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Jetzt reden die Gärtner bei „Grüner Welle“ mit

Warnemünde Jetzt reden die Gärtner bei „Grüner Welle“ mit

Am Wochenende findet das erste Gartentischgespräch statt / Weiterer Schritt zum Entwicklungskonzept

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André Jeschek und Manuela Sens ernten in der Kleingartenanlage Am Moor Äpfel von vereinseigenen Bäumen. Die Früchte kommen am Wochenende in die Saftpresse.

Quelle: Foto: Michael Schissler

Warnemünde. Die Herbstarbeiten in der Kleingartenanlage Am Moor in Warnemünde haben begonnen. Es wird geerntet und die ruhigere Zeit in den Gärten genutzt, um über die Zukunft der Kleingärten zu sprechen. Am Sonnabend wird die Auftaktveranstaltung der Gartentischgespräche in der Kleingartenanlage Am Moor stattfinden.

 

OZ-Bild

Wir müssen über die Verdichtung der Flächen nachdenken.Christian Seifert, Verband der Gartenfreunde

Kleingärtner Erich Kaßner hat sich vorgenommen, zu dieser Veranstaltung zu erscheinen. „Es ist für uns wichtig, dass die Kleingärten hier in Warnemünde erhalten bleiben“, sagt der Senior, der gestern die trockenen Stunden nutzte, um die Gehwege seiner Parzelle zu reinigen. „Für mich ist das hier meine Erholung und meine Beschäftigung“, sagt Kaßner, der aber auch sieht, dass viele andere Besucher durch die Anlage spazieren.

Die Gartentischgespräche sind ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem Kleingartenentwicklungskonzept für die gesamte Hansestadt. Das Modellvorhaben „Grüne Welle – Stadtgarten Rostock“ – so wurde es griffig bezeichnet, war am 6. Juni gestartet. Es ist eines, von bundesweit zwölf Vorhaben, die vom Bundesministerium für Umwelt gefördert werden. Das Grünamt der Hansestadt hatte dafür gesorgt, dass dieses Modellvorhaben nach Rostock kommt.

Der Chef des Verbandes der Gartenfreunde Hansestadt Rostock und gleichzeitig Vorsitzender der Kleingartenanlage Am Moor, Christian Seifert, machte deutlich, warum man in Warnemünde mit den Gesprächen startet. „Das ist jetzt der Punkt, an dem die Kleingärtner direkt mitreden und ihre Vorstellungen einbringen können“, sagte Seifert. Der Termin am 30. September um 10 Uhr im Vereinsheim gelte auch für die umliegenden Kleingartenanlagen. Insgesamt sind es acht Anlagen, die über 900 Parzellen haben. „Und es gibt für alle Anlagen Wartelisten für künftige Kleingärtner“, erläuterte Seifert, auch für Warnemünde habe man zu wenig Kleingartenflächen. Die Vorstände achten nun darauf, „dass die Berliner und Brandenburger nicht die Kleingärten als preiswerte Feriengrundstücke nutzen“, sagt Seifert. Denn: „Wir brauchen alle Flächen.“ Deswegen werde man sich bei den Gartentischgesprächen auch Gedanken darüber machen, „wie man Parzellen verdichten und teilen kann.“ Das zum Beispiel käme Karin und Ernst Kordt entgegen. Die beiden fühlen sich wohl in ihrem Garten. „Aber im Alter hat man es lieber etwas kleiner“, sagt die Kleingärtnerin. Wichtig sei vor allem bei der Entwicklung des Konzeptes, dass man an die Warnemünder denkt, „die nicht an den Strand wollen“. Im Seebad gäbe es so gut wie keine Möglichkeit, hinter dem Reihenhaus zu gärtnern, so der Chef des Verbandes der Gartenfreunde. Er sieht ebenso, dass vor allem die alten Leute an ihren Gärten hängen. „Das habe ich gemerkt, als ich als Vorsitzender des Kleingartenvereins Deutsche Reichsbahn dessen Auflösung begleiten musste“, erzählt Seifert. Auf dieser Vereinsfläche wurden anschließend Wohnhäuser gebaut.

Weil es immer wieder solche Bestrebungen gibt, hält auch André Jeschek die Gartentischgespräche und das angestrebte Gartenkonzept für wichtig. „Es hat bei uns ja schon vor Jahren Diskussionen gegeben, ob ein Teil der Fläche für Wohnbebauung zur Verfügung gestellt werden soll“, sagt er. Man müsse ein Konzept haben, denn die Kleingärtner brauchen bei Wechseln in der Politik Sicherheit.

Der amtierende Ortsbeiratsvorsitzende Horst Döring – er ist selbst Kleingärtner – begrüßte das Modellvorhaben Grüne Welle – Stadtgarten Rostock. Es gäbe ein Konzept, nach dem die Kleingartenanlagen in Warnemünde zu einem Kleingartenpark entwickelt werden sollen, erläuterte der Kommunalpolitiker. „Wir brauchen hier die grüne Lunge“, sagt Döring. Sie sei ein Angebot der Naherholung für die Badegäste ebenso, wie für die Einheimischen. Mit dem Stadtgarten und seiner weiteren Entwicklung werde man sich auch in der Ortsbeiratssitzung im Oktober befassen.

Kleingärtner finden sich beim Herbstapfelfest an der Saftpresse zusammen

Herbstapfelfest feiern die Mitglieder der Kleingartenanlage Am Moor am Sonnabend, 30. September, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr. Dabei wird den Kleingärtnern eine Saftpresse zur Verfügung stehen, in der sie ihr Obst pressen lassen können. Zum weiteren Programm des Festes gehören unter anderem der Besuch der Märchenfee Ulrike Haprich, sie wird die Kinder unterhalten. Außerdem wird ein Fachmann die verschiedenen Apfelsorten bestimmen. Zur Unterhaltung trägt auch eine Line-Dance-Gruppe bei.

Michael Schißler

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