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Junge Segler starten in die Saison

Warnemünde Junge Segler starten in die Saison

Das Rotationsprinzip ist das neue Modell in der Jugendarbeit beim Warnemünder Segel-Club

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Jugendwart Nadja Arp (46) und Trainerin Pauline Schranck (19) stehen vor den Optis.

Quelle: Thomas Sternberg

Warnemünde. Für die jungen Segler des Warnemünder Segel-Clubs (WSC) beginnt jetzt die Saison. „Wir lagern nächste Woche die Boote aus, trainieren vom 4. bis 8. April auf dem Wasser und starten am 9. April zur ersten Regatta, dem Bernsteinpokal, in Ribnitz-Damgarten“, sagt Nadja Arp (46). Sie ist eine von sechs Verantwortlichen für den Jugendbereich beim WSC.

„Bei uns gibt es den Jugendwart gleich sechs Mal“, weist sie auf das neue System hin. Die Arbeit mit den rund 40 Kindern und Jugendlichen sei so umfangreich und vielfältig geworden, dass einer allein es im Ehrenamt nicht schaffen könne — jedenfalls nicht auf Dauer. So wurde das Rotationsprinzip eingeführt. Ein Vereinsmitglied macht den Job vier Monate und reicht die Aufgabe weiter. „Es ist das Modell der Zukunft, anders ist es nicht zu schaffen“, ist Nadja Arp überzeugt.

Die Konstanzen sind die drei Jugendtrainer. Pauline Schranck (19) studiert im Lehramt Religion und Wirtschaft und trainiert daneben die Anfänger in den Optimisten. Drei Opti-Gruppen gibt es im Verein. Dazu Laser und 420er-Boote. „Wir sind gut ausgestattet, bei uns hat jedes Kind sein Boot“, erzählt sie. Sie ist selbst im Verein groß geworden und kennt die meisten Optis noch aus ihrer aktiven Zeit als Seglerin. Bis zur vergangenen Saison saß sie im 420er und wechselte als Trainerin ins Schlauchboot.

„Wir trainieren für die Wettfahrten, doch kein Kind wird aussortiert, das einfach nur im Training mitsegeln möchte“, sagt Pauline Schranck. Nicht jeder müsse zu den Regatten mitfahren, so die Trainerin. Da käme auch etliches zusammen, denn insgesamt 24 Regatten und ein Sommertrainingslager stehen auf dem WSC-Regattaplan der Jugendabteilung. „Es geht um den Sport, wir holen jedes Kind dort ab, wo es steht“, so Nadja Arp. Leistungsdruck auszuüben, sei nicht die Philosophie des Vereins.

„Wer bei uns mitmachen möchte, ist willkommen“, lädt sie Kinder ein, die sich vielleicht nicht trauen, beim großen WSC anzuklopfen.

Natürlich sind die Wettfahrten das Salz in der Segler-Suppe. Und so freuen sich alle im Verein, dass die Jugendlichen bei den Stadtmeisterschaften den zweiten Platz belegt haben. Und vielleicht geht ja auch etwas beim „Bernsteinpokal“ in Ribnitz-Damgarten. Das große Vorbild aller Mädchen und Jungen, die 16 Jahre alte frischgebackene Vizeweltmeisterin im Laser Radial, Hannah Anderssohn, hat diesen Pokal auch mal nach Warnemünde geholt. Viele Jahre lang war Hannah Anderssohn in der Jugendabteilung des WSC aktiv. Inzwischen lebt und trainiert die erfolgreiche Sportlerin im Leistungszentrum der Segler in Kiel.

Für einige junge Segler beginnt der Trainingsbetrieb bereits über Ostern. Ein Trupp ist samt den Optis nach Slowenien aufgebrochen, um das milde Adria-Wetter für erste Segelstunden in diesem Jahr zu nutzen.

Club mit Tradition

Der Warnemünder Segel-Club (WSC) wurde 1925 gegründet und gehört zu den ältesten Segelvereinen Rostocks. Die Geschichte des deutschen Segelsports hat er mitgeprägt. So gelten die im Juli 1926 mit Beteiligung des WSC vor Warnemünde veranstalteten Verbandswettfahrten, an denen auch die kaiserliche „Sy Meteor“ teilnahm, als erste Warnemünder Woche.

Die Warnemünder Woche ist heute der Höhepunkt im Vereinsleben. Auf dem Gelände des WSC treffen sich rund 2000 Sportler aus 30 Nationen.

Zur Kinder- und Jugendabteilung gehören derzeit rund 40 Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis 18 Jahren. Sie trainieren in den Bootsklassen Optimist, 420er, 470er und Laser.

Von Thomas Sternberg

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