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Für „Grönfingers“-Chef zählt allein der Standort Rostock

Warnemünde Für „Grönfingers“-Chef zählt allein der Standort Rostock

Eckhard Heinemann (50), Geschäftsführer des Gartenfachmarktes, war gestern Abend Gast von OZ-Chefredakteur Andreas Ebel beim Warnemünder Gespräch

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Eckhard Heinemann (r.) war der Gesprächspartner von OZ-Chefredakteur Andreas Ebel.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Es ist eine der Erfolgsgeschichten in der Hansestadt. Jeder, der einen Garten, eine Terrasse, einen Balkon oder Grünes auf der Fensterbank hat, kennt den Gartenfachmarkt „Grönfingers“. Der Chef der Firma, Eckhard Heinemann (50), war gestern Abend Gast beim Warnemünder Gespräch von OSTSEE-ZEITUNG und Unternehmerverband im Café „Ringelnatz“.

Fragen an die Chefs

Das „Warnemünder Gespräch“ ist eine Veranstaltungsreihe von Unternehmerverband und OSTSEE-ZEITUNG.

An den Gesprächs-Abenden stellt sich ein Unternehmer vor und antwortet auf die Fragen des OZ-Chefredakteurs und des Publikums. Die Gäste aus den bisher acht Gesprächen haben ihre Firmen in Rostock oder im Einzugsgebiet der Stadt angesiedelt.

Mit dem „Grönfingers“-Chef sprach OZ-Chefredakteur Andreas Ebel auch darüber, wie aus einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) ein florierendes Wirtschaftsunternehmen werden konnte.

Die Substanz an Gewächshäusern und die Qualität der Mitarbeiter sei 1990 gut gewesen, erzählt Heinemann, doch durch den Bau eines Heizhauses sei man verschuldet gewesen. „Und plötzlich wollte auch keiner mehr die bis dahin hauptsächlich produzierten Gurken“, so Heinemann.

Eine Gruppe von sieben Männern um seinen Vater Rudolf Heinemann seien damals auch ein privates Risiko eingegangen, um den Neuanfang zu wagen. Seit Ende der 90er Jahre sei es dann schrittweise vorangegangen. 2005 wurde der Gartenfachmarkt mit 10000 Quadratmetern Verkaufsfläche fertiggestellt. Das Café „botanica“ kam dazu. Vor zwei Jahren wurden die neuen Gewächshäuser in Betrieb genommen. Heute arbeiten dort 100 Frauen und Männer.

Trotz mehrerer Angebote, das erfolgreiche Geschäftsmodell auch nach Schwerin, Stralsund, Hamburg oder Berlin zu tragen, sei entschieden worden, man bleibe in Rostock. Hier sind die beiden Geschäftsführer Thomas und Eckhard Heinemann aufgewachsen, identifizieren sich mit der Stadt, sind hier vielfach verwurzelt. Sie und ihre Ehefrauen sind heute die Gesellschafter. „Wir haben hier voll zu tun, arbeiten auch alle mit. Wenn wir investieren, dann für diesen Standort“, sagt Heinemann.

Natürlich verrät er in der kleinen Warnemünder Talkrunde Andreas Ebel und den Gästen, dass die Tomate sein Lieblingsgemüse ist. Nicht wegen des Booms, den sie gerade erlebt. „Vor ein paar Jahren haben wir noch fünf bis sechs Tomatensorten im Angebot gehabt, heute sind es im Jahr 60 verschiedene Sorten,“ sagt er und räumt ein: „Nicht alle schmecken.“ Doch die Nachfrage sei eben gerade auch unter jüngeren Leuten da.

Seine Lieblingsblumen sind die Freiland-Tulpen. „Die habe ich schon als Schüler für die LPG auf dem Glatten Aal oder dem Ulmenmarkt verkauft“, erzählt er. Eine Schnittblume, die wie Rosen, Gladiolen oder Dahlien noch aus der Region kommen kann. Ansonsten seien Schnittblumen in ganz Deutschland Importware.

Von Thomas Sternberg

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