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Flächen-Rückkauf: Werft erteilt Stadt Absage

Warnemünde Flächen-Rückkauf: Werft erteilt Stadt Absage

Genting hat kein Interesse am Gelände rund ums Werftbecken / Unternehmen stellt Investitionspläne im Ostseebad vor

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Die Werft hatte schon viele Eigentümer. 2009 war mit der Insolvenz der größte Einschnitt.

Quelle: Bernd Wüstneck/dpa

Warnemünde. Der Verbund MV Werften der malaysischen Genting-Gruppe schiebt ein großes Schiffbauprogramm im Land an. Und das Herz dieses Schiffbauzentrums soll künftig in Warnemünde schlagen: Wesentliche Produktionsschritte des größten je in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffes werden demnach in Warnemünde erfolgen, erläuterte MV Werften-Planungschef René Fiege vor dem Warnemünder Ortsbeirat. Ein Rückkauf der Flächen rund ums Werftbecken sei dafür jedoch nicht notwendig.

Werft baut zwei Klassen

1000 eigene Mitarbeiter will der Verbund MV Werften in Warnemünde beschäftigen.

342 Meter lang werden die größten je in Deutschland gebauten Kreuzfahrtschiffe. Es sind die Schiffe der „Global“-Klasse.

310 Meter lang sind die Schiffe der „Exclusive“-Klasse, die auch in Warnemünde gebaut werden.

„Wir haben ein Bauprogramm für drei Reedereien für die nächsten zehn Jahre entwickelt, besonders die Global-Klasse ist für Warnemünde interessant“, so Fiege.

Segmente dieses 342 Meter langen Schiffes mit 2500 Passagierkabinen werden in Stralsund gebaut. Das Mittelstück kommt aus Warnemünde, und die Endfertigung samt Bug und Heck erfolgt in Wismar.

Dazu werden auf dem Warnemünder Werftgelände 75 Millionen Euro investiert. Die Sektionsfertigung und deren Ausrüstung wird in einer völlig neuen Halle passieren. Auch in den Ausrüstungskai am Seekanal, in die Rohrfertigung, die T-Träger-Produktion sowie die Logistik wird kräftig Geld gesteckt.

Alle Vorhaben, einschließlich des Hallen-Neubaus, werden auf dem zur Verfügung stehenden Gelände realisiert. „Die Flächen, die früher an die Hansestadt verkauft wurden, benötigen wird nicht“, betonte Fiege. Damit lehnte er die Offerte von Oberbürgermeister Roland Methling (UFR) ab, der für Verwirrung mit seiner Bemerkung gesorgt hatte, dass Genting die Flächen von der Stadt zurückkaufen könne (die OZ berichtete).

„Das sorgt bei uns für Erleichterung“, kommentierte der Vorsitzende des Ortsbeirates Alexander Prechtel (CDU) die klare Aussage von René Fiege. Jetzt könne man die Fortschreibung des Strukturkonzeptes für Warnemünde weiter vorantreiben, so Prechtel.

Der Ortsbeirat begrüßte die Pläne des Werften-Verbundes an der Warnow ausdrücklich.Dass viele neue Arbeitsplätze entstehen, Fachkräfte zurück ins Land kommen, sei positiv, sagte Prechtel.

In der Tat sollen schon in den nächste Monaten an allen drei Standorten 250 Mitarbeiter neu eingestellt werden. 100 seien in den vergangenen Wochen bereits verpflichtet worden, informierte Fiege. „Es liegen 1700 Bewerbungen vor, sie kommen aus ganz Deutschland, etliche ehemalige Mecklenburger sind darunter“, sagte der Planungschef.

Für Warnemünde sei konkret vorgesehen, den jetzigen Mitarbeiterstamm von 500 auf 1000 aufzustocken. Dazu kämen dann, so Fiege, noch einmal 1000 Werftarbeiter, die nicht im Unternehmen angestellt seien. Um die straffen Zeitpläne einzuhalten, würden diese 2000 Schiffbauer im Dreischicht-System arbeiten.

Die benachbarte Neptun-Werft hat auch Großes vor. Sie baut eine weitere große Halle auf ihrem Gelände, um dort Segmente für die Mutter-Werft in Papenburg herstellen zu können.

Thomas Sternberg

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