuchtturm in Warnemünde aussehen. Nötig war so ein Einsatz bisher noch nicht.

Quelle: Fotos: Philip Schülermann

Warnemünde. Feuerwehrleute gestern auf der Drehleiter in luftiger Höhe am Warnemünder Leuchtturm – zum Glück aber nur eine Übung. Die Rostocker Feuerwehr testete, wie sie Menschen in Not von der Aussichtsplattform retten könnte. Ihr größtes Problem vor Ort: die Zuwege.

Es regnet in Strömen, oben auf dem Platz am Leuchtturm streckt sich die Leiter der Feuerwehr in den Himmel. Unten stehen Schaulustige und verfolgen das Geschehen. Auch im Wendehammer stehen die Einsatzkräfte mit ihren Fahrzeugen. So wie gestern Vormittag könnte sich die Situation täglich abspielen, etwa, wenn jemand auf der Aussichtsplattform Hilfe braucht. „Wir sind mit einem ganzen Löschzug hier“, sagt Hauptbrandmeister Heiko Hacker. Das sind zwölf Mann.

Beim Einsatz gehe es hektisch zu, sagt Hacker. Um am Ort des Geschehens zu wissen, wie sie am schnellsten vorgehen soll, führe die Feuerwehr so genannte Operativ taktische Studien durch – jetzt zum ersten Mal am Leuchtturm.

Muss ein Mensch von ganz oben geholt werden, bleibt nur die Höhenrettung, denn der Weg über die schmale Treppe im Inneren des Turms ist zu eng für eine Trage. Deshalb befestigen die Helfer sie am Korb am Ende der Drehleiter und retten so die Person. An zwei Orten kann die Feuerwehr ihre 37 Meter lange Leiter in Stellung bringen: Auf dem Platz vor dem Turm mit einer Feuerwehrzufahrt oder auf der Straße Am Leuchtturm. Kein leichtes Unterfangen, denn an heißen Tagen oder während der Warnemünder Woche ist für die Feuerwehr dort kaum ein Durchkommen. Hacker spricht sich deshalb dafür aus, die Leiter auf der Straße aufzustellen.

„Gott sei Dank haben wir noch nie so eine Situation gehabt“, sagt Klaus Möller, Vorstand des Warnemünder Leuchtturmvereins. Zu wissen, wie eine Rettung aussehen könnte, beruhige ihn dennoch.

Was aber, wenn jemand auf halber Strecke nach oben zusammenbricht? Dann bekäme der Patient starke Schmerzmittel und würde nach oben getragen werden, wenn der Weg kürzer als nach unten wäre. Bleibt das Problem mit der Trage. Es biete sich eine Vakuummatratze an, wie sie bei Rückenverletzungen benutzt werde, sagt Hacker. Die kann man zusammenfalten und sei nicht so sperrig.

„Wir nehmen die Informationen jetzt mit“, sagt Hacker. Käme der Alarm „Herzinfarkt Leuchtturm“ würde er nun die Höhenrettung gleich mit alarmieren.

Philip Schülermann

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