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Hoffen auf Ausbau des Werftbeckens

Warnemünde Hoffen auf Ausbau des Werftbeckens

Rostock Port bemängelt fehlenden Platz für Kreuzfahrer / Erste Arbeiten noch in diesem Jahr geplant

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Rund 60 bis 80 Millionen Euro soll der Umbau des Werftbeckens in Warnemünde kosten, damit entsteht hier eine der teuersten Baustellen Mecklenburg-Vorpommerns.

Quelle: Fotos: Andreas Meyer (1), Ove Arscholl (2)

Warnemünde. Mit der „Balmoral“ der englischen Reederei Fred Olsen Cruise Line endet morgen die Kreuzschifffahrt-Saison in Warnemünde. Rund 190 Mal haben die weißen Riesen in diesem Jahr das Ostseebad und den Überseehafen angefahren. „Wir sind zufrieden mit der Saison, aber es hat sich wieder einmal gezeigt, dass ein weiterer Großliegeplatz fehlt“, sagt Jens Aurel Scharner, Geschäftsführer von Rostock Port.

 

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„„Ich wünsche mir, dass alle Be- teiligten – Bürger, Politik, Verwaltung, Wirtschaft – das Projekt kraftvoll und konstruktiv vorantreiben.“Chris Müller-von Wrycz Rekowski Ordnungssenator

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„„Die Entwicklung des Werftbeckens ist ein zentraler Bestandteil der Kreuzschifffahrt. Es ist ein wichtiges Projekt für Stadt, Land und Hafen.“Jens Aurel Scharner Geschäftsführer Rostock Port

Die Wettbewerbshäfen in der Ostsee hätten bereits stark aufgeholt. „Wenn wir an der Entwicklung teilnehmen möchten, müssen wir gemeinsam mit der Hansestadt Rostock ein sinnvolles Angebot schaffen“, betont er. Möglich sei dies vor allem mit dem Plan, das Werftbecken in Warnemünde komplett umzugestalten. „Das Eingangstor zur Hansestadt Rostock ist nicht anschaulich. Wir müssen es attraktiver gestalten und für den Tourismus greifbarer machen.“

Dass dieser Traum Wirklichkeit wird, darauf darf Scharner auch weiterhin hoffen. Im April 2016 hatte die Stadt das Werftbecken dafür bereits von der malaysischen Genting-Gruppe gekauft. In diesem April stimmte die Rostocker Bürgerschaft dem Beschluss zu, das Areal als Mehrzweckhafen zu entwickeln. Die jetzigen Industriegebäude am Werftbecken sollen abgerissen werden, neues Gewerbe entstehen und ausreichend Platz für Schiffe und Kreuzfahrer geschaffen werden. Doch nach dem Startschuss ist es ruhig geworden um das Projekt „Werftbecken“ – zumindest scheint es so.

Tatsächlich laufen die Planungen beständig weiter. Die Stadt Rostock sei bestrebt, noch in diesem Jahr erste „sichernde und bereinigende Maßnahmen kleinerer Art“ umzusetzen. Das Baufeld soll dann voraussichtlich Ende 2018 freigemacht und die Industriegebäude abgerissen werden. Sobald die Genehmigung und Gelder vorliegen, sollen die Bauarbeiten in etwa drei Jahren beginnen. „Die hierfür nötigen Fördermittel können jedoch nur eingeworben werden, wenn bis Dezember 2019 – dann endet die laufende EU-Förderperiode – die entsprechenden Genehmigungen vorliegen und die nötigen Anträge gestellt sind“, sagt Rostocks Ordnungssenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD). 60 bis 80 Millionen Euro soll das Projekt voraussichtlich kosten – ohne Unterstützung für die Stadt nicht bezahlbar. „Ich wünsche mir deshalb sehr, dass alle Beteiligten – Bürger, Politik, Verwaltung, Wirtschaft – dieses Projekt kraftvoll und konstruktiv vorantreiben, um den engen Zeitplan einhalten zu können.“

Auch Rostock Port hat sich bereits an den ersten Gesprächsrunden beteiligt. „Wir wurden dazugenommen, damit wir gemeinsam für einen konstruktiven Ansatz sorgen können. Das ist auch notwendig bei dieser Herausforderung“, sagt Scharner. Denn das Areal an der Kaikante lag lange Zeit brach. Deswegen sei es nun das falsche Zeichen, überstürzt zu handeln. „Natürlich wünschen wir uns eine zügige Umsetzung, das Augenmerk muss jetzt aber auf der Qualität der Planung liegen, so dass es einen reibungslosen Umbau geben kann.“

Für Scharner hat das Projekt eine immense Bedeutung: „Der Umbau des Werftbeckens ist ein zentraler Bestandteil der Kreuzschifffahrt. Es ist ein wichtiges Projekt für Stadt, Land und Hafen.“ Auch Müller-von Wrycz Rekowski liegt das Mammutprojekt am Herzen: „Die Entwicklung des Werftbeckens Warnemünde zum Mehrzweckhafen und die Revitalisierung der umliegenden Hafenflächen bieten große wirtschaftliche Chancen für unsere Stadt.“

Johanna Hegermann

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