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Hotel-Lehrlinge starten ins neue Ausbildungsjahr

Warnemünde Hotel-Lehrlinge starten ins neue Ausbildungsjahr

In mehreren Häusern bleiben Plätze frei / Die größte Anzahl an jungen Frauen und Männern bildet das Hotel Neptun aus / Yachthafenresidenz setzt auf junge Spanier

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Die Neuen, vorne mit Komnath Chaisurin aus Thailand (v.l.), Monika Satzinger aus Bayern und Toni Schumann aus Plau am See.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. In diesen Tagen beginnt in den Warnemünder Hotels, Pensionen und Gaststätten das neue Ausbildungsjahr. Doch es konnten wie schon in den Vorjahren längst nicht alle vorhandenen Plätze besetzt werden. Allein das Hotel Neptun nimmt eine Sonderstellung ein. Dort haben gestern 26 junge Menschen ihren ersten Arbeitstag im Hotel erlebt.

„Man kann hier bei uns unheimlich viel lernen, wir leben die Servicementalität“, sagte Hotelchef Guido Zöllick zu den neuen Lehrlingen. Die Vielfalt der Hotelangebote im Haus mit 300 Mitarbeitern und in den Sommerwochen mit täglich rund 600 Gästen ermögliche eine breit gefächerte Ausbildung. Und allen stehe die Karrieretür offen. Zöllick, der selbst vor 30 Jahren seine Ausbildung im Neptun begonnen hat, wies darauf hin, dass von den 16 Lehrlingen, die jetzt gerade nach dem dritten Jahr ihre Ausbildung beendet haben, zehn übernommen worden sind.

„Jeder, der kommt, muss ein Praktikum im Hotelbereich absolviert haben“, informiert Juliane Gorski (34), Leiterin im Bereich Aus- und Weiterbildung.

Der 20-jährige Komnath Chaisurin aus Thailand ist genau diesen Weg gegangen. Nach einem Praktikum in der Neptun-Küche entschied er sich für eine Ausbildung zum Koch. Seine Schwester absolviert gerade das dritte Lehrjahr im Hotel. Aus Bayern kommt Monika Satzinger (23). Nach einer Lehrstelle als Fachverkäuferin Bäckerei will sie nun Konditorin werden.

„Die Gewissheit, bei guter Arbeit übernommen zu werden und dass man mit einer Ausbildung bei uns auch in anderen namhaften Hotels gute Berufschancen hat, und vor allem unser gutes Betriebsklima, sorgen für eine ausreichende Anzahl von Bewerbungen“, nennt Juliane Gorski die aus ihrer Sicht entscheidenden Gründe, dass es immer noch um die drei Bewerbungen pro Ausbildungsplatz gibt. Allerdings, so die Ausbildungsleiterin, gebe es auch im Neptun offene Ausbildungsplätze.

Im großen „Strandresort“ in Markgrafenheide mit rund 400 Betten konnten nicht alle Plätze besetzt werden. „Wir bilden in diesem Jahr nur zwei Hotelfachkräfte und einen Koch aus“, informiert Hotelchefin Anne Schlücker. Trotz der Präsenz auf Jobmessen und vielen Aktivitäten sei es sehr schwer geworden, Lehrlinge zu gewinnen. Auch in ihrem Haus gelte, wer gut sei, werde übernommen. „Im Jahr 2014 hat bei uns die junge Polin Aleksandra Lubanska ihre Ausbildung begonnen, wir haben sie jetzt übernommen“, so Anne Schlücker.

Im Strandhotel Hübner gibt es in diesem Jahr acht neue Lehrlinge. „Wir hätten gern 12 bis 15 gehabt, doch wenn sich acht gut entwickeln, können sie ein Gewinn für uns sein“, sagt Dietmar Karl, Direktor im Strandhotel Hübner.

Gleich auf eine ganze Gruppe junger Spanier setzt die Yachthafenresidenz Hohe Düne. Dort haben zehn deutsche Frauen und Männer ihre Ausbildung begonnen. „Bei uns machen jetzt zusätzlich neun junge Spanier ein Praktikum. Passt alles und wird das Heimweh nicht zu groß, beginnen sie am 1. September mit der Ausbildung“, sagt Eva Krull, Personalchefin der Yachthafenresidenz. Das Hotel hätte dann mit den Spaniern in diesem Jahr 19 neue Lehrlinge, so viele wie seit vielen Jahren nicht.

Im Best Western Hanse Hotel in der Parkstraße sollten es in diesem Jahr wieder sechs Lehrlinge werden. Dort wurden nun sogar sieben Ausbildungsplätze vergeben.

Noch rund 1100 freie Lehrstellen in und um Rostock

Aktuell suchen Firmen in und um Rostock für das jetzt beginnende Jahr noch Lehrlinge für 1105 freie Ausbildungsplätze. Fast ein Drittel aller freien Ausbildungsplätze wird in der Gastronomie angeboten, informiert die Rostocker Arbeitsagentur.

Der Hotel- und Gaststättenbereich bildet inzwischen nach einer Information des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) bis zu 50 Prozent Jugendliche mit Hauptschul- und mitunter sogar ohne Abschluss aus.

Im Jahresdurchschnitt 2016 meldeten Unternehmen, Arbeitsagentur und Jobcenter bisher monatlich auch rund 1000 offene Arbeitsstellen in allen Branchenbereichen.

Thomas Sternberg

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