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Fragezeichen um Altlasten auf Werftgelände

Warnemünde Fragezeichen um Altlasten auf Werftgelände

Heute entscheidet die Bürgerschaft in einer Sondersitzung über den Kauf von Flächen für den Kreuzfahrthafen

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Die Hansestadt kann endlich einen großzügigen Kreuzfahrthafen bauen, wenn der Kauf der Werftflächen gelingt.

Quelle: Jens Wagner

Warnemünde. Um endlich einen modernen Kreuzfahrthafen bauen zu können, will Rostock Flächen des Werft-Geländes kaufen. Heute entscheidet die Bürgerschaft in einer Dringlichkeitssitzung und hinter verschlossenen Türen, ob die Stadt für fast 165000 Quadratmeter Land am alten Werftbecken fast 4,8 Millionen Euro ausgeben darf.

Allerdings ist heute schon klar, dass das Geld nicht reichen wird. Es kommen Folgekosten hinzu, deren Höhe nicht zu beziffern ist. Denn in der Beschlussvorlage räumt das Rathaus ein, dass Teile der zu kaufenden Flächen wohl mit Giftstoffen belastet sind. Es handele sich, so die Beschlussvorlage, um seit mehr als 75 Jahren für Flugzeug- und Schiffbau industriell genutzte Flächen. „Es ist bekannt, dass durch diese Nutzung Bodenverunreinigungen vorliegen, die bei der vorgesehenen Errichtung der benötigten Kaianlagen und möglichen Bebauungen beispielsweise mit einem Terminalgebäude zu Entsorgungskosten führen.“

Eine weitere Altlastenfläche befindet sich im südlichen Teil des Areals. Dort befindet sich eine Deponiefläche. Die Stadt informiert die Bürgerschaftsmitglieder, dass dort „belasteter Boden, welcher im Rahmen der Rekonstruktion beziehungsweise des Neubaus der Kvaerner Warnow Werft in den Jahren 1993 bis 1995 anfiel, in Wällen eingearbeitet und bepflanzt wurde“.Welche Mengen dort in den Wällen versenkt worden sind und welche Auswirkungen sie haben, könne derzeit nicht eingeschätzt werden. Der Trost: Schlimmer könne es nicht werden. Es sei nicht von einer Verschlechterung der Situation auszugehen, so das Argument.

Während Folgekosten, wie die zur Verlagerung der Betriebsfeuerwehr, die für einen neuen Zaun oder die für den Abriss alter Gebäude benannt sind, gibt es zur Höhe der Altlastensanierung keine Angaben.

„Trotz der Vorbelastung der betroffenen Flächen wird der Erwerb durch die Hansestadt empfohlen“, heißt es abschließend.

Von tst

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