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Großer Zapfenstreich mit Trommelwirbel und Hymne

Hohe Düne Großer Zapfenstreich mit Trommelwirbel und Hymne

Soldaten, Angehörige und Gäste erlebten höchstes militärisches Zeremoniell

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„Großer Zapfenstreich“ mit dem Marinemusikkorps Kiel und dem Wachbataillon des Bundesministeriums der Verteidigung. FOTOS: OVE ARSCHOLL

Hohe Düne. . Flötensolo, Trommelwirbel, Fackeln und Fanfaren: Aus Anlass des 60-jährigen Jubiläums der Deutschen Marine fand gestern Abend auf dem Gelände des Marinestützpunkts Hohe Düne der „Große Zapfenstreich“ statt. Die höchste militärische Ehrenzeremonie verfolgten auf Einladung des Inspekteurs der Marine, Vizeadmiral Andreas Krause (60), rund 500 Gäste aus dem In- und Ausland, darunter auch der stellvertretende Ministerpräsident des Landes Mecklenburg-Vorpommerns, Innenminister Lorenz Caffier (CDU) .

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Soldaten, Angehörige und Gäste erlebten höchstes militärisches Zeremoniell

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„Identitätsstiftend

und ergreifend. Rainer Brinkmann,

Stellvertretender Inspekteur

„ Mein erster

GroßerZapfenstreich. Florentine Grünewald,

Vikarin aus der Pfalz

Ritual mit Geschichte

„ Der Höhepunkt unseres Besuchs. Eberhard Köppen,

IG Deutsche Marine Berlin

Kalter Wind und Nieselregen konnten Florentine Grünewald (31) nicht davon abhalten, den „ersten ,Großen Zapfenstreich’ ihres Lebens“, wie sie sagt mitzuerleben. Die Vikarin aus der Pfalz ist in der Ausbildung zur Pfarrerin. „Militärseelsorge gehört zum Ausbildungsprogramm“, erzählt die sympathische Frau. Vier Monate sei sie deshalb bei der Marine, und dass sie während der dieser Zeit die Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag der Truppe miterleben könne, sei etwas ganz Besonders.

Das Licht erlischt. Feuerschein in der Ferne, Marschmusik: Immer näher kommen die Fackelträger. Die Musik wird lauter, das Marinemusikkorps Kiel und das Wachbataillon des Bundesministeriums der Verteidigung marschieren auf. „Gruß an Kiel“ ist der erste Titel, den die Musiker spielen. Fast lyrisch geht es weiter: „I am Sailing“ geht auch als Blasmusik, viel besser, als mancher erwartet hätte.

Auch Eberhard Köppen (83) verfolgt das ergreifende Geschehen. Er ist mit der „Interessengemeinschaft Deutsche Marine“ aus Berlin zum Marine-Jubiläum nach Warnemünde gekommen. 60 Mitglieder habe die vor über 25 Jahren gegründete Gemeinschaft, erzählt der Senior, alles Zivilisten, alle begeistert von der Marine. „Der Zapfenstreich ist der Höhepunkt unseres Besuchsprogramms“, sagt er. Dann wir es still. Der Befehl „Helm ab zum Gebet“ hallt über den Platz. Ein musikalisches Gebet beginnt, bis die Musik schließlich in die Nationalhymnne übergeht.

„Eine Stimmung, die wohl jeden erfasst, der so etwas miterleben darf“, sagt Vizeadmiral Rainer Brinkmann, stellvertretender Marineinspekteur, zugleich der Befehlshaber Flotte und unterstützende Kräfte. „Identitätsstiftend“ solle so ein Zapfenstreich sein – aber wahrscheinlich passiere in solche Momenten viel mehr. Brinkmann: „Da weiß man einfach, warum man die Uniform angezogen hat.“

Zapfenstreich ist eine militärische Bezeichnung für den Zeitpunkt, ab dem der Soldat im Quartier sein muss. Der „Große Zapfenstreich“ ist ein feierliches militärisches Zeremoniell am Abend. Der Name soll sich davon ableiten, dass im Soldatenlager abends ein Kreidestrich über den Zapfen der Fässer gemacht wurde, um das Verbot des weiteren Getränkeverkaufs kontrollieren zu können. Einer andere Erklärung nach wurde dazu mit dem Säbel auf den Zapfen der Fässer „gestrichen“ (geschlagen).

Klaus Walter

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