Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Großer Platz für die Kleinkunst

Warnemünde Großer Platz für die Kleinkunst

Das Warnemünder Theater hat seinen Reiz: Aus der Enge wächst die Atmosphäre

Voriger Artikel
Beirat: Keine Häuser im Landschaftsschutzgebiet
Nächster Artikel
Erste Spenden für „Ich bin ein Warnemünder“

Sonja Hilberger (l.) und Sandra-Uma Schmitz bei den Proben zu ihrem Programm „Frauen“, das am Sonnabend in der Kleinen Komödie Premiere haben wird. Die Schauspieler lieben die Warnemünder Spielstätte wegen der Nähe zum Publikum.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. „Frauen“ – das ist ein großes Thema, aber Sonja Hilberger und Sandra-Uma Schmitz brauchen dafür nur ein kleines Theater: die Kleine Komödie in Warnemünde.

OZ-Bild

Das Warnemünder Theater hat seinen Reiz: Aus der Enge wächst die Atmosphäre

Zur Bildergalerie

Musikalische Komödie

„Frauen“ – eine erotisch-musikalische Komödie von und mit Sonja Hilberger und Sandra-Uma Schmitz hat am Samstag um 20 Uhr Premiere in der Kleinen Komödie Warnemünde.

Weitere Termine: Sonntag, den 19. März, Samstag und Freitag, den 24. und 25. März, jeweils 20 Uhr

Weil es sich um eine erotisch-musikalische Suche handelt, die im Laufe des Abends zu einer Liebeserklärung an das Leben werden wird, brauchen die beiden Schauspielerinnen nur noch eins: einen Mann.

Den haben sie im Pianisten Ralph Zedler gefunden.

Damit ist die maximale Besetzung der Warnemünder Bühne erreicht. Nun können – und sollten auch – 68 Zuschauer kommen, dann ist die Vorstellung „Frauen“ ausverkauft. „Und dann ist alles wie auf einer Brettlbühne“, sagt Ute Fischer-Graf, Pressesprecherin des Volkstheaters Rostock: „Die Kleine Kömodie eignet sich beispielsweise wunderbar für einen Balladenabend.“ Man könnte noch vieles hinzufügen, denn in Warnemünde geht alles, was sich mit drei Personen vors Publikum bringen lässt. „Gut ist immer, wenn etwas Musik dabei ist“, sagt Ute Fischer-Graf. Damit will sie keine Einschränkung machen, aber sie weiß um das touristische Publikum in Warnemünde, „deswegen spielen wir hier auch im August“. Gepflegt wird dabei eine lockere Atmosphäre, „wir haben hier eine Gastronomie wie in einem Café“ und das Publikum sitzt an Tischen – Auge in Auge mit den Schauspielern.

Das ist das Besondere an der Kleinen Komödie, findet Babette Bartz, künstlerische Mitarbeiterin und Glied der trauten Gemeinschaft in der Kleinen Komödie. „Die Unmittelbarkeit ist ein gutes Korrektiv. Der Schauspieler kann sehen, ob jemand lächelt.“ Denn „der Spiegel ist das Publikum, und der ist manchmal brutal“. Andererseits: „Wenn man jemanden glücklich gemacht hat, dann ist das nicht zu toppen“, sagt Babette Bartz, für die die Kleine Komödie etwas Persönliches geworden ist, „das ist hier mein Zuhause.“ Entsprechend gut kennt sie sich dort aus – und hat gelernt mit dem begrenzten Platz der eben kleine Komödie klarzukommen. „Wir haben hier keine Seitenbühne, um irgendetwas abzulegen“, sagt sie, und auch sonst verlangt die Kleine Komödie die große Kunste des Einschränkens.

Einer Theaterbesucherin ist die Kleine Komödie besonders ans Herz gewachsen: der Architektin Barbara Haß. Vor zwanzig Jahren hat sie die Pläne für die Kleine Komödie gemacht und ein offenes Treppenhaus mit Glasstufen geschaffen und für Rettungswege gesorgt. „Theater hat es hier schon im Jahre 1914 gegeben“, sagt Barbara Haß. Später wurde das Haus zu einem Kino, 1968 sei es dann zur Kleinkunstbühne geworden. 1989 wurde sie geschlossen, und 1996 wurde beauftragt, „ein genehmigungsfähiges Theater“ einzubauen. „Das war eine komplizierte Arbeit“, erinnert sich die Architektin, die Warnemünde eine Bühne mit Blickkontakt bescherte.

Michael Schißler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel

Befürworter und Gegner des Namenspatrons werfen sich gegenseitig Diffamierung und Populismus vor

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Warnemünde

Vor 25 Jahren wütete vor dem Sonnenblumenhaus der Mob. Vier Tage lang flogen Steine und Brandsätze gegen Flüchtlinge, Vietnamesen und Polizeibeamte. Die Anwohner applaudierten. Der Ausnahmezustand überforderte alle – Politik, Polizei und auch die Presse.

Hier finden Sie eine Multimedia-Reportage zum Thema. mehr

Verlagshaus Rostock

Richard-Wagner-Straße 1a
18055 Rostock

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
9.00 bis 18.00 Uhr

Leiter Lokalredaktion: Andreas Meyer
Telefon: 03 81 / 36 54 10
E-Mail: rostock@ostsee-zeitung.de

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Polizei
Jugendlicher Hacker steuert Bildschirme in Elektromarkt

Ein 16-Jähriger hat mithilfe einer Hacker-Anwendung TV-Bildschirme und Radiogeräte in einem Elektromarkt in Lambrechtshagen (Landkreis Rostock) ferngesteuert.