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Grünen-Streit um Platz im Ortsbeirat

Warnemünde Grünen-Streit um Platz im Ortsbeirat

Bündnis 90/Die Grünen wollen neuen Vertreter in dem Gremium / Fraktionsvorsitzender: Ganz normaler Vorgang

Warnemünde. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat für die nächste Bürgerschaftssitzung einen Antrag zur Abberufung von Matthias Ehlers aus dem Ortsbeirat Warnemünde/Diedrichshagen vorbereitet. Gestern machte das schon die Runde im Seebad. „Das ist etwas unglücklich gelaufen“, sagte Uwe Flachsmeyer, Fraktionschef von Bündnis 90/Die Grünen. Etwas unglücklich läuft es bereits seit Januar – so stellt es jedenfalls Matthias Ehlers dar – da habe er schon von Flachsmeyer von dessen Ansinnen erfahren. „Ich sollte freiwillig mein Mandat im Ortsbeirat niederlegen“, sagte Ehlers, der weder Mitglied der Bürgerschaft noch der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist.

Den Gefallen, sich geräuschlos zurückzuziehen, habe er Flachsmeyer nicht tun wollen. „Er wollte partout nicht zurücktreten“, bestätigte Flachsmeyer. Dafür hat Ehlers seine Gründe. „Ich bin seit 2010 mit dunkelgrünen Themen in Warnemünde unterwegs“, sagte Ehlers, „und ich habe mich auf Warnemünde reduziert“, weil er „etwas richtig und nicht alles halb“ habe machen wollen. Zum anderen fühle er sich mit seiner politischen Arbeit den Warnemündern verpflichtet, fügte Ehlers hinzu. Der Antrag der Fraktion sei „ein Schlag in das Gesicht des Ehrenamtes.“

Dieser Schlag ist offenbar eng verbunden mit dem Umzug von Elisabeth Möser, die Mitglied von Bündnis 90/Die Grünen ist und dafür in der Rostocker Bürgerschaft sitzt. Vor etwa einem halben Jahr ist sie nach Warnemünde gezogen „Wir werden Elisabeth Möser nachwählen“, sagte gestern dann auch Flachsmeyer: „Dem männlich dominierten Ortsbeirat in Warnemünde wird das guttun.“

Matthias Ehlers sieht das anders und fragt sich, warum mitten im Rennen die Pferde gewechselt werden. Er hätte Frau Möser gern bei sich im Umweltausschuss des Ortsbeirates begrüßt, dort hätte sie ihre politische Arbeit aufnehmen und sich mit Warnemünde vertraut machen können. Denn, so sagt Ehlers: „In Warnemünde kennt Frau Möser keinen und niemand kennt Frau Möser.“

Auch jetzt wenn „alles ein bisschen blöd aussieht“: „Das alles ist ein ganz normaler Vorgang“, sagte Flachsmeyer. msc

OZ

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