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Flexible Mauer soll Alten Strom vor Hochwasser schützen

Warnemünde Flexible Mauer soll Alten Strom vor Hochwasser schützen

Projekt wird heute im Ortsbeirat vorgestellt / Gegner haben Bedenken

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Die Bauweise ist zu teuer und viel zu umständlich.Lutz Postel Bürgerinitiative Sturmflutschutz

Warnemünde. Hochwasserschutz am südlichen Alten Strom – das ist in Warnemünde ein Dauerbrenner seit etwa fünf Jahren. Doch nun kühlt er sich etwas ab, auch wenn die Bürgerinitiative Sturmflutschutz sich noch am Freitag mit den Plänen des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg kritisch auseinandergesetzt hatte.

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Projekt wird heute im Ortsbeirat vorgestellt / Gegner haben Bedenken

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Gestern hat das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt mitgeteilt, dass innerhalb von 18 Monaten in den Jahren 2018 und 2019 die Sturmflutschutzmauer erneuert und flexibler wird – für neun Millionen Euro. Heute Abend werden die Planungen im Warnemünder Ortsbeirat vorgestellt.

„Das ist eine tolle Sache“, sagte gestern Alexander Prechtel, Vorsitzender des Ortsbeirates. „Die alte Mauer muss ersetzt werden, sie hält den Belastungen nicht mehr stand“, fügte der Ortsbeiratsvorsitzende hinzu. Deswegen sei es nach seiner Meinung klar, dass der Ortsbeirat dem Neubau zustimmen werde, zumal damit eine lange Geschichte um den Hochwasserschutz in Warnemünde beendet werde. Prechtel erinnerte daran, dass es bereits vor Jahren Widerstand der Anwohner am südlichen Alten Strom gegeben habe. „Damals hatte es Überlegungen gegeben, die Sturmflutwand mit Glaselementen zu erhöhen“, erinnerte sich Prechtel. Damit habe man den Blick auf Kapitänshäuser sichern wollen. Allerdings habe das seinerzeit keinen Anklang gefunden. „Nun sind die Planungen verfeinert worden und es entsteht noch eine richtige zweite Flaniermeile“, so der Ortsbeiratsvorsitzende.

Die neue Sturmflutschutzwand soll nach Angaben aus dem Ministerium in einer „modularen Bauweise“ errichtet und bei Bedarf aufgestockt werden. „Die neue Mauer ist gerade einmal fünf Zentimeter höher als die alte“, merkte Alexander Prechtel an. Das sieht auch Lutz Postel, Sprecher der Bürgerinitiative Sturmflutschutz so. Er hält die modulare Wand „für eine gute Sache“. „Wir wollen diesen Hochwasserschutz“, sagt er. Allerdings wachse die Mauer dann später mit dem Anstieg des Meeresspiegels, auch wenn das keine Auswirkungen mehr für die jetzige Generation haben werde. Wenn die volle Höhe erreicht sei, sei dies eine Zumutung in dem denkmalgeschützten Bereich Warnemündes.

Postel und seine Mitstreiter meinen, dass das jetzigen Vorhaben, „zu umständlich und zu teuer ist“. Gehe es darum, in vierzig Jahren die Schutzmauer zu erhöhen, sollte man Dammbalken verwenden. Wie das dann alles genau aussehen wird, weiß man im Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt auch noch nicht genau. „Möglich ist dann auch der Einsatz von Baustoffen oder Bauweisen, die heute noch nicht verfügbar sind“, hieß es.

„Als Stadt können wir uns nur freuen“, sagte Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt. „Das Konzept sieht eine wesentlich geringere Höhe vor“, so Matthäus, und die Sturmflutschutzwand sei ein wichtiger Baustein für den Hochwasserschutz im Stadtteil Warnemünde. „Ich persönlich bin von dem Konzept überzeugt“, sagt Matthäus. „Das ist eine vernünftige Planung, die auch die Interessen der Anwohner berücksichtigt.“ Matthäus erwähnte in diesem Zusammenhang auch die Gedenkveranstaltung zur Sturmflut des Jahres 1872 in Rostock, auf die die Bemessungsgrenze der geplanten Flutmauer von drei Metern zurückzuführen ist. Mit der neuen Sturmflutwand würden auch der Bootsanleger hergerichtet werden und damit einer Anzahl an Kleinfischern gedient sein, sagte der Senator.

Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt will weiter den Hochwasserschutz auf der Mittelmole komplettieren und dann den Teilabschnitt vom Werftgleis bis Groß Klein umsetzen.

Michael Schißler

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